Amazon-Chef : Jeff Bezos ist jetzt der reichste Mensch der Welt

Amazon-Chef : Jeff Bezos ist jetzt der reichste Mensch der Welt

, aktualisiert 27. Juli 2017, 17:02 Uhr
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Jeff Bezos ist nun der reichste Mann der Welt.

Lange Jahre führte Bill Gates das Ranking der reichsten Menschen der Welt an. Nun löst ihn Amazon-Gründer Jeff Bezos ab. Der Grund liegt im rasanten Kursgewinn der Amazon-Aktie.

Jeff Bezos ist nun der reichste Mann der Welt. Damit löst der Amazon-Gründer den langjährigen Spitzenreiter, Microsoft-Gründer Bill Gates, ab.

Nach Berechnungen des amerikanischen "Forbes"-Magazin besitzt Bezos nach dem Anstieg der Amazon-Aktie am Mittwochmorgen ein Vermögen von 90,6 Milliarden US-Dollar. Gates muss sich mit 500 Millionen Dollar weniger zufrieden geben. Die Nachrichtenagentur Bloomberg platziert Bezos ebenfalls vor dem Microsoft-Gründer. Sie beziffert Bezos' Vermögen auf 90,9 Milliarden Dollar, während Gates ihren Berechnungen zufolge 90,7 Milliarden Dollar besitzt.

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Während Gates schon seit 1982 im Forbes-Ranking vertreten ist, schaffte es Bezos es erst 1998, ein Jahr nach dem Börsengang seines Unternehmens, in die Liste. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Amazon-Gründer noch ein Vermögen von 1,6 Milliarden Dollar. Dass Bezos den Microsoft-Gründer überholen konnte macht Forbes auch an Gates großer Spendenbereitschaft fest. Der Unternehmer hat bis Ende 2016 insgesamt knapp 33 Milliarden Dollar gespendet.

Die Lebensgeschichte von Amazon-Gründer Jeff Bezos

  • Die Biografie

    Jeff Bezos ist eine der spektakulärsten Manager-Persönlichkeiten der Welt. Die Lebensgeschichte des Amazon-Gründers bietet eine unglaubliche Vielfalt und zahlreiche interessante Erzählungen. Der Top-Journalist und Bestsellerautor Richard L. Brand hat die Biografie in seinem Buch „Mr. Amazon“ (Ambition Verlag) aufgeschrieben. Darin finden sich auch bemerkenswerte Geschichten über die Person Jeff Bezos.

  • Die Rinderfarm

    Ironischerweise ist eine der wichtigsten Internet-Ikonen auf einem Bauernhof aufgewachsen – um genau zu sein auf einer Rinderfarm in Cotulla, Texas. Dort half der kleine Jeff schon als Vierjähriger tatkräftig mit, auch beim Ställe ausmisten.

  • Die perfekte Kindheit

    Jahre später urteilte Jeff Bezos, dass seine Erfahrungen auf der Ranch zu seiner erfolgreichen Unternehmerkarriere maßgeblich beigetragen hätten. Das Reparieren von Traktoren und das Kastrieren von Rindern entsprach seiner Vorstellung von einer „idyllischen Kindheit“. Seine Mutter stand ihm stets bei. Jeff habe dort gelernt, dass es keine Probleme ohne Lösungen gebe.

  • Dem leiblichen Vater nie begegnet

    Bezos hat seinen Vater nie kennengelernt. Der Teenager verließ die junge Mutter, als Jeff anderthalb war. Er existierte im Leben des Jungen gar nicht.

  • Der „richtige“ Vater

    Der Nachname Bezos stammt laut Jeffs eigener Aussage vom „richtigem“ Vater. Und den hätte es ohne Fidel Castro wohl nie gegeben. Denn als er 1959 an die Macht kam, schickten viele kubanische Eltern ihre Kinder in die Staaten. So auch Miguel Bezos (vom spanischen besos: „Küsse“). Miguel setzte sich mit großer Ausdauer durch, machte einen Uni-Abschluss und wurde Erdölingenieur.

  • Die Sturheit

    Jeff Bezos war ein unglaublich stures Kind. Mit drei Jahren quängelte er so lange herum, bis er das Gitterbett endlich verlassen durfte - ungeachtet der Sicherheitsbedenken seiner Mutter. Trotz seiner außergewöhnlichen Konzentrationsfähigkeit wurde Jeff so auch zum Schrecken seiner Lehrer. Sie mussten ihm mal mitsamt Stuhl und Tisch im Klassenraum umsetzen.

