Internet-Werbung: Uli Hoeneß wirbt für seine Würstchen

Internet-Werbung: Uli Hoeneß wirbt für seine Würstchen

von Peter Steinkirchner

Er trägt Baskenmütze und Schnurbart und will ausgerechnet einem Fischhändler seinen „Nürnburger“ andrehen – mit einem skurrilen Werbespot wirbt Bayern-München-Präsident Uli Hoeneß für seine Bratwürstchen.

Hoeneß, Präsident des FC Bayern München, hat nach seinem Ausscheiden aus dem Manager-Amt offenbar spürbar mehr Zeit, sich um seine Wurstfabrik HoWe in Nürnberg zu kümmern. Was dabei raus kommt: Der Bayern-Boss wirbt auf dem Internet-Dienst "YouTube" für seine „Erfindung“ – den „Nürnburger“. Der besteht schlicht aus einem Brötchen - bayerisch: Semmel - , drei Nürnberger Würstchen, etwas Senfsauce und Zwiebeln.

Auf die Idee, den „Nürnburger“ als Produkt zu vermarkten, seien sie beide gemeinsam gekommen, sagt Hoeneß-Sohn Florian, 30, der als Geschäftsführer die Firma leitet, der WirtschaftsWoche. Als erstes haben die beiden auf ulis-nuernburger.de einen Blog eingerichtet und gemeinsam mit einer Werbeagentur den ersten von mehreren kurzen Spots gedreht. Dabei tritt Hoeneß in wechselnden Verkleidungen auf, um mögliche Partner von den Vorzügen seiner Würstel-Kreation zu überzeugen – statt „immer nur über Fußball zu reden“, so Hoeneß-Junior.

Anzeige

„Da kommt in den nächsten 14 Tagen noch einiges dazu“, sagt Florian Hoeneß, „wir nutzen diese neuen Medien, und dann wollen wir mal sehen, wie weit wir unsere Idee treiben können.“ Er könne sich gut vorstellen, die „Nürnburger“ gemeinsam mit einem Partner auf den Markt zu bringen, sagte Hoeneß: „Wir sind offen für alles“.

Der frühere Bayern-Spieler Uli Hoeneß, der seine aktive Karriere bereits mit 27 Jahren nach einer Verletzung beenden musste und dann als Manager den FC Bayern maßgeblich zu heutiger Größe führte, hatte die Firma Howe 1983 gemeinsam mit seinem inzwischen ausgeschiedenen Geschäftspartner Werner Weiß gegründet und seither zu einem der größten Hersteller von Nürnberger Würstchen ausgebaut. Bereits vor einigen Jahren schrieb HoWe einen Umsatz von 30 Millionen Euro. Seine Würstel, meist 14 Stück im 300-Gramm-Paket, verkauft der Ulmer Metzgersohn Hoeneß in ganz Deutschland bei so gut wie allen Discountern, aber auch in Biergärten und Hotels.

Vater und Sohn treiben die Geschäfte der KG, die keine Geschäftszahlen veröffentlicht, offenbar gut voran – der Export innerhalb Europas laufe gut. Mittlerweile habe HoWe sogar die Zulassung bekommen, seine Würste auch in den USA auf den Markt zu bringen, sagte Florian Hoeneß der WirtschaftsWoche. In den kommenden acht Wochen sollen sie etwa bei „Trader Joe’s“, einem US-Ableger des deutschen Discounters Aldi Nord, im Sortiment sein.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%