Apple: Musikstreaming ohne Werbung und nur für iOS

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Apple steigt in den Musik-Streaming-Markt ein

von Rüdiger Kiani-Kreß, Matthias Hohensee und Peter Steinkirchner

Apple wird seinen geplanten Musikstreamingdienst zu Beginn in kleinerer Form anbieten als bisher angenommen. Der Service soll ausschließlich in werbefreier Form und zunächst allein für Apple-Geräte starten. Das erfuhr die WirtschaftsWoche aus Kreisen der Musikbranche.

Demnach will Apple anders als Spotify und Deezer auf eine Finanzierung durch Werbespots verzichten. Stattdessen soll es ausschließlich einen Premiumservice ohne Reklameunterbrechungen geben, finanziert über Abo-Gebühren der Nutzer.  

Apple wird seinen Streamingdienst laut den Kreisen nur als App für Apple-Geräte anbieten. Ein geplantes Angebot für Mobilgeräte, die mit dem Betriebssystem Android des Konkurrenten Google laufen, wird es zunächst nicht geben. Der Verzicht auf eine Android-App soll das hochprofitable Geschäft mit den eigenen Mobilgeräten sichern. „Da tobt seit Jahren ein interner Kampf bei Apple: Die iTunes-Leute wollen auf Android, weil sie sonst gut 80 Prozent des Marktes verschenken, aber die für iPads und iPhone zuständigen Manager mauern“, so ein Apple-Insider.

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Musikstreaming in Deutschland

  • Nutzer

    Laut einer Studie von Bitkom und Deloitte nutzen insgesamt 18 Millionen Deutsche Streaming-Dienste wie Spotify, Deezer, Napster oder Soundcloud. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Nutzer verdreifacht. 2013 nutzten erst sechs Millionen Verbraucher Musikstreaming.
    Zudem ist Musik-Streaming deutlich bekannter als noch vor einem Jahr. Zwei von drei Internetnutzern (65 Prozent) kennen laut Studie Streaming-Dienste, 2013 war es nicht einmal jeder Dritte (30 Prozent).

    Quelle: Bitkom/ Deloitte: Studie Die Zukunft der Consumer Electronics – 2014

  • Wer hört Musik per Streaming?

    Bei den 14- bis 29-jährigen hört laut Bitkom nutzt fast jeder Zweite Streaming-Dienste (48 Prozent), von den 30- bis 49-Jährigen gut jeder Dritte (36 Prozent). Bei den 50- bis 64-Jährigen ist es immerhin mehr als jeder Fünfte (22 Prozent).

    Quelle: Bitkom/ Deloitte: Studie Die Zukunft der Consumer Electronics – 2014

  • Umsatz

    Der Umsatz aus abonnementbasierten und werbefinanzierten Streaming-Diensten hat sich laut dem Bundesverband Musikindustrie (BVMI)  in Deutschland binnen eines Jahres nahezu verdoppelt: von 30,1 Mio. Euro in der ersten Hälfte 2013 auf 57,4 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2014 (+91 Prozent).
    Bis 2020 prognostizieren die Experten aber ein Wachstum bis auf 770 Millionen Euro.

    Quelle: Bundesverband Musikindustrie (BVMI)

  • Anbieter

    Aktuell stehen den Nutzern in Deutschland laut BVMI 15 Audiostreaming-Dienste zur Auswahl, die von den Musikfirmen lizenziert wurden und Musikflatrates anbieten. Hinzukommen mehrere Anbieter, die lizenzfreie Musik bieten.

Dafür prüft Apple offenbar beim Preis aggressiv aufzutreten. Der Dienst dürfte mit knapp neun Euro pro Monat einen Euro billiger sein als die knapp zehn Euro, die Spotify und Deezer für ihren werbefreien Dienst verlangen. „Wenn kein Wettbewerbshüter protestiert, können es auch zwei Euro weniger werden“, erklärte der Insider gegenüber der Wirtschaftswoche.

Apple will nach Branchenerwartungen am kommenden Montag auf seiner Entwicklerkonferenz den Einstieg ins Musikstreaming bekannt geben.

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