Die kommunalen Stadtwerke dagegen sind für den teuren Breitbandausbau geradezu prädestiniert. „Durch Mitverlegen von Glasfasern bei Neubauten und Reparaturarbeiten können die Tiefbau-Kosten um bis zu 50 Prozent gesenkt werden“, kalkuliert VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck. „Außerdem müssen kommunale Unternehmen aufgrund ihres öffentlichen Auftrags keine maximalen Profite für den Eigentümer erwirtschaften.“
Erst verlegen, dann denken
Die Bundesnetzagentur sieht in dem Markteintritt der vielen kleinen Stadtwerke allerdings auch ein Risiko: „Das Schlimmste wäre, wenn jeder kopflos wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen in eine andere Richtung liefe“, sagt Agentur-Präsident Matthias Kurth. Wenn jeder unabgestimmt Glasfasernetze baue, sei die Wahrscheinlichkeit groß, dass nichts zusammen funktioniere. „So begrüßenswert es ist, dass viele Gemeinden Glasfasern bis zum Haus wollen, so beunruhigend ist es, dass sich viele erst nach der Verlegung Gedanken machen, ob man darüber auch Fernseh- und Videosignale verbreiten kann.“
Bernd Schlobohm, Vorstandsvorsitzender des Kölner Telekom-Konkurrenten QSC, hat die Kritik der Bundesnetzagentur schon berücksichtigt und bietet eine pragmatische Lösung an: Der in ganz Deutschland aktive Internet-Anbieter will ein bundesweites Datenautobahnkreuz aufbauen, das die Glasfaser-Flicken der Stadtwerke miteinander verknüpft. Ungenutzte Kapazitäten ließen sich so schneller an andere Anbieter verkaufen und unterschiedliche Übertragungstechniken leichter harmonisieren.
„Stadtwerke unterschätzen, wie aufwendig die Vermarktung eines Netzes ist“, sagt Schlobohm. „Da können wir helfen.“














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Alle Kommentare lesen03.09.2010, 12:41 UhrAnonymer Benutzer: IT-Oma
Die VS´ler sollten da bloß aufpassen.
Eine örtliche iT-infrastruktur mag zwar im politischen Rahmen sein, aber
diese örtliche iT-infrastruktur muss auch beim nächsten internet-Knotenpunkt angeschloosen und authorisiert werden.
Genau da ist der bewusste Knackpunkt. Wenn die Telekom mit den Kopf schüttelt und sich stur stellt, sind diese 83 Millionen buchstäblich in den Sand gesetzt.
Die bürger von VS können zwar innerhalb ihrer "insel" alles machen, aber z.b. Google aufrufen ist da nicht möglich.
Wenn man soetwas plant, so sollte man es auch der Telekom entsprechend als "Added Value" präsentieren.
Dies hat man anscheinend verpasst.
Oh Leute, lasst da man Fachmänner/Frauen dran.
ilkka, die iT-Oma
02.09.2010, 23:22 UhrAnonymer Benutzer: na Bravo
Alles schön und gut aber wie will am den die Kosten in Höhe von 83 Millionen wieder herein bekommen, wenn nur 3.500 Haushalte nicht von Kabel bw versorgt werden?
Sicher werden die breitbandanbieter Telekom und Kabel bW stillhalten und den Aufbau einer weiteren breitbandinfrastruktur zulassen ohne Maßnahmen zu ergreifen.
Schöne heile Welt!!!
Die Monopolisten werden zur Wehr setzen und die Stadtwerke über den Preis schlagen (das Netz ist ja, von uns, bezahlt worden).
Und alle Villinger kommen für die 83 Millionen auf.
Aber wer sagt überhaupt das sich die Kunden von Kabel bW und der Telekom an die Stadtwerke VS binden. Wer war das noch mal und was machen die? Strom und Gas verkaufen?!?
Aber wir werden von der Geschichte sicher, im schwarzen buch der Steuerzahler, wieder hören/lesen.
02.09.2010, 12:08 UhrAnonymer Benutzer: delegom
Eigentlich ist das ein lustiger Trick um die Kosten von der Telekom auf den Steuerzahler umzulegen. Die Stadtwerke haben die nicht ganz andere Probleme?
Aber macht sich natürlich gut in der bilanz wenn der Staat die infrastruktur aufbaut und ich diese dann kostengünstignutzen darf. Super Duper!