BrandIndex : So zufrieden sind Windows-10-Nutzer wirklich

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kolumneBrandIndex : So zufrieden sind Windows-10-Nutzer wirklich

Kolumne von Holger Geißler

Update-Flut und Datenschutz-Bedenken sorgen für Frust bei Windows-10-Nutzern. Doch Microsoft hat offenbar auch vieles richtig gemacht. Selbst bei Apple könnte man neidisch auf die Qualität des Betriebssystems werden.

Seit gut zwei Wochen ist Windows 10 verfügbar. Die Fachpresse war sich uneinig: Manche Artikel stellten Verbesserungen gegenüber der Vorgängerversion Windows 8 fest, andere sahen das System als unfertig oder wegen der WLAN-Optimierung gar als gefährlich an. Verbraucher haben sich ihre eigene Meinung gebildet, und die fällt überwiegend positiv aus.

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Microsofts Spionage So gewöhnen Sie Windows 10 das Schnüffeln ab

Daten- und Verbraucherschützer klagen, das neue Windows 10 übermittle zu viele Nutzerdaten an Microsoft. Doch das Betriebssystem lässt sich auch zur Diskretion zwingen.

Windows 10 übermittelt zu viele Nutzerdaten an Microsoft - wie Sie das Datenfenster schließen. Quelle: ap, dpa, Getty Images, Montage: Marcel Stahn für WirtschaftsWoche

Im YouGov-Markenmonitor BrandIndex sind die Marken Windows und Microsoft in vielen Kategorien spätestens seit dem Windows-10-Start im Aufwärtstrend.

Durch tägliche repräsentative Befragungen messen wir im BrandIndex das Image von Marken aus Sicht der Verbraucher. Wir fragen beispielsweise diejenigen, die Windows generell kennen, ob sie kürzlich mit Freunden oder Familienmitgliedern über Windows gesprochen haben – sei es persönlich oder online.

Jeder Fünfte bejaht das derzeit, Tendenz in den letzten Wochen stark steigend. Ein sehr hoher Wert. Wen wundert es – wer Windows nutzt wird an verschiedenen Stellen auf das Update hingewiesen. Nur selten ist eine Marke so sehr im öffentlichen Gespräch, und in vielen Fällen sind es Negativschlagzeilen, die für erhöhten Gesprächswert sorgen.

Wie Windows wurde, was es ist

  • Windows 1.0

    Der Urahn des inzwischen meistgenutzten PC-Betriebssystems kam im November 1985 auf den Markt. Damals war Microsoft noch ein Außenseiter, während der Platzhirsch IBM und der Aufsteiger Apple den Kampf um den PC-Markt auszufechten schienen. Anfangs arbeitete sich Windows nur mühsam ins Geschäft – denn Microsoft verzichtete zunächst angesichts eines jahrelangen Patentstreits mit Apple auf grafische Bedienungselemente.

  • Windows 3.1

    Mit dieser Version lernte Windows 1992, Videos abzuspielen, bekam die ersten integrierten Spiele und neue Schriften. Die Grundansicht mit den überlappenden Fenstern und einem Desktop für Programm-Symbole blieb – mit einigen Design-Änderungen – lange erhalten.

  • Windows NT

    Parallel zu den Consumer-Versionen von Windows entwickelte Microsoft nach dem Scheitern des OS/2-Projektes mit IBM eine Windows-Version mit einem neuen Programm-Kern („Windows New Technology“). NT wurde mit Windows 2000 fortgeführt und ging später in Windows XP auf.

  • Windows 95

    Die radikale Erneuerung von 1995 brachte in Grundzügen das Windows, das heute praktisch jeder kennt. Unter anderem wurde der „Start“-Knopf mit dem Balken am unteren Bildschirmrand eingeführt. Nachdem nachträglich der Web-Browser Internet Explorer zum Windows-Grundpaket hinzugefügt wurde, setzte sich Microsoft zum Ärger der Wettbewerbshüter in diesem Bereich gegen den Pionier Netscape durch. Auf die Version folgten die kleineren Aktualisierungen Windows 98 und ME.

