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Unternehmenssoftware: SAPs Triebwerk der Zukunft

von Thomas Kuhn

Kürzlich hat der Softwareriese SAP die jüngste Version seiner Unternehmenssoftware Business Suite vorgestellt. Auf den ersten Blick bringt sie kaum Änderungen. Dabei wird ihre Architektur die Softwarewelt verändern.

Auf einer internationalen Medienkonferenz stellte SAP die jüngste Version ihrer Unternehmenssoftware "Business Suite" vor. Sie wird, trotz unscheinbarer Änderungen, die gesamte Softwarewelt revolutionieren. Quelle: dpa
Auf einer internationalen Medienkonferenz stellte SAP die jüngste Version ihrer Unternehmenssoftware "Business Suite" vor. Sie wird, trotz unscheinbarer Änderungen, die gesamte Softwarewelt revolutionieren. Quelle: dpa

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Was der größte deutsche Softwarekonzern da in einer weltweit koordinierten Medienkonferenz mit Liveübertragungen aus Frankfurt, New York und dem kalifornischen Palo Alto vollzogen hat, klang im ersten Moment fast provokant unspektakulär. Schließlich fuhr SAP zwar mit Unternehmensgründer Hasso Plattner, Co-Vorstandschef Jim Hagemann Snabe und Technikvorstand Vishal Sikka die allererste Garde des Konzerns auf. Doch dann erläuterten die Manager wortreich, die jüngste Version ihrer Unternehmenssoftware "Business Suite" sei im Grunde nur eine Aktualisierung für die bei den rund 40.000 BS-Kunden schon vorhandenen Anwendungen. Mehr noch: Das sogenannte "Enhancement-Pack" gebe es für Bestandskunden sogar gratis.

Viel Tam-Tam also für nichts? Mitnichten, denn die Innovation, die SAP nun angestoßen hat, mag aktuell kaum sichtbare Veränderungen bringen. Sie ist dennoch so revolutionär, dass sie die Softwareindustrie im kommenden Jahrzehnt verändern wird. Denn SAP vollzieht unter der Oberfläche einen radikalen technologischen Umbau, wie ihn in dem Maßstab bisher kein Konkurrent gewagt (möglicherweise auch geschafft) hat – an dem aber in den nächsten Jahren kein Softwarehaus von Weltrang mehr vorbei kommt.

Über die Vermögenssteuerpläne der SPD

„Dann kommen wir zu den Sozialdemokraten. Die wollen nur 0,5 Prozent pro Jahr – das bedeutet, wenn man es durchrechnet: Obwohl ich sehr reich bin und ein hohen Anteil an SAP besitze, die Zahlen sind ja öffentlich, würde ich ein negatives Einkommen haben. Das heißt: Ich verdiene ein paar Millionen, bezahle aber Steuern, die höher als diese Einkünfte sind. Sie als Amerikaner müssen verstehen, dass Warren Buffet nur 15 Prozent Steuern bezahlt, dass Mitt Romney nur 14,irgendwas Prozent bezahlt. Aber Sie können nicht verstehen, was die Deutschen da vorhaben.“

Bild: dpa

Denn die Technik wird nicht nur die Geschwindigkeit dramatisch erhöhen, mit der (Business-)Software ihre Aufgaben erledigt. Sie ermöglicht es vor allem, um Zehnerpotenzen größere Datenmengen in einem Bruchteil der bisher erforderlichen Zeit zu verarbeiten. Paart man beide Effekte, lassen sich Anwendungen realisieren, die bisher gar nicht oder nicht zu vertretbaren Kosten denkbar waren: Beispielsweise komplexeste Prognosen der Konjunktur- oder Klimaentwicklung, aber auch medizinische Analysen bis hin zur personalisierten Medizin oder gar die Simulation menschlichen Denkens.

Möglich wird all das erst durch einen Bruch mit etablierten Konzepten der Datenverarbeitung, wie ihn SAP nun als erster führender Softwarehersteller auf breiter Front in seinen Produkten ermöglicht.

Was auch immer Unternehmen oder Privatleute mit Ihren Computern anstellen, stets geht es in irgendeiner Form darum, Informationen aufzurufen, zu modifizieren und wieder zu speichern - ob wir nun eine Urlaubsreise im Netz buchen, den Warenbestand eines Unternehmens managen, Rechnungen verbuchen - oder ein Magazin wie die WirtschaftsWoche produzieren.

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