Analog Devices kauft Linear : Die Fusionswelle in der Chipbranche rollt weiter

Analog Devices kauft Linear : Die Fusionswelle in der Chipbranche rollt weiter

, aktualisiert 27. Juli 2016, 14:41 Uhr
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Die Konsolidierung läuft in der Branche auf vollen Touren.

Quelle:Handelsblatt Online

In der Chipbranche jagt ein Firmenkauf den nächsten: Der US-Konzern Analog Devices will den Konkurrenten Linear für knapp 15 Milliarden Dollar übernehmen. Das dürfte noch nicht das Ende der Konsolidierung sein.

San Francisco/MünchenDas Fusionsfieber in der Chipbranche hält an. Der US-Konzern Analog Devices kündigte am Dienstag den Kauf des heimischen Konkurrenten Linear Technology für knapp 15 Milliarden Dollar an. Das Unternehmen wolle so sein Geschäft mit Halbleitern ausbauen, die analoge in digitale Signale umwandeln. Die Technik wird vorwiegend für Sensoren genutzt, die etwa Temperatur, Lichtstärke oder Feuchtigkeit messen. Diese Chips werden in Smartphones eingesetzt, immer stärker in Autos verbaut und sind zentral für Zukunftstechnologien wie das Internet der Dinge und das autonome Fahren.

Analog-Chef Vincent Roche sagte die anhaltende Konsolidierung der Branche voraus. „Im Halbleitergeschäft ist Wachstum seit einigen Jahren nur noch schwer zu erreichen. Jene Unternehmen mit finanziellen Möglichkeiten nutzen sie“, erklärte er. Beim Kauf von Linear gehe es aber um mehr. Die Transaktion schaffe „eine branchenweit führende Innovationsmaschine.“

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Linear gilt schon seit längerem wegen seiner lukrativen Geschäfte als attraktiver Übernahmekandidat. Die Firma erwirtschaftet hohe Margen, ihre Ingenieure werden wegen ihres Einfallsreichtums geschätzt. Analog Devices ist der Deal ein Aufschlag von 24 Prozent auf den Linear-Schlusskurs von Montag wert.

Seit rund zwei Jahren rollt eine Übernahmewelle durch die Branche. Hintergrund ist neben einem erbitterten Preiskampf, dass es für die Unternehmen immer schwieriger wird, noch mehr Rechenleistung auf einen Chip zu packen und dass damit die Kosten für Entwicklung und Produktion kräftig steigen. Deshalb wird versucht, die Ausgaben zu senken und von Skaleneffekten zu profitieren – vorzugsweise durch Zukäufe und Fusionen.

Nach langem Stillstand jagt nun ein Firmenkauf den nächsten. So kaufte erst kürzlich der deutsche Infineon-Konzern für etwa 765 Millionen Euro den US-Spezialisten Wolfspeed. Der japanische Telekomkonzern Softbank lässt sich den erfolgreichen britischen Chipentwickler ARM sogar umgerechnet 29 Milliarden Euro Kosten.

Quelle:  Handelsblatt Online
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