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Barreserven: Apple schüttet Dividende aus

Apple sitzt auf rund 100 Milliarden Dollar Barreserven. Nach langem Ringen um die Verwendung des Geldes hat sich das Unternehmen entschlossen, eine Dividende auszuschütten.

Apple

Apple hat sich für eine Wiedereinführung von Dividenden entschieden. Konzernchef Tim Cook (links) räumte bereits zuvor auf einer Aktionärsversammlung ein, dass das Computerunternehmen über mehr Cash-Reserven verfüge als es benötige – stolze 98 Milliarden Dollar. Die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 2,65 Dollar ist eine deutliche Abkehr von der Firmenpolitik des inzwischen verstorbenen Steve Jobs. Apple hatte 1995 aufgrund damaliger Finanznöte die Ausschüttung von Dividenden eingestellt. Cooks Vorgänger Steve Jobs (rechts) hatte eine Wiedereinführung der Zahlungen stets abgelehnt. Dafür glänzte die Aktie in den vergangenen zwölf Jahren mit durchschnittlich 30 Prozent Kursgewinn pro Jahr.

Es sind also nicht nur die kleinen, wachstumsorientierten und finanzschwachen Unternehmen, die ihren Aktionären eine Dividende verweigern. Auch große, längst etablierte Konzerne verzichten mitunter darauf. Die Gründe sind vielfältig.

Bild: dpa

Der US-Konzern Apple hat die Zahlung einer Dividende angekündigt. Die Ausschüttung werde 2,65 Dollar pro Aktie betragen, hieß es am Montag in New York. Die Apple-Aktionäre werden erstmals seit 1995 wieder eine Dividende bekommen. Das kündigte das Unternehmen am Montag an. Insgesamt sollen binnen drei Jahren 45 Milliarden Dollar an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Zudem will der iPhone- und iPad-Hersteller eigene Aktien im Wert von 10 Milliarden Dollar zurückkaufen.
Apple hatte in den 90er Jahren die Dividendenzahlungen eingestellt als das Unternehmen am Abgrund stand. Inzwischen sitzt der iPhone- und iPad-Hersteller jedoch auf einem Geldberg von rund 100 Milliarden Dollar. Apple ist auch das teuerste Unternehmen der Welt mit einem Börsenwert von zuletzt rund 546 Milliarden Dollar. Die Anteilseigner hoffen schon seit langem auf eine Dividende oder einen Aktienrückkauf. Die Dividendenzahlungen sollen im vierten Geschäftsquartal starten, das im Juli beginnt. Die Aktienrückkäufe sind erst im nächsten Geschäftsjahr geplant.

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Bisher ging Apple sehr zurückhaltend mit den Geldreserven um. Sie wurden für kleinere Firmenzukäufe eingesetzt - oder Milliarden-Deals, die eine langfristige Versorgung mit wichtigen Bauteilen sichern. Apple-Gründer Steve Jobs, der das Unternehmen in den 90er Jahren vor der Pleite rettete und bis zu seinem Tod 2011 führte, galt als strikter Gegner einer Dividende. Sein Nachfolger Tim Cook machte den Aktionären schon seit einigen Monaten Hoffnung.

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