Angeschlagener Smartphonehersteller: Börsenabschied von Blackberry braucht Zeit

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Angeschlagener Smartphonehersteller: Börsenabschied von Blackberry braucht Zeit

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Thorsten Heins, Leiter des kanadischen Unternehmens BlackBerry. Ob BlackBerry wirklich den Börsenausstieg wagt und schafft bleibt abzuwarten.

von Michael Kroker

Angeblich plant der angeschlagene kanadische Smartphone-Pionier den Rückzug von der Börse. Das Vorbild Dell zeigt die organisatorischen Probleme – und allzu viel Zeit verbleibt Blackberry für den Turnaround nicht mehr.

Das hochdynamische und wettbewerbsintensive Geschäft mit Smartphones und Tablets fordert offenbar sein nächstes Opfer: Wie die Nachrichtenagentur Reuters in der Nacht von Donnerstag auf Freitag gemeldet hat, erwägt der kanadische Handyhersteller Blackberry einen Rückzug von der Börse.

Zwar sei noch keine endgültige Entscheidung über ein derartiges „Going Private“ gefallen. Doch dem Vernehmen nach wollen sich Vorstandschef Thorsten Heins und der Blackberry-Verwaltungsrat durch einen solchen Schritt neue Luft für die Sanierung des angeschlagenen Smartphone-Pioniers verschaffen.

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Ein Abschied von der Börse käme jedenfalls nicht völlig überraschend. So ist Blackberry in den vergangenen Jahren im Wettbewerb mit den dominierenden Smartphone-Herstellern Apple und Samsung immer weiter zurückgefallen. Parallel sank der Börsenwert der Kanadier von 84 Milliarden Dollar im Jahr 2008 auf zuletzt noch gut 4,8 Milliarden Dollar.

Mehr noch: Zuletzt ist Blackberry sogar hinter den ebenfalls angeschlagenen finnischen Handy-Hersteller Nokia zurückgefallen. Der einstige Weltmarktführer arbeitet ebenfalls an einem Turnaround und scheint dabei zuletzt weiter vorangekommen zu sein als die Kanadier.

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Quelle: dapd

So hat Nokia zwischen April und Juni dieses Jahres 7,4 Millionen Lumia-Smartphones verkauft, während es bei Blackberry im gleichen Zeitraum nur 6,8 Millionen Geräte waren – damit rangieren die Kanadier erstmals hinter den Finnen.

Mehr noch: Laut einer in dieser Woche veröffentlichten Studie ist der weltweite Marktanteil von Blackberry im Smartphone-Geschäft von gut fünf Prozent vor einem Jahr auf nur noch 2,9 Prozent im zweiten Quartal 2013 eingebrochen. Zugleich hat sich das von Microsoft vorangetriebene und vor allem von Nokia verwendete Betriebssystem Windows Phone von 3,1 auf 3,7 Prozent verbessert und rangiert erstmals auf Platz drei der mobilen Ökosysteme hinter Googles Android und iOS von Apple.

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