Bosch : Technikkonzern rechnet mit verhaltenem Erlöswachstum

Bosch : Technikkonzern rechnet mit verhaltenem Erlöswachstum

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Für das Jahr 2016 rechnet Bosch mit einem verhaltenen Umsatzwachstum.

Der Jahresauftakt von Bosch war schwach: Der Erlöszuwachs betrug nur drei Prozent. Wenn die Dynamik weiterhin so gering ausfällt, rechnet der Technologiekonzern mit einem verhaltenen Umsatzwachstum fürs gesamte Jahr.

Der Technologiekonzern Bosch rechnet in diesem Jahr mit einem verhaltenen Umsatzwachstum. Die Erlöse sollen um drei bis fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigen, wie Bosch-Chef Volkmar Denner auf der Bilanzpressekonferenz in Renningen erklärte.

Von Januar bis März erzielte der Autozulieferer, Maschinenbauer und Hersteller von Haushaltsgeräten einen Erlöszuwachs von drei Prozent. Sollte die Dynamik so schwach bleiben wie zum Jahresauftakt sei mit dieser Größenordnung auch im Gesamtjahr zu rechnen.

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Bosch treibt in allen Sparten das Geschäft mit vernetzten Produkten und Dienstleistungen voran. "Aus jedem Umsatz mit Hardware soll auch Umsatz mit ergänzenden Services folgen", sagte Denner. Mit Lösungen für eine vernetzte Industrieproduktion erwartet der Stiftungskonzern bis 2020 eine Milliarde Euro zusätzlichen Umsatz. Zugleich werde die eigene Produktion in den rund 250 Werken durch Software und Sensoren effizienter, so dass eine Milliarde Euro Kosten eingespart werden könnten. Ein Milliardengeschäft soll auch die Vernetzung von Haushaltsgeräten, Sicherheitstechnik, Heizung und Klimaanlagen in Häusern werden. Für "Smart Home"-Lösungen, mit deren Hilfe die Haustechnik per Smartphone gesteuert werden kann, erwartet Bosch ein weltweites Marktpotenzial im kommenden Jahr von zehn Milliarden Euro.

Wie Bosch 2015 abgeschnitten hat

  • Konzern

    Umsatz: 70,6 Milliarden Euro (2014: 64,2 Mrd.)*
    Ebit: 4,6 Milliarden Euro (2014: 3,7 Mrd.)*
    Operative Rendite: 6,5 Prozent (2014: 5,7 Prozent)
    Nettogewinn: 3,54 Milliarden Euro (2014: 2,64 Mrd.)

    Quelle: Geschäftsbericht 2014/2015

    *Pro-Forma-Angaben mit Automotive Steering und BSH Hausgeräte, die 2015 übernommen wurden: Ohne die beiden Sparten lag der Umsatz 2014 bei 49 Milliarden Euro, das Ebit bei 3,0 Milliarden Euro.

  • Mobility Solutions (Autozulieferer)

    Umsatz: 41,7 Milliarden Euro (2014: 37,2 Mrd.)
    Operativer Gewinn (Ebit): 3.505 Millionen Euro (2014: 2.586 Mio.)
    Operative Rendite: 8,4 Prozent (2014: 7,0 Prozent)

  • Industrial Technology

    Umsatz: 6,6 Milliarden Euro (2014: 6,7 Mrd.)
    Operativer Gewinn (Ebit): -104 Millionen Euro (2014: 67 Mio.)
    Operative Rendite: -1,6 Prozent (2014: 1,0 Prozent)

  • Consumer Goods (u.a. Werkzeuge und Hausgeräte)

    Umsatz: 17,1 Milliarden Euro (2014: 15,6 Mrd.)
    Operativer Gewinn (Ebit): 1.226 Millionen Euro (2014: 1.031 Mio.)
    Operative Rendite: 7,2 Prozent (2014: 6,6 Prozent)

  • Energy and Building Technology

    Umsatz: 5,1 Milliarden Euro (2014: 4,6 Mrd.)
    Operativer Gewinn (Ebit): 224 Millionen Euro (2014: 171 Mio.)
    Operative Rendite: 4,4 Prozent (2014: 3,7 Prozent)

2015 verdiente der Konzern, der nach der vollständigen Übernahme von zwei bisherigen Gemeinschaftsunternehmen rund 375.000 Mitarbeiter weltweit beschäftigt, vor Zinsen und Steuern 4,6 Milliarden Euro. Auf vergleichbarer Basis war das ein Plus von 24 Prozent. Der Umsatz nahm währungsbereinigt um knapp vier Prozent zu auf 70,6 Milliarden Euro, wobei vier Fünftel im Ausland erwirtschaftet werden. Die Umsatzrendite stieg um gut einen halben Prozentpunkt auf 6,5 Prozent. Im Kfz-Geschäft legte die operative Rendite des weltweit größten Autozulieferers auf 8,4 Prozent zu bei einem Umsatzplus von zwölf Prozent auf knapp 42 Milliarden Euro.

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