Allianz für Risikokapital: Eine neuer Geldgeber für Start-ups

Allianz für Risikokapital: Eine neuer Geldgeber für Start-ups

, aktualisiert 26. April 2016, 15:55 Uhr
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Die Brüder Ferry (links) und Fabian Heilemann sind nach der erfolgreichen Gründung von Daily Deal auch als Investoren aktiv.

von Miriam SchröderQuelle:Handelsblatt Online

Eine neue Allianz will die Start-up-Szene umkrempeln: Der Risikokapitalgeber Early Bird verbündet sich mit den Heilemann-Brüder, die Gründer nicht nur mit Geld sondern auch mit ihrer Expertise unterstützen wollen.

BerlinDarauf hat die Szene lange gewartet: Der Risikokapitalgeber Earlybird legt einen neuen Fonds für Tech-Start-ups aus Westeuropa auf. Er soll ein Volumen von 150 Millionen Euro haben – und eine Besonderheit. Early Bird investiert nämlich nicht länger allein, sondern holt sich die unternehmerische Expertise von Heilemann Ventures mit an Bord.

Die Brüder Fabian und Ferry Heilemann haben einst Daily Deal gegründet und die Firma an Google verkauft. Seit 2011 investieren sie selbst in Start-ups – und unterstützen junge Gründer auch aktiv im operativen Geschäft, etwas, das klassische Kapitalgeber wie Earlybird eher nicht tun.  

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Lange Zeit hat man in Europa geglaubt, was den Start-ups hierzulande fehle, sei ausschließlich das Geld. Tatsächlich sind die Summen, die in deutsche Firmen fließen, gering im Vergleich zu den Investments, die in den USA getätigt werden. Erfolgreiche US-Fonds wie Andreessen Horowitz zeichnet neben ihrer Kapitalstärke aber auch die Tatsache aus, dass hier ehemalige Unternehmer am Werk sind, die den Portfolio-Firmen auch mit ihrer Erfahrung und ihrem Netzwerk zur Seite stehen.

„Wenn europäische Start-ups mit amerikanischen Firmen konkurrieren wollen, ist Schnelligkeit der wichtigste Faktor“, sagt Christian Nagel, Partner und Mitgründer von Earlybird. Um schnell wachsen zu können, bräuchten die Start-ups aber nicht nur Kapital, sondern auch unternehmerischen Support. Nagels eigene Gründungserfahrung liegt schon eine Weile zurück. Earlybird existiert seit 1997 und hat seitdem insgesamt in 111 Unternehmen investiert. Sechs davon gingen an die Börse, 16 wurden anderweitig verkauft. Mit einem verwalteten Kapital von über 700 Millionen Euro ist Earlybird einer der größten Wagniskapitalgeber Europas.

Heilemann Ventures ist deutlich kleiner. Die Unternehmer-Brüder haben seit 2011 in 26 Unternehmen investiert und bisher 6 davon verkauft. Von der Partnerschaft mit Earlybird erhoffen sie sich vor allem den Zugang zu institutionellen Kapitalgebern. „Wir haben bisher nur Angel- und Seed-Stage-Investments im sechsstelligen Bereich getätigt“, sagt Fabian Heilemann. Künftig wolle man die schnell wachsenden Start-ups auch bei größeren Finanzierungsrunden begleiten. 

Der neue Fonds, genannt Digital-West-Fonds, soll von der sogenannten Seed-Runde, in der in der Regel ein paar hunderttausend Euro investiert werden, bis zur A-Runde mitgehen, wo es um Millionenbeträge geht. Die absolute Höchstsumme für ein Investment wird 15 Millionen Euro betragen.

Noch ist das Fundraising nicht abgeschlossen. Eine erste Runde, hauptsächlich mit privaten Investoren und Family Offices, sei bereits geclosed, sagte Nagel. Wie viel Geld schon zusammengekommen ist, verriet er nicht. Es gibt aber schon erste gemeinsame Investments: Das Umzugs-Start-up Movinga etwa, oder die Office-Supply-Plattform Service Partner One. 

Quelle:  Handelsblatt Online
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