Ariba-Übernahme: SAP expandiert im Cloud-Computing

Ariba-Übernahme: SAP expandiert im Cloud-Computing

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Das Software-Unternehmen SAP veranstaltet am Mittwoch seine Hauptversammlung.

SAP hat mit der Ariba-Übernahme seine Aktivitäten auf den Bereich Cloud-Computing ausgebaut. Die Aktionäre reagierten zunächst nicht begeistert, die SAP-Aktie verlor im frühen Handel gut zwei Prozent.

Der Softwarekonzern SAP setzt seine Expansion im Cloud-Computing fort und übernimmt mit Ariba den führenden Anbieter internetbasierter Handelsnetzwerke für 4,3 Milliarden Dollar (3,38 Milliarden Euro). Der Kauf solle mit einem Kredit von 2,4 Milliarden Euro und Eigenmitteln bestritten werden, teilte Europas größter Software-Hersteller nur wenige Stunden vor Beginn seiner Hauptversammlung am Mittwoch in Walldorf mit.

Aus der Übernahme von Ariba, einer weltweiten elektronischen Beschaffungsplattform für Unternehmen, ergebe sich eine "einzigartige Kombination", da SAP nahezu 200.000 Geschäftskunden zähle. Daraus ergebe sich eine "hohe Eintrittsbarriere" für Konkurrenten, die ebenfalls in diesen Markt strebten. Zusammen könnten SAP und Ariba beispielsweise die Beschaffung und den Vertrieb ihrer Kunden automatisieren, mit der Datenanalyse-Software Hana ließen sich zudem große Datenbestände schnell durchsuchen. Künftig könnten die Transaktionen auch auf mobilen Computern und Smartphones abgewickelt werden.

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Erst im Februar hatte SAP den Cloud-Anbieter Success Factors für 2,5 Milliarden Euro übernommen.

Wie SAP weiter mitteilte, wird die US-Tochter der Walldorfer 45 Dollar je Ariba-Aktie zahlen. Der Verwaltungsrat habe die Akquisition bereits einstimmig gebilligt, hieß es. Das Geschäft müsse aber unter anderem noch von den Ariba-Aktionären und den zuständigen Kartellbehörden abgesegnet werden. Der Abschluss der Transaktion werde dann für das dritte Quartal erwartet.

Die Anleger haben am Mittwoch auf den ersten Blick wenig begeistert auf den jüngsten Einkauf von SAP reagiert. Die Aktien rutschten in einem schwachen Gesamtmarkt um gut zwei Prozent auf 46,78 Euro ins Minus. Händler kritisierten, dass die Übernahme zu teuer sei. "Das ist teuer, aber macht Sinn", fassten dagegen die Analysten der Bank of America Merrill Lynch ihren Kommentar zu der Übernahme zusammen. Die Aktien von Ariba legten am Dienstag an der Nasdaq um 19 Prozent auf 44,87 Dollar zu und erreichten damit fast genau den von SAP gebotenen Preis. Auch UBS sieht in der Übernahme eine gute strategische Entscheidung. Allerdings sei die
Akquisition nicht gerade günstig. Exane BNP sieht SAP zwar auch auf dem richtigen Weg, aber sorgt sich ungeachtet der Übernahme weiter über die Cloud-Strategie der Softwareschmiede. DZ-Bank-Analyst Oliver Finger zeigt sich wenig überrascht von dem Angebot. "Wir würden eine Gegenofferte eines Wettbewerbers nicht komplett ausschließen, da Ariba einer der strategischen Player im Cloud-Markt ist", fügte Finger hinzu.

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