_

Internetwirtschaft: Tomorrow-Focus-Chef: Deutsche Internetfirmen werden zu schnell verkauft

von Thomas Stölzel

Stefan Winners, Chef des börsennotierten deutschen Internetkonglomerats Tomorrow Focus, hat die deutsche Internet-Wirtschaft scharf kritisiert.

Stefan Winners Quelle: Pressefoto
Stefan Winners, Chef des Internet-Konglomerats Tomorrow Focus Quelle: Pressefoto

Sie habe deshalb noch keinen Internet-Riesen wie Google oder Facebook hervorgebracht, weil junge Unternehmen vorschnell verkauft würden, sagte Stefan Winners im Gespräch mit der WirtschaftsWoche. „Solange Gründer, Businessangel, Wagniskapitalgeber und strategische Investoren beim allerersten Angebot die Firmen nach Amerika verkaufen oder nicht den Mumm aufbringen, sich dem globalen Wettbewerb zu stellen, ist es klar, dass wir nur sehr wenige europäische Champions haben“ kritisierte Winners.

Anzeige

Länger finanzieren

Facebook hingegen sei seit mindestens drei Jahren verkaufsfähig. „Trotzdem hat man sich entschieden, die Plattform weiterzuentwickeln, weiter zu finanzieren und erst später einen viel höheren Return zu erzielen“, sagte der Tomorrow-Focus-Chef im Interview. In Europa dagegen werde verkauft, „sobald eine Firma profitabel ist, jemand einen zweistelligen Millionenbetrag bietet“.

5 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 01.05.2011, 20:38 UhrAnonymer Benutzer: Ralf

    @Tony volkswirtschaftlich gesehen hast du natürlich recht.ein bisschen mehr unternehmerischer Mut würde Deutschland gut tun. Aber aus Sicht des Unternehmers ist ein rechtzeitiger Verkauf leider oft schonender für die brieftasche

  • 01.05.2011, 17:48 UhrAnonymer Benutzer: Gerd

    Siehe My-Hammer 568030 alleine schaffen die das nie haben sich eine blutige Nase in den USA geholt ,sie sollten schnellstmöglich verkaufen und Profis ran lassen .bevor sie in die insolvenz gehe.

  • 01.05.2011, 02:26 UhrAnonymer Benutzer: Tony Katz

    @Ralf, schon irgendwie verständlich, aber warum sollte man "sein" baby so schnell weggeben, wenn es sich prächtig entwickelt? Natürlich steckt ein fast größenwahnsinnig erscheinendes Denken dahinter, aber wäre es nicht besser, die Unternehmen nicht so schnell zu verkaufen, gerade bei dem Heuschrecken Erfahrungen (aktuell Gagfah Dresden), paßt nicht ganz zu den internet/iT-Unternehmen, aber gerade uns Deutschen würde mehr eigene internet-Kompetenz Unternehmen gut passen.

Alle Kommentare lesen
weitere Fotostrecken

Blogs

Wie HP-Chefin Whitman ihren Mitarbeiter die anstehenden Massenentlassungen erläutert
Wie HP-Chefin Whitman ihren Mitarbeiter die anstehenden Massenentlassungen erläutert

In einer internen Videobotschaft an die HP-Beschäftigten gibt Meg Whitman mehr Details zu dem geplanten Abbau von 27.000...

Das Aktuelle Heft

Wirtschaftswoche

WirtschaftsWoche 21 vom 21.05.2012

iTunes Vorschau - WirtschaftsWoche
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.