Apple-Chef: Tim Cook bekommt 99 Prozent weniger Gehalt

28. Dezember 2012
Apple tim cook Quelle: REUTERSBild vergrößern
Im Vergleich zum Vorjahr scheint das Gehalt von Tim Cook um 99 Prozent abgesunken zu sein - das ganze ist jedoch ein Rechenspiel. Quelle: REUTERS

Ein Antrittsgeschenk kann es nur einmal geben: Zwar bekam Apple-Chef Cook eine Gehaltserhöhung und kam auf 4,2 Millionen Dollar - im Vorjahr gab es noch ein Aktiengeschenk von über 375 Millionen Dollar.

Das erfolgreichste Jahr der Firmengeschichte hat sich für Apple-Chef Tim Cook bezahlt gemacht: Er kam im vergangenen Jahr auf ein Einkommen von rund 4,17 Millionen Dollar. Das geht aus einer Apple-Pflichtmitteilung von Donnerstag hervor. Cook erhielt demnach ein Jahresgehalt von rund 1,36 Millionen Dollar sowie eine Prämie von etwa 2,8 Millionen Dollar.

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Im vergangenen Jahr hatte der 52-Jährige ein Grundgehalt von gut 900.000 Dollar und weitere 900.000 Dollar als Prämie bekommen. Allerdings hatte Cook zu seinem Amtsantritt auch ein riesiges Aktiengeschenk erhalten, was ihm für 2011 zumindest auf dem Papier ein sagenhaftes Einkommen bescherte - knapp 378 Millionen Dollar zum damaligen Wert. Davon machten 376,2 Millionen Dollar die Option auf eine Million Aktien aus. Cook soll davon jeweils die Hälfte jedoch erst 2016 und 2021 bekommen.

Wer den Markt der Smartphones regiert

  • Apple

    Platz 1: Mit einem Marktanteil von 18,4 Prozent führte Apple im zweiten Quartal des Jahres den Smartphone-Markt an. Insgesamt 20, 34 Millionen Smartphones lieferte der Hersteller in diesem Zeitraum an den weltweiten Handel. Im Vergleich zum ersten Quartal entspricht das einer Steigerung von über neun Prozent. Verglichen mit dem Vorjahr konnte Apple damit sogar eine Steigerung von über 140 Prozent erzielen.

  • Samsung

    Platz 2: Direkt hinter Apple reiht sich der südkoreanische Rivale Samsung mit einem Marktanteil von 17,8 Prozent ein. Insgesamt 19,6 Millionen Smartphones brachten die Koreaner im zweiten Quartal in den weltweiten Handel. Damit hat sich der Hersteller selbst übertroffen: Im Vergleich zum ersten Quartal entspricht das einer Steigerung von fast 56 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr ist das sogar eine 600-prozentige Steigerung.

  • Nokia

    Platz 3: Mit einem Marktanteil von 15,1 Prozent hat es Nokia trotz der Verluste bei den Smartphones im zweiten Quartal noch unter die drei Besten geschafft. 16,7 Millionen Modelle lieferte der Hersteller aus - das sind 31 Prozent weniger als noch im ersten Quartal.

  • RIM

    Platz 4: Ebenfalls Verluste machte RIM im zweiten Quartal des Jahres. Mit 13,2 Millionen ausgelieferten Smartphones erreichte der Hersteller einen Marktanteil von 12 Prozent, musste im Vergleich zum Quartal zuvor aber einen Rückgang von fast 11 Prozent in Kauf nehmen.

  • HTC

    Platz 5: Der Marktanteil der HTC-Smartphones lag im zweiten Quartal bei 10,8 Prozent. Insgesamt fast 12 Millionen Modelle brachte der Hersteller in den Handel und steigerte damit sein Ergebnis aus dem Quartal zuvor um fast 25 Prozent.

  • Motorola

    Platz 6: Motorola-Smartphones erreichten im zweiten Quartal einen Marktanteil von 4 Prozent. 4,4 Millionen Modelle brachte der Hersteller in diesem Zeitraum in den weltweiten Handel und steigerte sein Ergebnis aus dem ersten Quartal damit um mehr als sieben Prozent.

  • Sharp

    Platz 7: Der japanische Elektronikkonzern Sharp hat mit 1,48 Millionen ausgelieferten Smartphones im zweiten Quartal einen Marktanteil von 6,8 Prozent erreicht. Im Vergleich zum ersten Quartal konnte der Konzern sein Ergebnis um 1,3 Prozent steigern.

  • Andere

    Unter ferner liefen: Alle anderen, weniger nennenswerten Hersteller machten im zweiten Quartal mit rund 22,7 Millionen ausgelieferten Smartphones zusammengenommen einen Marktanteil von 20,6 Prozent aus. Im Vergleich zum Quartal zuvor entspricht das einer Steigerung von fast 31 Prozent. Betrachtet man den gesamten Markt, so wurden im zweiten Quartal weltweit über 1,1 Milliarden Smartphones der verschiedenen Hersteller ausgeliefert. Im Vergleich zum ersten Quartal entspricht das einer Steigerung von 7,5 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr ist es sogar eine Steigerung um rund 82 Prozent.

Diesmal gab es für Cook keine weiteren Aktien mehr. Wohl aber für Finanzchef Peter Oppenheimer, der zusätzlich zum Einkommen von 2,4 Millionen Dollar noch Aktienoptionen im aktuellen Wert von 66,2 Millionen Dollar bekam. Auch mit seinem diesjährigen Einkommen liegt Cook gut in der Rangliste der Chefs großer Technologie-Konzerne. So kam Microsoft-Chef Steve Ballmer auf 1,37 Millionen Dollar statt der maximal möglichen 2,055 Millionen, nachdem der Verwaltungsrat den Bonus nicht voll ausgeschöpft hatte. Amazon-Gründer Jeff Bezos bekam im vergangenen Jahr sogar nur ein Chef-Gehalt von knapp 82.000 Dollar.

Apple betonte jedoch, die Barvergütung seines CEO liege "signifikant" unter dem Schnitt in vergleichbaren Konzernen. Eine ähnliche Bezahlung wie Cook bekommt etwa die neue Yahoo -Chefin Marissa Meyer. Zu den absoluten Spitzenverdienern gehört dagegen Oracle-CEO Larry Ellison, der für das Ende Mai abgelaufene Geschäftsjahr insgesamt 96,2 Millionen Dollar kassierte. Laut Forbes-Liste ist Ellison der sechstreichste Mann der Welt.

Cooks Vorgänger auf dem Chefposten, der vor gut einem Jahr verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs, arbeitete seit seiner Rückkehr zum Konzern 1997 für das symbolische Gehalt von einem Dollar. Zu diesem Zeitpunkt hatte ihn der Börsengang seines Animationsstudios Pixar aber auch schon zu einem schwerreichen Mann gemacht.

Apple hatte in dem Ende September beendeten vergangenen Geschäftsjahr den Gewinn um satte 61 Prozent auf 41,73 Milliarden Dollar gesteigert, vor allem das iPhone spülte Milliarden in die Kasse. Seit Cook den Chefposten übernommen hat, ist der Apple-Aktienkurs um 35 Prozent gestiegen.

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Kommentar | 1Alle Kommentare
  • 28.12.2012, 12:13 UhrApfelmus

    What goes Jobs must come Cook. Gilt indirekt auch für Cooks Gehalt, aber dafür kann er halt nix, denn im Zenit des Erfolgs greift die Schwerkraft der Konkurrenz.

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