Apple Watch vorgestellt: Handgelenk-Filiale fürs iPhone

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Apple Watch vorgestellt: Handgelenk-Filiale fürs iPhone

Selten hatte Apple schon vor der Präsentation eines neuen Produkts so viel herausgelassen wie bei der Apple Watch. Entsprechend wenig konnte Unternehmens-Chef Tim Cook überraschen. Trotzdem gab es frenetischen Applaus.

Davon hat Tim Cook schon als Fünfjähriger geträumt: Telefonieren über die Uhr an seinem Handgelenk. Mit der Apple Watch macht der große Tim diesen Traum wahr. Die Smartwatch aus seinem Konzern kann die Telefonfunktion des iPhones nutzen und so zur Sprechstelle werden, ohne dafür das eigentliche Smartphone aus der Tasche holen zu müssen. So weit, so wenig überraschend.

Die Präsentation der Apple Watch bot wenig Neues gegenüber der ersten Ankündigung im September des vergangenen Jahres. Im Wesentlichen ging es wohl um zwei Neuigkeiten, um die bislang nur viele Gerüchte rankten:

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1. Der Akku der Apple Watch soll stark genug sein, dass man damit über den Tag kommen kann. Genauer gesagt: Er ermöglicht 18 Stunden Betriebszeit. Danach muss er wieder geladen werden.

2. Die Apple Watch kann ab dem 10. April 2015 vorbestellt werden. Ausgeliefert wird sie ab dem 24. April.

Das sind Apples fünf größte Konkurrenten

  • Samsung

    Samsung ist einer von Apples größten Konkurrenten, nicht nur auf dem Gebiet der Datenuhren. Der südkoreanische Konzern ist laut Smartwatch Group zurzeit führend im Segment mit einem Marktanteil von rund 25 Prozent. Samsung brachte bereits 1999 eine intelligente Uhr auf den Markt, war damals aber seiner Zeit voraus. Heute verkauft der Konzern die „Galaxy Gear“-Reihe, von der im vergangenen Jahr gleich fünf neue Modelle an den Start gingen. Etwa 1,2 Millionen Exemplare konnte Samsung davon 2014 absetzen.

    Quelle: Smartwatch Group

  • Lenovo/Motorola

    Motorola-Uhren machten im vergangenen Jahr vor allem durch ihr Design auf sich aufmerksam: Die Ende 2014 erschienene Moto 360 ist eine der ersten Smartwatches, die ein rundes Display hat und auch mit einem Metall-Armband erhältlich ist. Das Gerät läuft mit Android Wear, dem Smartwatch-Betriebssystem von Google. Motorola hatte mit 10 Prozent den zweitgrößten Anteil am Smartwatch-Markt im vergangenen Jahr.

  • LG

    LG setzt sowohl auf Fitness-Armbänder als auch auf Luxus-Modelle: Anfang 2014 kam das Lifeband Touch auf den Markt, das unter anderem die Schrittzahl und verbrannte Kalorien des Trägers anzeigt. Als Antwort auf die Apple Watch soll in diesem Jahr die LG Watch Urbane folgen, die vom Design an herkömmliche Uhren angelehnt ist. Im vergangenen Jahr verkaufte LG 420.000 Smartwatches und hat damit einen Marktanteil von etwa sieben Prozent.

  • Pebble

    Der Erfolg des Herstellers Pebble ist bemerkenswert: 2012 mithilfe von Crowdfunding finanziert, hat sich der Konzern des Kanadiers Eric Migicovsky mit einem Marktanteil von sieben Prozent auf dem Markt etabliert. Für seine neue Uhr „Pebble Time“ sammelt der Konzern zurzeit wieder Spenden auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter ein: Bereits am ersten Tag unterstützen 40.000 Menschen Pebble mit acht Millionen Euro und kriegen das neue Gerät nun als erste Kunden zugestellt. Der Vorteil der Pebble-Uhren: Sie sind leicht zu bedienen und haben eine längere Batterie-Laufzeit als die Modelle der Konkurrenz.

  • Garmin

    Der Schweizer Hersteller Garmin liefert Smartwatches für Freizeitaktivitäten: Seine Zielgruppe sind unter anderem Läufer, Piloten und Golfer, für die Garmin maßgeschneiderte Uhren herstellt. Unter anderem bieten die Smartwatches ein GPS-System, einen Kompass und ein Altimeter. 2014 verkaufte Garmin 400.000 Uhren und hat einen Marktanteil von sieben Prozent.

Apple-Standards alle inklusive

Der Vollständigkeit halber noch die wichtigsten Fakten: Die Apple Watch funktioniert im Wesentlichen nur in Verbindung mit einem iPhone (ab iPhone 5). Beide Geräte werden per Bluetooth oder über das heimische Wlan miteinander verbunden. Steht die Verbindung, wird die Armbanduhr zur kleineren Filiale des iPhones. Dann lassen sich Nachrichten, E-Mails und Meldungen von Apps am Handgelenk lesen.

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Das Display der Watch erweitert auch die Bedienungsoberfläche des iPhones bis an den Arm: So ermöglicht ein Fingertipp auf die Watch, beispielsweise per Shazam Musiktitel erkennen zu lassen und per Uber-App einen privaten Chauffeurdienst zu bestellen. Außerdem verfügt die Uhr über GPS, Beschleunigungs- und Herzfrequenzsensor und kann dementsprechend als Fitness-Tracker und Kontrollgerät für die eigene Gesundheit genutzt werden.

Die Watch kann auch Siri, die Sprachsteuerung von Apple, verwenden. Etwa zum Diktieren von Nachrichten oder für Suchanfragen im Internet. Was sie letzten Endes noch alles kann, legen die Apps fest, die für sie entwickelt werden. Eine wichtige Funktion hat Apple mit Apple Pay bereits integriert; die neue Armbanduhr soll auch zum Bezahlen per Kreditkarte verwendet werden können. Die Kontrolle der Watch läuft übrigens über eine App auf dem iPhone, die ab der neuesten, seit gestern Abend verfügbaren iOS-Betriebssystemversion 8.2 integriert ist.

Die Apple Watch erscheint in zwei Größen – 38 und 42 Millimeter – und in drei Editionen: als Apple Watch Sport aus Aluminium mit farbigem Kunststoffarmband kostet sie ab 399 Euro, als Apple Watch aus Edelstahl ab 649 Euro und als Apple Watch Edition aus 18 Karat Gold ab 11.000 Euro.

Die Preise spiegeln dabei die Schwäche des Euro: Lagen bislang die Preise typischerweise beim Dollarbetrag nur eben in Euro, legt Apple jetzt hierzulande wenigstens einen Fünfziger drauf.

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