Angeblicher Milliarden-Deal: Samsung und Blackberry dementieren Übernahmegespräche

Angeblicher Milliarden-Deal: Samsung und Blackberry dementieren Übernahmegespräche

Gerüchte über die geplante Übernahme von Blackberry durch Samsung sorgen für Wirbel. Bis zu 7,5 Milliarden Dollar soll der südkoreanische Konzern für die Übernahme geboten haben. Doch die Firmen streiten Gespräche ab.

In der Smartphone-Branche brodelt in der Gerüchteküche. Samsung will den schwächelnden Konkurrenten Blackberry übernehmen, meldete die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch unter Berufung auf interne Dokumente. Dazu wolle der südkoreanische Konzernriese 13,35 bis 15,49 Dollar je Blackberry-Aktie bieten, hieß es weiter. Insgesamt hätte die Offerte damit bis bis zu 7,5 Milliarden gelegen.

Rasch versicherte Blackberry und Samsung jedoch, es gebe keine Verkaufsgespräche - und würgte damit kräftige Kursgewinne der Aktie ab: Der Kurs stieg am Mittwoch angesichts der Erwartungen zunächst um rund 30 Prozent, nach dem Dementi fiel er im nachbörslichen Handel um fast 15 Prozent.

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Nomen est Omen: Das Blackberry "Classic". Quelle: REUTERS

Samsung und Blackberry haben Probleme

Dass die Gerüchte um das Übernahmeangebot für Wirbel sorgen, ist nicht verwunderlich. Die beiden Unternehmen hatten vor einigen Monaten eine Partnerschaft bei Sicherheitsangeboten vereinbart.

Auf den ersten Blick scheint der Deal durchaus sinnvoll. Seine einstige Vorreiterrolle im Smartphone-Geschäft hat Blackberry längst verloren. Apples iPhone und Geräte mit dem Google-System Android haben ihm den Rang abgelaufen. Zuletzt schrieb Blackberry zwar wieder schwarze Zahlen und positionierte sich mit neuen Modellen am Markt. Die Glanzzeiten aber sind vorbei.

Doch auch Samsung hat Probleme. Noch dominiert der koreanische Riese den weltweiten Smartphonemarkt un verkauft mehr als doppelt so viele Geräte wie Apple. Insbesondere asiatische Konkurrenten wie Huawei und Xiaomi gewinnen derzeit aber auf dem Massenmarkt massiv Marktanteile hinzu.

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Das zeigen die jüngsten Zahlen des Marktforschungsinstitut Gartner: Verkaufte Samsung im dritten Quartal 2013 noch 80,3 Millionen Smartphones, waren es im gleichen Zeitraum 2014 nur noch 73,2 Millionen - ein Rückgang um 10,5 Prozent. Der Marktanteil sank von 32,1 Prozent auf 24,4 Prozent.
Durch den Kauf von Blackberry käme Samsung auch in den Besitz wertvoller Technologien – und könnte sich so stärker auf dem Markt für Geschäftskunden positionieren. So gilt etwa der Mail-Verkehr via Blackberry als besonders sicher und ist deshalb bei Unternehmen beliebt.

Erst vor kurzem kaufte Blackberry zudem die deutsche IT-Sicherheitsfirma Secusmart. Das Düsseldorfer Unternehmen rüstet den Bund mit Hochsicherheitstechnik für die Kommunikation aus und hat unter anderem auch das "Kanzlerinnen-Handy" mitentwickelt.

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