IT/Telekommunikation: Bitkom-Präsident Scheer fordert staatliche Hilfen

IT/Telekommunikation: Bitkom-Präsident Scheer fordert staatliche Hilfen

von Jürgen Berke

Der scheidende Präsident des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom), August-Wilhelm-Scheer, fordert staatliche Hilfen für die Kommunikations- und Informationsindustrie.

„Deutschland braucht einen Masterplan“, sagte Scheer im Interview mit der WirtschaftsWoche. „Verkehr, Energie, Gesundheitssektor, Bildungswesen, Verwaltung – wir stehen vor enormen, regelrecht epochalen Herausforderungen. Der mittelfristige Investitionsbedarf für die intelligente Vernetzung dieser Bereiche liegt bei 130 Milliarden Euro. Das lässt sich nur gemeinsam stemmen, von Wirtschaft und Staat.“

Scheer fürchtet mit Blick auf Südostasien, dass Deutschland ansonsten auf dem globalen Markt den Anschluss verliert. „Die Erfolge von Südkorea sind das Ergebnis einer langfristig angelegten industriepolitischen Strategie. Südkorea hat gezielt seine besten Wissenschaftler aus den Forschungsparks der amerikanischen IT-Hochburg Silicon Valley zurückgeholt und mit viel Geld eine neue Glasfaserinfrastruktur im ganzen Land gebaut, um die führenden Industrienationen im IT-Sektor zu überholen. Das hat geklappt.“

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In Deutschland pumpe der Staat zwar viel Geld in die Forschung, doch entwickelten sich daraus keine international herausragenden Unternehmen, kritisiert Scheer. „Wir müssen schneller werden und es muss uns gelingen, eine zweite und dritte SAP hervorzubringen, gerne auch das nächste Google.“

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