AT&T und T-Mobile: Milliardenfusion in den USA geplatzt

AT&T und T-Mobile: Milliardenfusion in den USA geplatzt

, aktualisiert 19. Dezember 2011, 23:41 Uhr
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Die Logos der Kommunikationsunternehmen AT&T und Telekom.

Quelle:Handelsblatt Online

Der US-Mobilfunkkonzern AT&T hat seine Pläne für den Kauf von T-Mobile USA aufgegeben. In den USA war das 39 Milliarden Dollar schwere Vorhaben auf starken Widerstand gestoßen.

New York/BonnDie Deutsche Telekom bleibt auf ihrer ungeliebten Mobilfunktochter T-Mobile USA sitzen. Der US-Branchenriese AT&T hat nach anhaltenden Bedenken der US-Wettbewerbshüter die Übernahme abgeblasen. Wie die Deutsche Telekom am Montagabend in Bonn in einer Erklärung mitteilte, löste sie mit dem US-Konkurrenten die Vereinbarung zum Verkauf von T-Mobile USA auf.

AT&T begründete den Rückzug mit der ablehnenden Haltung der US-Behörden. Die Wettbewerbshüter sowie das US-Justizministerium hatten Bedenken gegen den Deal geäußert, weil sie eine Konzentration des Mobilfunkmarktes auf wenige große Anbieter fürchten. AT&T hatte für den Kauf von T-Mobile USA 39 Milliarden Dollar (30 Milliarden Euro) geboten.

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Der Entschluss sei im Einvernehmen mit der Deutschen Telekom gefallen. Die Deutsche Telekom darf sich immerhin über ein Trostpflaster freuen: Sie bekommt 3 Milliarden Dollar in bar. Zudem darf sie das Netz des größeren Rivalen mitnutzen (sogenanntes Roaming) und bekommt begehrte Funkfrequenzen.

AT&T bezifferte den Gesamtwert des Ausgleichspakets auf 4 Milliarden Dollar. Die Deutsche Telekom erklärte, sie erwarte die Zahlung noch im laufenden Jahr. Durch die Auflösung des Kaufvertrages werde T-Mobile USA künftig wieder als fortzuführendes Geschäft der Deutschen Telekom bilanziert, teilte der Bonner Konzern mit. An den geschäftlichen Erwartungen für 2011 ändere sich nichts, auch die Ausschüttungspolitik bleibe bestehen. Eigentlich hätte der Verkauf im März kommenden Jahres abgeschlossen werden sollen. Durch die Fusion von AT&T und T-Mobile USA wäre der größte US-Mobilfunkanbieter entstanden.

Quelle:  Handelsblatt Online
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