Internettelefonie: Ebay verkauft Skype für knapp zwei Milliarden Dollar

Internettelefonie: Ebay verkauft Skype für knapp zwei Milliarden Dollar

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Skype Gründer Niklas Zennström

Ebay hat Käufer für seine ungeliebte Tochter Skype gefunden. Das Auktionshaus verkaufte die Mehrheit an dem Spezialisten für Internettelefonie an eine Investorengruppe für 1,9 Milliarden Dollar.

Seit einigen Tagen kursieren Gerüchte darüber, dass das Online-Auktionshaus Ebay seine Tochter Skype verkauft. Nun ist das Geschäft perfekt.

Der Internet-Konzern gab die Mehrheit von 65 Prozent für rund 1,9 Milliarden US-Dollar in bar an eine Investorengruppe ab, teilten die Unternehmen am Dienstag mit. Die Käufer werden vom US-Unternehmen Silver Lake angeführt, zu Ihnen gehört auch die von dem Internet-Pionier und Netscape-Gründer Marc Andreessen gegründete Risikokapital-Firma Andreessen Horowitz. Weitere Investoren sind die britische Investment-Gesellschaft Index Ventures und das Canada Pension Plan Investment Board.

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Ebay behält 35 Prozent an dem Dienst für Internettelefonie. Insgesamt wird Skype bei dem Geschäft mit 2,75 Milliarden US-Dollar bewertet.

Auch Google an Skype interessiert

Ebay will sich schon seit geraumer Zeit von Skype trennen und hatte zuletzt einen Börsengang für 2010 angepeilt. Dabei hoffte das Unternehmen auf eine Bewertung von zwei Milliarden Dollar.

Auch Google soll laut einem Bericht der "New York Times" im vergangenen Monat über einen Skype-Kauf verhandelt haben, doch habe wegen des unsicheren Rechtstreits Abstand genommen. Zudem könnte der Konzern auch Ärger mit Mobilfunkanbietern gefürchtet haben, die immer wieder versuchen, die Nutzung von Skype über das Handy zu unterbinden.

Ebay hatte Skype 2005 für 3,1 Milliarden Dollar gekauft, doch statt Geld zu verdienen musste das Unternehmen schon 900 Millionen Dollar abschreiben. Im vergangenen Jahr machte Skype einen Umsatz von 550 Millionen Dollar, mehr als 400 Millionen Menschen nutzen Skype. Im Schnitt gab also jeder Nutzer im Monat gerade einmal 11 Cent für das Skypen aus, manche Experten bezweifeln daher, dass das Unternehmen profitabel arbeiten kann. Telefonate zwischen Skype-Kunden sind umsonst, nur für Gespräche in die normalen Telefonnetze werden geringe Gebühren verlangt.

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