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Investmentbanking: Neuer UBS-Chef will radikal umbauen

von Christian Müßgens, Holger Alich und Michael Maisch , Quelle: Handelsblatt Online mit dpa und afp

Nach dem Händlerskandal und einer kläglichen Entwicklung des Investmentbankings plant Interimschef Sergio Ermotti, die Sparte zusammenzustreichen. Tritt jetzt Axel Weber den Job als Chef des Verwaltungsrates früher an?

'Occupy Paradeplatz' Quelle: dpa
'Occupy Paradeplatz' protesters pack their bags in front of the UBS headquarters at the Paradeplatz square to continue their protest at the Lindenhof square in Zurich, Switzerland. Quelle: dpa
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Sein Nachfolger, Interimschef Sergio Ermotti, schafft jetzt Fakten: Wie die Zeitung „Wall Street Journal“ berichtet, will er das Investmentbanking radikal zurechtstutzen. In Zukunft sollen dort weniger Banker arbeiten, sie sollen weniger Kapital bekommen und das Geld in weniger Finanzinstrumente stecken.

Hohes Risiko

Die langjährige Strategie mit zwei Standbeinen sei nicht mehr tragfähig, sagte der Manager laut dem Blatt vor Führungskräften. Die UBS solle sich auf die risikoarme, hochmargige Vermögensverwaltung für reiche Kunden in aller Welt konzentrieren. Ein Verkauf der Investmentbankingsparte werde allerdings nicht erwogen, heißt es.

UBS wolle auch weiterhin Unternehmen bei Börsengängen, Fusionen und Übernahmen zur Seite stehen, auch die Zusammenarbeit mit Fondsmanagern im Wertpapier- und Devisenhandel solle bleiben. Dagegen plane Ermotti, das hochriskante Anleihengeschäft deutlich zurückzufahren. Es brachte der UBS in den Jahren 2007 und 2008 Abschreibungen von rund 50 Milliarden US-Dollar ein. Die Bank musste vom Staat gerettet werden.

Umverteilung droht

Der Handel mit Anleihen und Devisen wird von den Einsparungen besonders betroffen sein. Der Geschäftsbereich – im Banker-Englisch kurz FICC genannt – steht schon seit längerem in der Kritik. Hier hatte Investmentbank-Chef Carsten Kengeter eine Aufholjagd versucht, die bereits vor dem Händlerskandal als gescheitert angesehen wurde. Jetzt will Interimschef Ermotti den Bereich offenbar deutlich verkleinern.

Seine Pläne will der Manager am 17. November vor Investoren vorstellen. Das Investmentbanking macht bislang rund zwei Drittel der Bilanz aus. Laut Zeitung sollen nun die Ressourcen Richtung Vermögensverwaltung umverteilt werden. Damit würde die Bank ihr ohnehin schon laufendes Sparprogramm, bei dem 3.500 Stellen wegfallen, noch verschärfen.

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3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 21.10.2011, 19:15 UhrAnonymer Benutzer: Karin Jürgens

    Ausgerechnet Obama - von wegen ungesicherte CDS!
    bloomberg meldete am Mittwoch, daß Merrill Lynch (jetzt bank of America) Derivate im Wert von 75 billionen USD (trillions!) in eine Einrichtung verlegt hat, die von der Einlagensicherung abgedeckt wird - zahlt im bedarfsfall also der Steuerzahler. Es sollen vor allem Wetten auf Staats- und bankpleiten in Europa sein. Ähnliche Papiere im Werte von 79 billionen USD hat JP Morgan unter den Schutz von FED und FDiC gestellt - zahlt bei Fälligkeit also auch der Steuerzahler. Da die Aktionen heimlich erfolgten - ergibt Sinn, denn die FED gehört Privatbanken - wird bernanke inzwischen für verrückt erklärt und das Verschieben für gesetzeswidrig. Ganz Amerika regt sich darüber auf, denn dieser "Rettungsschirm" von 154 billionen USD würde bei Fälligkeit die Pleite der USA bedeuten. Aber im gesamten Deutschen blätterwald war nicht eine Zeile darüber zu lesen - merkwürdig, oder? Jetzt wird auch klar, warum Europas Regierungsmannschaft gegen alle ökonomische Vernunft handelt, wer will schon Schuld daran sein, daß die USA pleite gehen. Und auch auf Geithners hektischen Europabesuch kann man sich einen Reim machen. Angela Merkel (und damit wir) hängt schwer in der Klemme, vor allem weil sie ja alles andere als mutig ist.
    Wer sich informieren will: "Gaertner's blog - Chaos im billionen-Club", die Links führen zu den Originalseiten.

