Bitkom-Studie : München und Berlin sind die IT-Gründerzentren

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Bitkom-Studie : München und Berlin sind die IT-Gründerzentren

Nirgendwo sonst werden so viele IT-Unternehmen gegründet wie in München. Die Bundeshauptstadt folgt auf Platz zwei. So lautet das Ergebnis einer Studie, die der Bitkom heute in Berlin vorgestellt hat.

Das Rhein-Main-Gebiet mit Frankfurt sowie Hamburg folgen auf den Rängen drei und vier. Werden ausschließlich die Stadtstaaten betrachtet dann liegen Berlin, Hamburg und Bremen vorne. An der Spitze der Flächenstaaten stehen Bayern, Hessen, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg. Nordrhein-Westfalen liegt auf Platz fünf. Die Schlusslichter bilden die fünf ostdeutschen Bundesländer bilden die Schlusslichter. Im vergangenen Jahr wurden in der Branche mehr als 8000 neue Firmen gegründet, deutlich mehr als seit 1995. Bisher sind durchschnittlich 6000 Startups jährlich gegründet worden.

"Die Untersuchung räumt mit einer ganzen Reihe von Klischees über die Gründerszene auf“, sagt Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf. So würden nur wenige IT-Unternehmen von Uni-Absolventen gegründet. Das Durchschnittsalter liegt bei 38 Jahren. Lediglich neun Prozent der Gründer sind jünger als 25 Jahre. Die meisten Gründer verfügen über 17 Jahre Berufserfahrung, davon 11 Jahre in der Branche. Nur die Hälfte verfügt dabei über einen Universitätsabschluss, so dass „Gründungsstorys wie bei Facebook sind in Deutschland eher noch die Ausnahme“ seien, so Kempf. Nur sechs Prozent aller Gründer haben überhaupt keinen Abschluss. Dieses Bild setzt sich auch bei den Beschäftigten weiter fort: 36 Prozent sind Akademiker, während die Hälfte aber eine abgeschlossene Berufsausbildung hat. 14 Prozent der Mitarbeiter sind ohne Abschluss.

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Sechs von zehn Startups setzen sich am Markt durch

Nach drei Jahren sind es noch sieben von zehn Unternehmen. Der Studie zufolge sind ein Drittel der Neugründungen allerdings Ausgründungen aus bestehenden Unternehmen. Eine erfolgreiche Gründung benötigt in den ersten vier Jahren fast 700.000 Euro. Allerdings spielen Banken, Venture Capital und öffentliche Zuschüsse bei der Finanzierung von IT-Start-ups so gut wie keine Rolle. Statt dessen finanzieren sich diese Unternehmen über Einnahmen aus ihrer Geschäftstätigkeit und dem Eigenkapital der Gründer. Eine Fremdfinanzierung etwa durch Darlehen von Banken und Sparkassen oder öffentliche Zuschüsse oder Kredite machen zusammen nur neun Prozent aus.

„Wenn wir Start-ups in Deutschland groß machen und zu weltweit erfolgreichen Unternehmen aufbauen wollen, dann muss sich die Finanzierungssituation dringend verbessern“, so Kempf. „Global Player lassen sich nicht mit dem Sparbuch der Gründer aufbauen.“ Die meisten IT-Gründungen schreiben Erfolgsgeschichten. Auch nach fünf Jahren sind immerhin 60 Prozent der Unternehmen noch am Markt.

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ITK-Dienstleistungen, Software oder Hardware

Während in München mehr als drei Gründungen auf 10.000 Einwohner auf die Informationstechnik und Telekommunikation (ITK) entfällt, sind es in Berlin mehr als zwei. Dort liegt der Schwerpunkt allerdings auf Internet- und E-Commerce-Gründungen. Die neuen Bundesländer, die insgesamt die Schlusslichter bilden, sind allerdings bei der Hardware etwas stärker. Die Untersuchung wurde in Auftrag des Bitkom vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erstellt.

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