Bild: dpaApple
Apple hat sich für eine Wiedereinführung von Dividenden entschieden. Konzernchef Tim Cook (links) räumte bereits zuvor auf einer Aktionärsversammlung ein, dass das Computerunternehmen über mehr Cash-Reserven verfüge als es benötige – stolze 98 Milliarden Dollar. Die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 2,65 Dollar ist eine deutliche Abkehr von der Firmenpolitik des inzwischen verstorbenen Steve Jobs. Apple hatte 1995 aufgrund damaliger Finanznöte die Ausschüttung von Dividenden eingestellt. Cooks Vorgänger Steve Jobs (rechts) hatte eine Wiedereinführung der Zahlungen stets abgelehnt. Dafür glänzte die Aktie in den vergangenen zwölf Jahren mit durchschnittlich 30 Prozent Kursgewinn pro Jahr.
Es sind also nicht nur die kleinen, wachstumsorientierten und finanzschwachen Unternehmen, die ihren Aktionären eine Dividende verweigern. Auch große, längst etablierte Konzerne verzichten mitunter darauf. Die Gründe sind vielfältig.
Bild: dapdBerkshire Hathaway
Die große, börsennotierte Beteiligungsgesellschaft von Börsen-Altmeister Warren Buffett, verzichtet seit jeher auf Dividenden. Dabei könnte sie sich das locker leisten – immerhin ist das Unternehmen an der Börse 146 Milliarden Euro wert und verzeichnete 2010 ein Gewinnwachstum von mehr als 50 Prozent (2011er Zahlen liegen noch nicht vor). Aber Buffett hat immer den Standpunkt vertreten, dass das Kapital im jeweiligen Unternehmen mehr Rendite erwirtschaftet, als auf dem Konto der Aktionäre. Die Erfolge seiner Investments gaben ihm in aller Regel Recht, ebenso die Kursgewinne für Langfristanleger.
Bild: dapdGoogle
Internet-Gigant Google investiert und wächst kräftig – und zahlt deshalb auch keine Dividende. Dabei entfällt umgerechnet auf jede einzelne Aktie einen Konzerngewinn von knapp 28 Euro. Außerdem sitzt das Unternehmen auf Milliarden-Reserven. Angesichts der Kursgewinne der Google-Aktie können Anleger dennoch zufrieden sein.
Bild: dpaYahoo
Der Google-Wettbewerber Yahoo verzichtet ebenso auf Ausschüttungen an die Aktionäre. War das lange dem Wachstumskurs der einstigen Internet-Ikone geschuldet, dürfe das Unternehmen heute eher unter einer Wachstums- und Ertragsschwäche leiden. Auf jede Aktie entfallen nur 0,62 Euro Gewinn. Da bleiben die Spielräume für Dividenden begrenzt. Angesichts der mäßigen Kursentwicklung der Yahoo-Aktie in den vergangenen Jahren dürfte es Anleger allerdings freuen, wenn es mal ein wenig Cash gäbe.
Bild: dapdEbay
Auch der Betreiber der gleichnamigen Online-Handelsplattform verteilt kein Geld unter seinen Aktionären. Dabei ist der Internet-Auktionshändler an der Börse mehr als 41 Milliarden Euro wert und verdient je Aktie 1,54 Euro. Aber unter den Technologiewerten aus dem Silicon Valley gelten Dividenden nun mal als altmodisch und wachstumshemmend. Die Dividendenverweigerer unter den großen deutschen Unternehmen haben da meist andere Gründe.
Bild: dpaCommerzbank
Zugegeben, um die zweitgrößte Privatbank Deutschland steht es nicht gut. Aber selbst wenn die Commerzbank wollte und könnte – sie dürfte gar keine Dividende ausschütten. Schließlich ist das Bankhaus seit ihrer Rettung mit Staatsmilliarden an die Vertragsbedingungen für die Rettungskredite gebunden. Und die besagen unter anderem, dass die Commerzbank keine Dividenden ausschütten darf. Ein Grund mehr für die Commerzbank, möglichst schnell die Staatsgelder zurückzuzahlen.
