Bilanzskandal: Toshiba streicht 7000 Stellen

Bilanzskandal: Toshiba streicht 7000 Stellen

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Wegen des Bilanzskandals müssen jetzt 7000 Beschäftigte gehen. Toshiba will den Fokus nun auf die Chip-Sparte legen.

Es fehlen mehr als vier Milliarden Euro in der Kasse. Der Bilanzskandal hat die Toshiba-Aktie auf Talfahrt geschickt. Jetzt muss der japanische Konzern 7000 Stellen streichen.

Der von einem schweren Bilanzskandal erschütterte Technologieriese Toshiba rechnet in diesem Geschäftsjahr mit massiven Verlusten. Wie das Unternehmen bekanntgab, dürfte zum Bilanzstichtag 31. März 2016 unter dem Strich ein Fehlbetrag von 550 Milliarden Yen Yen (4,2 Milliarden Euro) anfallen.

Eine unabhängige Untersuchungskommission war zu dem Schluss gekommen, dass der Konzern den Nettogewinn sieben Jahre lang um mehr als 155 Milliarden Yen aufgebläht hatte. Der Gewinn vor Steuern war zudem um 224,8 Milliarden Yen aufgebläht worden. Der Skandal kostete mehrere Top-Manager den Job.

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Zudem streicht Toshiba fast 7000 Arbeitsplätze. Allein im Fernsehgeschäft fielen mit 3700 Stellen rund 80 Prozent der bisherigen Jobs weg. In der PC-Sparte werden 1300 Stellen gekürzt. Damit will sich der Konzern künftig stärker auf die Chip-Produktion und Kernenergie ausrichten.

Bilanzskandal bei Toshiba Elektronikkonzern droht Rekordstrafe

Wegen Bilanzverstößen droht dem japanischen Elektronikkonzern Toshiba eine Rekordstrafe in Millionenhöhe. Der Konzern hatte über Jahre zu hohe Gewinne ausgewiesen.

Toshiba droht eine Rekordstrafe Quelle: REUTERS

Toshiba kündigte gleichzeitig an, die TV-Produktion in Indonesien zu verkaufen. Zusammen mit bereits angekündigten Stellenstreichungen und freiwilligen Vorruhestandsregelungen könnten mehr als 10.000 Arbeitsplätze wegfallen. Anfang des Geschäftsjahres hatte Toshiba weltweit fast 200.000 Angestellte.

Toshiba ringt mit den Folgen von Japans größtem Bilanzskandals seit Jahren, der im Juli zum Rücktritt des Top-Managements geführt hatte. Medien hatten wiederholt berichtet, dass es im Rahmen des Umbaus zu umfangreichen Stellenstreichungen komme. Seit den ersten Berichten über Bilanzierungsprobleme Anfang April büßten Toshiba-Aktien rund 40 Prozent ein.

50 Aktionäre reichten kürzlich gegen drei frühere Präsidenten und zwei Finanzchefs Schadenersatzklage ein.

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