Apple: iPhone-Absatz legt in Deutschland stark zu

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Apple: iPhone-Absatz legt in Deutschland stark zu

von Matthias Hohensee

Während der iPad-Absatz weiter sinkt, steuert das iPhone über zwei Drittel des Konzernumsatzes bei. Ab Juni soll die Apple Watch in weiteren Ländern verkauft werden.

Apple-Chef Tim Cook jubilierte am Montag bei der Vorlage der neuesten Quartalszahlen über den Marktstart der Apple Watch. “Ich kann nicht zufriedener sein”, so Cook über die erste neue Produktkategorie unter seiner Ägide, die seit Freitag ausgeliefert wird. Doch bis auf Allgemeinplätze gaben sich Cook und Finanzchef Luca Maestri in Sache Apple Watch zugeknöpft. Keine Daten über die Zahl der Bestellungen, auch nicht über die der Auslieferungen, bevorzugte Modelle oder ob das Startvolumen bewusst limitiert wurde.

Nur den Hinweis von Cook, dass die meisten Schätzungen über den Abverkauf von Apple Produkten in der Regel weit danebenliegen. Das Marktforschungsunternehmen Slice Intelligence schätzt, dass allein in den USA bis Ende vergangener Woche rund 1,7 Millionen Apple Uhren bestellt wurden, bislang aber nur rund 20 Prozent davon ausgeliefert.

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Das sind Apples fünf größte Konkurrenten

  • Samsung

    Samsung ist einer von Apples größten Konkurrenten, nicht nur auf dem Gebiet der Datenuhren. Der südkoreanische Konzern ist laut Smartwatch Group zurzeit führend im Segment mit einem Marktanteil von rund 25 Prozent. Samsung brachte bereits 1999 eine intelligente Uhr auf den Markt, war damals aber seiner Zeit voraus. Heute verkauft der Konzern die „Galaxy Gear“-Reihe, von der im vergangenen Jahr gleich fünf neue Modelle an den Start gingen. Etwa 1,2 Millionen Exemplare konnte Samsung davon 2014 absetzen.

    Quelle: Smartwatch Group

  • Lenovo/Motorola

    Motorola-Uhren machten im vergangenen Jahr vor allem durch ihr Design auf sich aufmerksam: Die Ende 2014 erschienene Moto 360 ist eine der ersten Smartwatches, die ein rundes Display hat und auch mit einem Metall-Armband erhältlich ist. Das Gerät läuft mit Android Wear, dem Smartwatch-Betriebssystem von Google. Motorola hatte mit 10 Prozent den zweitgrößten Anteil am Smartwatch-Markt im vergangenen Jahr.

  • LG

    LG setzt sowohl auf Fitness-Armbänder als auch auf Luxus-Modelle: Anfang 2014 kam das Lifeband Touch auf den Markt, das unter anderem die Schrittzahl und verbrannte Kalorien des Trägers anzeigt. Als Antwort auf die Apple Watch soll in diesem Jahr die LG Watch Urbane folgen, die vom Design an herkömmliche Uhren angelehnt ist. Im vergangenen Jahr verkaufte LG 420.000 Smartwatches und hat damit einen Marktanteil von etwa sieben Prozent.

  • Pebble

    Der Erfolg des Herstellers Pebble ist bemerkenswert: 2012 mithilfe von Crowdfunding finanziert, hat sich der Konzern des Kanadiers Eric Migicovsky mit einem Marktanteil von sieben Prozent auf dem Markt etabliert. Für seine neue Uhr „Pebble Time“ sammelt der Konzern zurzeit wieder Spenden auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter ein: Bereits am ersten Tag unterstützen 40.000 Menschen Pebble mit acht Millionen Euro und kriegen das neue Gerät nun als erste Kunden zugestellt. Der Vorteil der Pebble-Uhren: Sie sind leicht zu bedienen und haben eine längere Batterie-Laufzeit als die Modelle der Konkurrenz.

  • Garmin

    Der Schweizer Hersteller Garmin liefert Smartwatches für Freizeitaktivitäten: Seine Zielgruppe sind unter anderem Läufer, Piloten und Golfer, für die Garmin maßgeschneiderte Uhren herstellt. Unter anderem bieten die Smartwatches ein GPS-System, einen Kompass und ein Altimeter. 2014 verkaufte Garmin 400.000 Uhren und hat einen Marktanteil von sieben Prozent.

Die Nachfrage übersteigt immer noch das Angebot, wie jeder Interessent leicht feststellen kann. Wer die Sportversion der Uhr heute bestellt, wird auf Juni vertröstet. Apple hat die Produktion laut Cook bereits deutlich ausgeweitet. Voraussichtlich Ende Juni, kündigte der Apple-Chef an, werde man die Apple Watch in weiteren Ländern anbieten. Bislang gibt es sie nur in neun, darunter in Großbritannien, Frankreich und Deutschland.

Für Apple ist die Watch ein Umsatzkatalysator für sein Flaggschiffprodukt. Denn da die Computeruhr nur im Tandem mit dem iPhone funktioniert – und auch hier nur mit neueren Modellen ab iPhone 5 – ist sie ein wichtiger Kaufanreiz für Apples Smartphone.

iPhone in Deutschland stärker gefragt

Und das ist trotz aller Schlagzeilen über Apples Computeruhr noch immer das mit Abstand wichtigste Produkt des Konzerns. In diesem Jahr hat Apple bereits für 40 Milliarden Dollar iPhones verkauft, also rund 77 Prozent des Quartalsumsatzes von 58 Milliarden Dollar. Nachbörslich stieg die Apple-Aktie auf ein neues Allzeithoch.

Mode-Artikel Apple Watch wird ausgeliefert

Nach dem monatelangen Hype wird die Apple Watch ab Freitag ausgeliefert. In den Apple Stores kann man die Watch hingegen vorerst nicht mitnehmen. Dafür werden kleine Edelboutiquen zur Anlaufstelle der Apple-Fans.

Die Apple Watch, gezeigt auf einem Apple-Event in San Francisco. Quelle: AP

In den ersten drei Monaten des Jahres gingen 61 Millionen Geräte über die Ladentische, rund 40 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In einigen Ländern – darunter auch Deutschland – waren es sogar 80 Prozent. Damit legte das iPhone überproportional im Vergleich zum Gesamtmarkt zu, dessen Wachstum das Marktforschungsunternehmen IDC auf 16 Prozent schätzt. Vor allem aber haben laut Cook erst etwa 20 Prozent der iPhone Besitzer auf die neueste Gerätegeneration umgestellt. “Es sieht aus, als ob wir da noch eine Menge Raum haben”, so Cook. Zudem habe die Zahl der Käufer zugenommen, die von Android auf iPhone umsteigen.

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