Bayer-Monsanto-Übernahme: Wettbewerbsökonom Haucap erwartet Auflagen

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Der ehemalige Leiter der Monopolkommission Justus Haucap sieht die Fusion von Bayer und Monsanto kritisch.

von Jacqueline Goebel

Der ehemalige Leiter der Monopolkommission Justus Haucap geht davon aus, dass Bayer und Monsanto bei der Übernahme mit Auflagen rechnen müssen. Demnach müssten sie sicherlich Unternehmensanteile veräußern.

Der ehemalige Leiter der Monopolkommission Justus Haucap sieht die Fusion von Bayer und Monsanto kritisch. „Das ist ein sehr schwieriger Fall“, sagte der Wettbewerbsökonom der WirtschaftsWoche. „Die Kartellbehörden werden diese Übernahme sehr genau prüfen. Ohne Auflagen wird dieser Deal in vielen Ländern vermutlich nicht durchgehen“, sagt Haucap.

Er rechnet damit, dass Bayer und Monsanto Unternehmensteile verkaufen müssen, damit die Wettbewerbsbehörden dem Zusammenschluss zustimmen. Das könnte auch Forschungsprojekte von Bayer treffen. Denn die EU-Kommission will neben den Auswirkungen der Übernahme auf Preise auch die Auswirkungen des Zusammenschluss auf die Innovationsfähigkeit der Branche beachten. „Bayer könnte Lizenzen für Forschungsprojekte abtreten müssen“, sagte Haucap.

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Durch Übernahme von Monsanto würde Bayer zum größten Agrarkonzern der Welt aufsteigen. Die Zustimmung der Kartellbehörden gilt dabei als größte Hürde für die Pläne. Die beiden Unternehmen Konzerne brauchen nach eigenen Angaben dabei die Zustimmung der Behörden in 30 verschiedenen Ländern.

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