Interview mit Vorstandschef Ralph Dommermuth : United Internet bremst Übernahmephantasie - Seite 2

Interview mit Vorstandschef Ralph Dommermuth : United Internet bremst Übernahmephantasie

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Oder Sie halten dagegen? Oder wir sagen, die Firma hat sich prächtig entwickelt und wir machen eine Gegenofferte. Wir haben alle Optionen. Aber warum haben Sie bei Freenet nicht gleich auf eine Sperrminorität von 25 Prozent plus x aufgestockt, um Dritte fernzuhalten? Das brauchen wir doch gar nicht. Wenn Sie sich die übliche Aktionärspräsenz bei einer Freenet -Hauptversammlung anschauen, haben Sie schon mit einem Anteil von 20 Prozent die Möglichkeit, eine solche Sperrminorität auszuüben. Außerdem können sie ja wie erwähnt jederzeit auf eine echte Sperrminorität aufstocken. Haben Sie die Freenet -Papiere eigentlich von der Beteiligungsgesellschaft Vatas erworben? Nein. Wir haben unsere Aktien am Markt gekauft. Warum haben sie Ende November nicht die Option auf das Aktienpaket von Vatas gezogen? War es zu teuer? Wir hatten wirtschaftliche, aber auch rechtliche Gründe. Gibt es derzeit Gespräche mit Vatas? Nein. Es ist ziemlich klar, dass andere Großaktionäre eine Komplettübernahme anstreben. Die Fonds steigen dann zu einem guten Preis aus, und das Management begrüßt diesen Schritt, da es dadurch sein Aktienwertsteigerungsprogramm vorzeitig realisieren kann. Unser Partner Drillisch und wir sind anderer Meinung. Wir plädieren gemeinsam dafür, erst einmal das Mobilfunkgeschäft zu verkaufen und sich auf Festnetz und Internet zu konzentrieren. Was aber dann zur Folge hätte, dass man das Internet-Geschäft von Freenet ohne Partner weiterführen müsste. Geht das überhaupt? Nach einem Verkauf des Mobilfunks könnte ich mir eine Freenet -Übernahme durchaus vorstellen. Aber natürlich ist Freenet auch "stand alone" erfolgreich zu betreiben - das Unternehmen muss nicht übernommen werden. Man sieht das ja sehr schön an United Internet. Wir betreiben ein sehr ähnliches Geschäftsmodell mit DSL-, Portal- und Hostingprodukten und verdienen damit gutes Geld. Aber wir reden doch jetzt schon seit Monaten über den großen Konsolidierungsdruck im DSL-Markt. Wie kann eine Firma wie Freenet alleine weiter bestehen? Wenn eine Firma im DSL-Markt richtig gemanagt wird, eine vernünftige Größe hat und über eine gute Marke sowie den richtigen Produktmix verfügt, dann geht das sehr gut. Wir haben nach wie vor Quartal für Quartal ein ordentliches Marktwachstum. Das kann man natürlich nicht für alle Ewigkeit fortschreiben, aber in den nächsten Jahren werden die Telekom -Konkurrenten weiter zulegen, und da ist auch weiterhin Platz für Freenet. Außerdem ist das Unternehmen im wachstumsstarken Portalgeschäft und im Hostinggeschäft aktiv, welches in letzter Zeit internationalisiert wurde.

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Lesen Sie weiter auf Seite 3: Was mit dem Mobilfunkgeschäft von Freenet passieren soll

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