  • Frühes Interesse an Technik

    Seine Mutter und vor allem der Großvater erweckten und förderten Jeffs großes Interesse an Technik und Basteln. Sie schenkten ihm entsprechendes Spielzeug und Baukästen. Dennoch war sein erster Karrierewunsch (mit sechs Jahren), Archäologe zu werden.

  • Hochbegabt

    Als die Familie nach Houston umzog, war Jeff im späten Kindergartenalter. Die Eltern schrieben ihn für Fördermaßnahmen für hochbegabte Kinder ein. Dafür musste er zwar 20 Meilen hin und zurück fahren, aber es lohnte sich.

  • Der Bücherwurm

    Dass Amazon mit dem Verkauf von Büchern groß wurde, ist weit mehr als ein Zufall. Jeff Bezos ist seit der Kindheit ein Büchernarr. Er nahm mit Feuereifer an Literatur-Schülerwettbewerben teil und las mit seinen ebenfalls lesebegeisterten Mitschülern um die Wette.

  • Einsamer Nerd

    Bezos war wie viele Nerds des 20. Jahrhunderts eher ein Einzelgänger, der viel las und viel Zeit vor dem Computer verbrachte. Seine Lehrer notierten damals, dass er „nicht besonders führungsbegabt“ sei. Auch rein körperlich wirkte er wie ein Nerd: Jeff brachte nicht einmal das Mindestgewicht für die Football-Mannschaft auf die Waage.

  • Erster Job bei McDonalds

    Als seine Eltern erneut umzogen – diesmal nach Florida – war Jeff 13 Jahre alt. Hier übernahm er seinen ersten Sommerjob. Und das ausgerechnet bei McDonalds. Doch der Teenager gab sich mit dem Burgerwenden nicht zufrieden und entwickelte Verbesserungsvorschläge, mit denen die Abläufe in dem Laden tatsächlich verbessert wurden.

  • Uschi - die erste Freundin

    In seinem ersten Jahr auf der Junior-Highschool lernte Jeff seine langjährige Freundin Ursula „Uschi“ Werner kennen. Sie träumten von einer gemeinsamen Firma und schufen diese tatsächlich auch in frühen Teenagerjahren. Werbeflyer begeisterten junge Schüler für einen sehr besonderen Nachhilfeunterricht. Die Beziehung endete wie so viele andere Highschool-Liebschaften in der Collegezeit.

  • Der Weltraum als Lebenstraum

    Auf dem College setzte Bezos nebenbei seinen Kindheitstraum – übrigens inspiriert vom Großvater – in die Tat um. Seinen Abschluss machte er in Elektrotechnik und Informatik und auch die ersten Berufsschritte unternahm Bezos in anderen Bereichen – allen voran bei IBM. Aber seinen Traum, der heute in Blue Origin mündet, den hatte er, seitdem er fünf Jahre alt war.

Amazon, das Bezos 1994 in Seattle gegründet hatte, ist längst der größte Online-Händler der Welt - und gibt sich damit nicht zufrieden. Zusätzlich betreibt das Unternehmen unter anderem einen Streaming-Dienst für Filme und Musik.

Durch Zukäufe und neue Produkte drängt Amazon seit Jahren in immer neue Geschäftsfelder vor. Selbst Apotheker und Autohändler müssen mittlerweile Angst vor dem Konzern und seinem scheinbar nimmersatten Chef haben.

In Deutschland beginnt der Konzern mit dem Lebensmittel-Dienst "Amazon Fresh" dem Einzelhandel Konkurrenz zu machen.

PremiumTechgigant im Angriffsmodus Macht Amazon den deutschen Handel platt?

Amazon bläst mit einer Doppelstrategie zum Angriff auf den Handel in Deutschland. Chef Jeff Bezos prescht ins stationäre Geschäft vor und baut seine Marktmacht im Netz aus. Die Konkurrenz staunt – und wehrt sich.

Alarm im Einzelhandel: Die Offensive des Internetgiganten Amazon stellt deutsche Händler vor die Existenzfrage. Quelle: Illustration: Miriam Migliazzi & Mart Klein
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