  • Windows XP

    2001 brachte Microsoft die bisher langlebigste Version seines Betriebssystems auf den Markt. Mit Windows XP wurden viele visuelle Effekte hinzugefügt, ebenso wie wichtige Funktionen wie etwa schneller Benutzerwechsel, eine integrierte Firewall für mehr Sicherheit und verbesserter Medienwiedergabe.

  • Windows 7

    Das Betriebssystem Windows Vista sollte XP verdrängen, wurde von den Nutzern aber weitgehend ignoriert. Die 2007 veröffentlichte Version bot zwar neue Bildschirmansichten, aber eine für viele Nutzer verwirrende Rechteverwaltung für Benutzerkonten. Erst mit der Vorstellung von Windows 7 im Oktober 2009 konnte Microsoft die Anwender wieder überzeugen.

  • Windows 8

    Mit Windows 8 rüstet sich Microsoft für den Wandel der Computer-Welt: Die neue Kacheloberfläche ist für Touchscreens ausgelegt und eignet sich damit auch für Tablet-Computer – äußerlich ähnelt das System damit dem Smartphone-Betriebssystem Windows Phone. Microsoft stellte Windows 8 im Oktober 2012 vor. Gerade an der neuen Bedienung wurde jedoch schnell viel Kritik laut.

  • Windows 8.1

    Ein Update für Windows 8 kam im Oktober 2013 auf den Markt. Das kostenlose Windows 8.1 soll die größten Kritikpunkte an dem Vorgänger ausräumen. So können Nutzer direkt auf den Desktop starten und so die Kacheloberfläche umgehen. Zudem kehrt der Startknopf zurück, wenn auch nicht das klassische Startmenü.

  • Windows 10

    Mit Windows 10 bietet Microsoft eine einheitliche technische Plattform für PCs, Tablets und Smartphones an. Das von Nutzern ersehnte Start-Menü kehrt auf den Desktop zurück. Am 29. Juli 2015 stellte der Softwaregigant das jüngste Betriebssystem vor. Ein Jahr lang war das Upgrade auf Windows 10 für Computer mit Windows 7 und 8.1 kostenlos. Was das neue System bringt und für welche Nutzer es sinnvoll ist, lesen Sie hier.

Das neue Betriebssystem ist eine Ausnahme: Verbraucher geben an, dass sie überwiegend Positives über Windows hören – oder lesen. Die Debatte um Datenschutz-Mängel spiegelt sich in diesen Daten bislang nicht wider.

Kostenlos und gut

Die Qualität von Windows beurteilen die Verbraucher generell als gut, doch vor allem bei denjenigen, die Windows tatsächlich nutzen, zeigt sich nochmals eine deutliche Steigerung in der Qualitätswahrnehmung, seit Windows 10 auf dem Markt ist. Positive und negative Bewertungen auf einer Skala von -100 bis +100 aufgetragen erreicht Windows in dieser Gruppe aktuell bis zu +51 Punkte. Das ist zwar ordentlich und eine Verbesserung. Andere Betriebssysteme und Browser wie Android oder Firefox erreichen aber noch höhere Qualitäts-Werte aus Sicht ihrer Kunden.

weitere Artikel

Punkte sammelt Microsoft, weil das Unternehmen Windows 10 als kostenloses Upgrade anbietet. Das ist neu. Das Preis-Leistungs-Verhältnis von Windows wird von Verbrauchern dementsprechend besser beurteilt als zuvor. Das trägt sicher dazu bei, dass Windows-Nutzer so zufrieden mit der Marke sind wie lange nicht. Von relativ stabilen +55 Punkten in den vergangenen Monaten stieg die Zufriedenheit der Befragten seit Mitte Juli auf bis zu +61 Punkte.

Windows erreicht damit bei seinen Nutzern ein ähnliches Zufriedenheitslevel wie Apple bei Apple-Kunden.

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