Bild: dapdDeutsche Postbank
Der ehemalige Ableger der Deutschen Post glänzte lange Jahre mit hervorragenden Zahlen und einem stetig wachsenden Privatkundenstamm. Das machte das Institut als Übernahmeziel für die Deutsche Bank attraktiv – die statt heißer Spekulationsgeschäfte im Investmentbanking nach Ausbruch der Finanzkrise wieder zurück zu mehr Brot-und-Butter-Geschäft wollte. Inzwischen hat sich die größte Privatbank Deutschlands die Postbank einverleibt. Das rasante Wachstum der Postbank im von der Finanzkrise geplagten Umfeld hatte jedoch auch seinen Preis. Schon 2008 strich die Postbank die Dividende und gab später an, auf Ausschüttungen zu verzichten, um die Eigenkapitalbasis zu stärken. Auch in diesem Jahr ist keine Dividende zu erwarten.
Bild: dpaKabel Deutschland
Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber hat ebenfalls Jahre aggressiven Wachstums hinter sich, der Verschuldungsgrad ist hoch. Im vorigen Herbst hat das Unternehmen jedoch verkündet, es gäbe Licht am Ende des Tunnels. Für das noch laufende Geschäftsjahr soll erstmals eine Dividende ausgeschüttet werden. Analysten rechnen mit stolzen 1,62 Euro pro Aktie. Auch der Schulden sollen deutlich gesenkt werden. Bleibt zu hoffen, dass das Unternehmen die Versprechen einlöst.
Bild: dapdKlöckner & Co
Apple
Apple hat sich für eine Wiedereinführung von Dividenden entschieden. Konzernchef Tim Cook (links) räumte bereits zuvor auf einer Aktionärsversammlung ein, dass das Computerunternehmen über mehr Cash-Reserven verfüge als es benötige – stolze 98 Milliarden Dollar. Die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 2,65 Dollar ist eine deutliche Abkehr von der Firmenpolitik des inzwischen verstorbenen Steve Jobs. Apple hatte 1995 aufgrund damaliger Finanznöte die Ausschüttung von Dividenden eingestellt. Cooks Vorgänger Steve Jobs (rechts) hatte eine Wiedereinführung der Zahlungen stets abgelehnt. Dafür glänzte die Aktie in den vergangenen zwölf Jahren mit durchschnittlich 30 Prozent Kursgewinn pro Jahr.
Es sind also nicht nur die kleinen, wachstumsorientierten und finanzschwachen Unternehmen, die ihren Aktionären eine Dividende verweigern. Auch große, längst etablierte Konzerne verzichten mitunter darauf. Die Gründe sind vielfältig.
Der US-Konzern Apple hat die Zahlung einer Dividende angekündigt. Die Ausschüttung werde 2,65 Dollar pro Aktie betragen, hieß es am Montag in New York. Die Apple-Aktionäre werden erstmals seit 1995 wieder eine Dividende bekommen. Das kündigte das Unternehmen am Montag an. Insgesamt sollen binnen drei Jahren 45 Milliarden Dollar an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Zudem will der iPhone- und iPad-Hersteller eigene Aktien im Wert von 10 Milliarden Dollar zurückkaufen.
Apple hatte in den 90er Jahren die Dividendenzahlungen eingestellt als das Unternehmen am Abgrund stand. Inzwischen sitzt der iPhone- und iPad-Hersteller jedoch auf einem Geldberg von rund 100 Milliarden Dollar. Apple ist auch das teuerste Unternehmen der Welt mit einem Börsenwert von zuletzt rund 546 Milliarden Dollar. Die Anteilseigner hoffen schon seit langem auf eine Dividende oder einen Aktienrückkauf. Die Dividendenzahlungen sollen im vierten Geschäftsquartal starten, das im Juli beginnt. Die Aktienrückkäufe sind erst im nächsten Geschäftsjahr geplant.
Bisher ging Apple sehr zurückhaltend mit den Geldreserven um. Sie wurden für kleinere Firmenzukäufe eingesetzt - oder Milliarden-Deals, die eine langfristige Versorgung mit wichtigen Bauteilen sichern. Apple-Gründer Steve Jobs, der das Unternehmen in den 90er Jahren vor der Pleite rettete und bis zu seinem Tod 2011 führte, galt als strikter Gegner einer Dividende. Sein Nachfolger Tim Cook machte den Aktionären schon seit einigen Monaten Hoffnung.

























