Aktie schießt nach oben: Netflix wächst weiter rasant

Aktie schießt nach oben: Netflix wächst weiter rasant

Mit Serienhits wie „House of Cards“ hat sich der Videodienst zu einer rasant wachsenden internationalen Marke entwickelt. Die Expansion geht zwar ins Geld, doch Aktionäre lassen sich den Spaß dadurch nicht verderben.

Der Online-Videodienst Netlix bleibt dank Serienerfolgen wie „Orange Is the New Black“ auf der Überholspur. Im zweiten Quartal verbuchte die Firma deutlich höheres Nutzerwachstum als erwartet, wie der am Mittwoch (Ortszeit) veröffentlichte Finanzbericht zeigt. Dass steigende Kosten und der starke Dollar am Gewinn zehren, machte Anlegern nichts aus - die Netflix-Aktie schoss nachbörslich zunächst um fast zehn Prozent in die Höhe.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Netflix-Start

  • Was kostet Netflix?

    Die Preise des Dienstes sind gestaffelt. Wer die Filme und Serien in HD sehen will oder mehrere Zugänge für die ganze Familie braucht, zahlt mehr.

    Einstiegspreis: 7,99 Euro pro Monat (Standard Auflösung / ein Gerät)

    HD-Paket: 8,99 pro Monat (Höhere Auflösung / zwei Geräte zeitgleich)

    Familien-Paket: 11,99 (Höchste Auflösung (4K-Ultra-HD / vier Geräte zeitgleich)

  • Welche Geräte unterstützt Netflix?

    Das Netflix-Angebot ist auf mehreren Wegen abrufbar:

    Im Browser über www.netflix.com/de

    Über die Netflix-App für iOS und Android

    Über Spielekonsolen die PlayStation 3 und 4, die Xbox 360 und One und die Wii,

    Über Set-Top-Boxen  wie Apple TV und das Fire TV von Amazon sowie Googles Chromecast

    Über verschiedene Blue-Ray-Spieler und Smart-Tvs (vorrangig Geräte von Samsung und Sony)

  • Welche besonderen Serien bekomme ich?

    Nach ersten Berichten fällt das Angebot von Netflix in Deutschland bislang offenbar deutlich geringer aus, als in de USA. Bekannte Filme und Serien wie Breaking Bad, Sherlock, The Walking Dead oder Big Bang Theory sind aber dabei.
    Exklusiv gibt es offenbar Serien wie Fargo und From Dusk till Dawn.  Der von vielen sehnlichst erwartete Breaking-Bad-Ableger Better Call Saul soll parallel zum US-Serienstart im Februar 2015 starten.

    Wichtig für viele Film- und Serienfans: Alle englischsprachigen Produktionen gibt es synchronisiert und mit Originalton zu sehen – auf Wunsch mit deutschen Untertiteln.

  • Wie sieht es mit Eigenproduktionen von Netflix aus?

    In der Vergangenheit hat Netflix die Auslandsrechte an seinen eigenen Serien häufig verkauft. Das führt zu merkwürdigen Situationen: Das hochgelobte House of Cards war bereits vor dem Netflix-Start in Deutschland zu sehen. Und: Der Streamingdienst hat jetzt zwar die ersten beiden Staffeln im Angebot. Die dritte Staffel wird aber wohl bei Sky laufen. Auch Lillyhammer und Arrested Development sind derzeit nicht über Netflix abrufbar.

    In Zukunft wird Netflix aber vermutlich keine derartigen Deals mit der Konkurrenz mehr eingehen.  Die bereits angekündigten Eigenproduktionen Marco Polo und Sense8 werden wohl erstmal nur für Netflix-Kunden zu sehen sein.

Im zweiten Quartal steigerte das Unternehmen die Abonnentenzahl insgesamt um 3,3 Millionen und legte damit fast doppelt so stark zu wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Weltweit hat Netflix jetzt 65,6 Millionen Nutzer. Vor allem international expandiert die Firma aus dem kalifornischen Los Gatos, die bis Ende 2016 in 200 Ländern verfügbar sein will, in rasantem Tempo. 2,4 Millionen Mitglieder kamen zuletzt im Ausland dazu.

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Wissenswertes über Netflix

  • Alternative zu Videotheken

    Die Netflix-Gründer Reed Hastings und Marc Randolph wollte eine Alternative zu den Videotheken aufbauen. 1997 fingen sie an, DVDs online zu verleihen – ohne Säumnisgebühren, die viele Nutzer nervten. Später führte das Unternehmen eine Flatrate ein.

  • Online-Dienst als zweites Standbein

    2007 führte das Unternehmen einen Online-Dienst ein, Nutzer konnten die Filme auch übers Internet streamen. Für dieses Nebenprodukt verlangt Netflix seit 2011 auch Geld – erst empörten sich die Nutzer darüber, dann arrangierten sie sich damit.

  • Den Vorlieben der Nutzer auf der Spur

    Netflix hat einen Algorithmus entwickelt, um die Vorlieben der Nutzer genau erfassen und passende Genres vorschlagen zu können. Das Unternehmen wertet zudem aus, welche Serien und Filme besonders häufig illegal heruntergeladen werden.

  • Einladung zum „Binge Watching“

    Der Online-Dienst bietet alle Folgen einer Serie auf einen Schlag an – wer will, kann beispielsweise ein ganzes Wochenende mit der neuen Staffel von „House of Cards“ verbringen. Experten sprechen vom „Binge Watching“, also einer Art „Koma-Gucken“.

  • Schlagzeilen mit Eigenproduktionen

    Netflix bietet größtenteils bereits ausgestrahlte Filme und Serien an, bemüht sich aber verstärkt um Eigenproduktionen. Die bekannteste ist wohl die hochgelobte Politserie „House of Cards“ mit Schauspieler Kevin Spacey. Auch Anbieter wie Amazon gehen inzwischen diesen Weg.

Netflix-Chef Reed Hastings nimmt bereits die nächsten Ziele ins Visier: „Im Herbst werden wir mit dem Start in Japan unseren ersten Streifzug nach Asien machen und die Weichen stellen, um unseren Service rund um den Globus anzubieten.“ Im Frühjahr hatte das seit September 2014 in Deutschland vertretene Unternehmen Premiere in Neuseeland und Australien gefeiert. Auch in China sondiert Netflix bereits seine Optionen.

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Die Finanzergebnisse sind allerdings nicht ganz so beeindruckend wie das starke Nutzerwachstum. Der Umsatz kletterte zwar um 23 Prozent zum Vorjahr auf 1,64 Milliarden Dollar (1,50 Mrd Euro). Der Gewinn schrumpfte aber um 63 Prozent auf 26 Millionen Dollar zusammen. Der starke Dollar, der die Auslandseinnahmen bei Umrechnung in US-Währung drückt, belastete die Bilanz. Außerdem schlugen die hohen Expansionskosten negativ zu Buche.

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