
Europas größter Softwarehersteller SAP hat mit einer Aufholjagd im zweiten Quartal Rekorderlöse eingefahren. SAP teilte am Donnerstag in Walldorf mit, die Erlöse mit Software-Lizenzen seien in den Monaten April bis Juni um 26 Prozent auf die Bestmarke von 1,06 Milliarden Euro geklettert.
Einschließlich der Service-Erlöse habe der Umsatz im zweiten Quartal um 21 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro zugelegt. Damit sei das obere Ende der jüngsten Prognose für abgelaufene Quartal erreicht worden, die SAP nach einem umsatzschwachen Auftaktquartal im April herausgegeben hatte.
"Trotz eines unsicheren gesamtwirtschaftlichen Umfelds haben wir das obere Ende unseres geplanten Umsatzwachstums für das zweite Quartal erreicht", erklärten Bill McDermott und Jim Hagemann Snabe, Vorstandssprecher von SAP, in einer Mitteilung. Allerdings sank die operative Marge sank im ersten Halbjahr um 1,6 Prozentpunkte auf 21,4 Prozent. Das Betriebsergebnis kletterte im zweiten Quartal 2012 um 15 Prozent auf 1,17 Milliarden Euro.
Die Titel des Softwareherstellers legten nach der Nachricht fünf Prozent auf 48,58 Euro zu und waren damit mit Abstand größter Dax-Gewinner. Vor der Veröffentlichung der Bilanz hatten die Aktien mit einem Abschlag von drei Prozent noch die rote Laterne im deutschen Leitindex gehalten. „Die Ergebnisse sind viel besser, als zuletzt am Markt erwartet worden war“, sagte ein Händler. Vor allem die Erlöse aus den Software-Lizenzen seien sehr gut. „SAP hat alle überrascht, weil es zuletzt immer mehr schlechte Nachrichten aus der Branche gegeben hat“, fügte der Händler hinzu. In den USA hatten die Chipkonzerne AMD und Applied Materials erst in dieser Woche ihre Prognosen gekappt.
























