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Bilanz 2011: Bei der Telekom bricht der Umsatz ein

Quelle: Handelsblatt Online

2011 war für die Telekom kein gutes Jahr. Vor allem der geplatzte Verkauf der US-Tochter hat alles umgeworfen. Entsprechend fällt die Jahresbilanz heute sehr gemischt aus. Telekom-Chef Obermann muss Ideen liefern.

Der geplatzte Verkauf der US-Mobilfunk-Sparte belastet die Bilanz der Deutschen Telekom. Quelle: dpa
Der geplatzte Verkauf der US-Mobilfunk-Sparte belastet die Bilanz der Deutschen Telekom. Quelle: dpa

Düsseldorf/BonnDie Deutsche Telekom hat im vergangenen Jahr wegen hoher Sonderbelastungen einen Gewinneinbruch erlitten. Der Überschuss sank 2011 auf 557 Millionen Euro von 1,7 Milliarden vor einem Jahr, wie der Bonner Konzern am Donnerstag mitteilte. Hohe Aufwendungen für Pensionäre in Deutschland sowie Abschreibungen auf die Mobilfunktochter T-Mobile USA und das Griechenland-Geschäft schlugen insgesamt mit 4,5 Milliarden Euro negativ zu Buche. Von Reuters befragte Analysten hatten mit 2,95 Milliarden Euro Überschuss gerechnet.

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Das Bonner Unternehmen lässt die Dividende unverändert. Die Aktionäre sollen wie im Vorjahr mit 0,70 Euro je Aktie bedacht werden.

Für 2012 erwartet der Vorstand des 240.000 Mitarbeiter starken Konzerns einen Free Cash Flow von sechs Milliarden und ein bereinigtes Betriebsergebnis (Ebitda) von 18 Milliarden Euro.

Nicht nur die Deutsche Telekom kämpft mit dem schwierigen Marktumfeld für Telekom-Konzerne. Auch der France Telecom machen zunehmende Konkurrenz auf dem Heimatmarkt und die politischen Unruhen in Nordafrika zu schaffen. Der Betriebsgewinn (Ebitda) für das Jahr 2011 fiel um 4,8 Prozent auf 15,08 Milliarden Euro, wie France Telecom heute Morgen mitteilte.

Der Umsatz sank auf vergleichbarer Basis um 1,6 Prozent auf 45,28 Milliarden Euro und damit im Rahmen der Erwartungen. Die politischen Umwälzungen hätten vor allem die Gesellschaften in Ägypten und der Elfenbeinküste belastet, hieß es.

Aufgrund neuer Wettbewerber auf dem hart umkämpften Mobilfunkmarkt schraubte France Telecom sein Liquiditätsziel für das laufende Jahr zurück. Der Konzern strebt nun ein Ziel nahe acht Milliarden Euro an, statt der im Mai angekündigten neun Milliarden.

Am Freitag folgen die Jahreszahlen der spanischen Telefonica. In den ersten drei Quartalen ging der Nettogewinn des der O2-Mutter um fast 70 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro zurück. Der Umsatz legte um 5,4 Prozent auf knapp 46,7 Milliarden Euro zu und lag damit 300 Millionen Euro unter den Erwartungen von Analysten.

Belastet wurde das Neun-Monats-Ergebnis durch den 2,7 Milliarden Euro teuren Abbau von 6.500 Arbeitsplätzen in Spanien.

2012 werden die Deutsche Telekom und Telefonica in Deutschland kooperieren. Ab dem zweiten Quartal wird die Telekom die Mobilfunk-Antennen von Telefonica in Deutschland an ihr Datennetz anschließen. Telefonica spart sich damit die Kosten für den eigenen Ausbau. Auch die Bonner haben etwas von der Vereinbarung: Sie können damit ihre für viel Geld verbuddelten Glasfaserleitungen besser auslasten.


Der Konkurrenz geht es kaum besser

Auch bei der britischen Vodafone stehen die Zahlen für das Ende März endende Geschäftsjahr noch aus. Im dritten Geschäftsquartal schrumpfte der Konzernumsatz um 2,3 Prozent auf 11,6 Milliarden britische Pfund, umgerechnet 13,89 Milliarden Euro. Damit gingen die Erlöse stärker zurück als von Analysten erwartet.

Besonders in den südeuropäischen Ländern Spanien und Italien mit ihrer angespannten Wirtschaftslage fielen die Umsätze in der Zeit von Oktober und Dezember deutlich. Erneut zulegen konnte der Datenumsatz, der dank der wachsenden Verbreitung von Smartphones um mehr als ein Fünftel höher ausfiel.

Der Mobilfunkkonzern Vodafone musste in dem Ende Dezember abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal vor allem in Südeuropa Einbußen hinnehmen. Insgesamt schrumpfte der Konzernumsatz um 2,3 Prozent auf 11,6 Milliarden britische Pfund (13,89 Mrd. Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Damit gingen die Erlöse stärker zurück als von Analysten erwartet.

Besonders in den südeuropäischen Ländern Spanien und Italien mit ihrer angespannten Wirtschaftslage fielen die Umsätze in der Zeit von Oktober und Dezember deutlich. Erneut zulegen konnte der Datenumsatz, der dank der wachsenden Verbreitung von Smartphones um mehr als ein Fünftel höher ausfiel.

Am Ausblick für das laufende Geschäftsjahr (bis Ende März), der im November konkretisiert worden war, hält Vodafone fest und rechnet mit einem bereinigten operativen Gewinn in Höhe von 11,4 bis 11,8 Milliarden britische Pfund.

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