Bosch: Technologiekonzern baut Milliarden-Chipfabrik in Sachsen

Bosch: Technologiekonzern baut Milliarden-Chipfabrik in Sachsen

, aktualisiert 19. Juni 2017, 11:10 Uhr
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Der deutsche Technologiekonzern baut für rund eine Milliarde Euro ein neues Werk in Dresden.

Quelle:Handelsblatt Online

Bosch baut für rund eine Milliarde Euro eine neue Chipfabrik in Sachsen. Der Freistaat habe sich in einer globalen Ausschreibung durchgesetzt, erklärt das Unternehmen. Entstehen sollen in dem Werk vernetzte Geräte.

BerlinDer Technologiekonzern Bosch baut in Dresden eine neue Halbleiterfabrik. Die Investition belaufe sich auf insgesamt eine Milliarde Euro, teilte das Unternehmen am Montag in Berlin mit. Bis zu 700 Arbeitsplätze sollen entstehen. „Die neue Fertigung für Halbleiter ist die größte Einzelinvestition in der mehr als 130-jährigen Geschichte von Bosch“, sagte Unternehmenschef Volkmar Denner.

„Der Wirtschaftsstandort Dresden bietet uns für den Ausbau unserer Halbleiterkompetenz gute Voraussetzungen“, erklärte Bosch-Geschäftsführer Dirk Hoheisel am Montag in Berlin. „Der Wirtschaftsstandort Dresden bietet uns für den Ausbau unserer Halbleiterkompetenz gute Voraussetzungen“. Man habe sich für die sächsische Landeshauptstadt entschieden, weil es dort ein großes Potenzial an Fachkräften gebe. Man habe „wirklich weltweit geschaut“ und sich dann für Dresden entschieden.

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Der Großteil der Investitionen entfällt auf den Stuttgarter Konzern. Der Bund will sich nach den Worten von Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig mit bis zu 200 Millionen Euro beteiligen, auch Sachsen hilft bei der Finanzierung. Die EU-Kommission muss dem noch zustimmen. „Ich gehe fest davon aus, dass das gelingen wird“, sagte Machnig. Der Baubeginn soll spätestens Anfang 2018 erfolgen, der Produktionsstart ist für 2021 geplant.

Der Chip-Bedarf des weltgrößten Autozulieferers steigt mit dem wachsenden Bedarf an Technik für vernetzte Fahrzeuge oder Alltagsgegenstände. Bosch betreibt bereits eine Chipfabrik in Reutlingen und ist einer der weltgrößten Anbieter von Sensoren, die Bewegung, Druck oder Temperatur erkennen. Der Konzern entwickelt als Zulieferer auch Technologie für selbstfahrende Fahrzeuge.

Es sei eine grundsätzliche Entscheidung, die Produktion der Chips in eigener Hand zu behalten, betonte Hoheisel. Andere Unternehmen wie zum Beispiel Apple entwickeln zwar auch eigene Chips, aber lassen sie dann von Auftragsfertigern herstellen.

„Uns ist ein Riesencoup gelungen“, sagte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich nach dem Sieg in einem internationalen Standortwettbewerb. Der Freistaat Sachsen hat als „Silicon Saxony“ viele Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen angelockt. Hersteller, Dienstleister und Hochschulen sind im Verein „Silicon Saxony“ zusammengeschlossen. Nach dessen Angaben beschäftigen die 320 Mitgliedsunternehmen rund 20.000 Mitarbeiter. Zu den größten Chipherstellern vor Ort gehören Infineon, Globalfoundries und die niederländische NXP.

Quelle:  Handelsblatt Online
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