  • 21.10.2011, 02:23 UhrAnonymer Benutzer: STUNDE der WAHRHEIT! Gruß von FERI! :)

    Wo die Öffentlichkeit langsam wieder in "Klarheit und Wahrheit" der Tatsachen bzgl. der Staatsfinanzierung und bankensituation eingeführt wird, da möchte Frankreich über seinen EU-Kommissar barnier, sicher vom Herzen von allen EU-Politikern begleitet, die WAHREN RATiNGS über EU-Staaten und staatsnahe banken wie in OST-DiKTATUREN früherer Tage VERbiETEN!

    ALSO in guter spätrömischer Tradition: tötet den boten schlechter Nachrichten, statt 75% der EU-banken OHNE REKAPiTALiSiERUNG mit Steuermitteln abzuwickeln und damit den fast allen UNWiDERRUFLiCH überschuldeten EU-Staaten mit 75%-Schuldenschnitt aus der sonst unauflösbaren Zinseszins-Todesspirale Richtung baldigen Sozialrevolten rauszuhelfen!

    Dabei sind die 3 US-Ratingagenturen NiCHT DiE ERSTEN, die dem EU-Kaiser VOLLE NACKiGKEiT bescheinigen!

    Deutsche "FERi"-Ratingagentur aus bad Homburg hat LANGE VOR den US-Agenturen FAST ALLEN EU-Akteuren NOCH SCHLECHTE RATiNGS verpasst!
    Darüber spricht aber keiner, weder auf "Alternativen" erpichte EU noch Schäuble noch die Fachmedien - warum? :)

    ALSO auch hier wieder nur reine Verschleierung EiNZiG einer EU weit orchestrierten bANKEN-RETTUNG, da diese durch ihre politische Nähe und ihre Rolle als quasi Staatsrefinanzierer politisch ÜbER DAS EiGENE VOLK von MUTiERTEN POLiTELiTEN gestellt werden!

    (!) Dabei gehen deutsche Abgeordnete denselben verwerflichen Weg, indem nun alle Entscheidungen des bundestages zum Nachteil der Steuerzahler nur noch über den GEHEiMEN UNTERAUSSCHUSS des Haushaltsausschusses mit "besonderen Parteispezis" besetzt vor der Öffentlichkeit verborgen laufen sollen! Geistige Väter dieses GEHEiMORGANS waren übrigens Solms und Thierse - namentlich historische "Ehre, wem Ehre gebürt"!

    AbGRÜNDE eines POSTDEMOKRATiE!

  • 21.10.2011, 02:22 UhrAnonymer Benutzer: PIIGS-GENESUNG nur durch SCHWARZGELD-BESTEUERUNG!

    Mehrheit der PiiGS-bevölkerung, außer wenigen Millionen korrupter Eliten, hat keine Schuld an der Staatsüberschuldung, trotzdem müssen nur sie nutzlos mit "harten Sparmassnahmen" sinnlos bluten, denn so erwürgt man jede Einnahmenmöglichkeit und reitet sie nur endgültig in dann von uns zu bezahlende Scheckbuchpolitik!

    Einfache LÖSUNG: alle "Sparmassnahmen" sofort stoppen und dafür geflüchtetes PiiGS-Kapital nachbesteuern!

    Laut Spiegel vom 7.2.11 sind nur in die Schweiz und nur von griechischen Eliten unversteuerte mind. 600 Mrd Euro, und sicher auch noch 200-300 Mrd Schwarzgeld mit fast komplett seit der 18 monatigen EU-Konkursverschleppung nach bulgarien und Mazedonien verdufteten Unternehmern, geflüchtet!

    Damit kann man in zwei Wochen durch Nach-/Strafversteuerung KOMPLETTE GRiECHCiSCHE SCHULDEN TiLGEN und alle "Rettungsschirme" beenden!
    Spätestens, wenn italien mind. 1,2 biLLiONEN Euro aus Gold/Staatsbesitz versilbert und so umgehend bei 50-60% biP statt 120% biP landet!

    Und dann Austritt der PiiGS aus EWU, damit dessen Währungen sich wirtschaftsleistungsgerecht durch Abwertung an reale Währungsparitäten zum Rest-EURO anpassen und sie so ihre Überschuldung treibenden importe reduzieren und dafür wieder nationale Produktion zur binnennachfragebefriedigung wieder Steuern generierend ankurbeln!

    Also keine Verar.. der DE/EU-Steuerzahler mit Ruin der Kinder und Enkel mehr, nur um absolutistische Paneuropa-Gelüste antidemokratisch MUTiERTER POLiTELiTEN hier und in EU feudal durchzudrücken!

    Diese wissen nur allzugut, dass spätestens in 2 Jahren alle in der DE/EU abgewählt sind und wollen so absolute EU-Tatsachen, koste es was es wolle, auf Teufel komm raus auf der Asche ihrer eigenen bevölkerung schaffen und um es zu erreichen würden sie an die mitwissenden banken und Wirtschaft ihre Seele fürs vorübergehedes "Maulhalten" verschenken, so mit Merkels " unbegrenzten banken-Rekapitalisierung" jetzt!

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