Internet-Pionier : Online-Werbung beschert AOL Umsatzplus

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Internet-Pionier : Online-Werbung beschert AOL Umsatzplus

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Anzeigen auf Internetseiten werden für AOL immer wichtiger, da die Einnahmen aus dem reinen Internetzugang schrumpfen. Um das Mediengeschäft zu stärken, übernahm der Internet-Pionier 2010 die US-Onlinezeitung "Huffington Post" für 315 Millionen Dollar.

AOL scheint den Niedergang abgewendet zu haben. Obwohl das Unternehmen mit seinem Zugangsgeschäft weiter Kunden verliert, erzielt es im ersten Quartal ein deutliches Gewinnplus – besonders wegen seines Kurswechsels.

AOL ist weiter im Aufwind: Werbeanzeigen haben dem Internet-Urgestein im ersten Quartal die Kasse gefüllt. Dagegen verliert das einst so wichtige Internet-Zugangsgeschäft weiter Kunden. Insgesamt schaffte AOL ein Umsatzplus von zwei Prozent auf 538 Millionen Dollar. Der Gewinn verbesserte sich auch durch Einsparungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23 Prozent auf 25,9 Millionen Dollar (20 Millionen Euro).

Das Ergebnis lag damit etwas unter den Erwartungen von Analysten. Auch der Umsatz fiel mit 538 Millionen Dollar geringer aus als von Branchenexperten vorausgesagt. Der Werbeumsatz legte dabei im ersten Quartal um acht Prozent zu. „Das Wachstum bei AOL dauert an“, sagte Firmenchef Tim Armstrong dazu in New York. Erst gegen Ende vergangenen Jahres war dem Unternehmen nach einer langen Durststrecke die Wende geglückt. Statt wie früher auf Internetzugänge setzt AOL nun auf Medieninhalte und finanziert sich über Werbung. Armstrong kaufte dazu für 315 Millionen Dollar die US-Onlinezeitung „Huffington Post“, die im Spätsommer einen deutschen Ableger bekommen wird. Überdies gehören die großen Technologieblogs „Engadget“ und „TechCrunch“ zu AOL.

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AOL war zu Zeiten des Dotcom-Booms mit dem Medienkonzern Time Warner fusioniert, doch die wenig glückliche Ehe wurde 2009 geschieden. AOL hatte danach lange Probleme, Fuß zu fassen. Mittlerweile locken die neuen Inhalte jede Menge Besucher an, was AOL wiederum für Werbetreibende attraktiv macht. Auch das zweite große Internet-Urgestein Yahoo, das von Marissa Mayer geführt wird, setzt stark auf Inhalte, um bei Online-Werbung mit Google und Facebook konkurrieren zu können.

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