BrandIndex: Sony gerät zunehmend unter Druck

kolumneBrandIndex: Sony gerät zunehmend unter Druck

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Vor 30 Jahren noch das Maß aller elektronischen Dinge: 1979 brachte Sony den Walkman auf dem Markt.

Kolumne von Tim Oesterlau

Mit Walkman und Playstation schrieb Sony Geschichte. Der japanische Elektronikkonzern galt lange Zeit für Konkurrenten als uneinholbar. Doch die Zeiten haben sich geändert: Die Marke Sony steht vor enormen Herausforderungen.

Über viele Jahre hinweg galt die japanische Marke Sony als das Maß der Dinge in Sachen Unterhaltungselektronik. Doch mittlerweile wildern andere sehr erfolgreiche Unternehmen in den einstig recht exklusiv besetzten Revieren von Sony: Egal ob Samsung, Apple oder Nintendo – Sony macht der Konkurrenzdruck sehr zu schaffen. Dies spiegelt sich nicht zuletzt auch in den Zahlen wieder: Erst vor wenigen Wochen gab der japanische Konzern einen riesigen Verlust bekannt.

Die Probleme der einstigen Kultmarke verunsichern ganz offensichtlich die Verbraucher: Wie eine aktuelle Markenanalyse auf Basis des Markenmonitors YouGov BrandIndex zeigt, beurteilten die deutschen Verbraucher die Marke Sony in den vergangenen Wochen deutlich skeptischer.

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So sind die Imagewerte der Marke nach Bekanntwerden der wirtschaftlichen Schwierigkeiten immerhin um rund 5 BrandIndex-Punkte auf aktuell 84 Punkte gesunken. Noch stärker zeigt sich die Entwicklung im so genannten Buzz. Im Unterschied zu den langfristig orientierten Indexwerten zeigt dieser Indikator, wie positiv oder negativ eine Marke ganz aktuell im Gespräch ist.

Der Buzz-Wert von Sony ist zuletzt deutlich eingebrochen

Zwar ist die Marke mit Imagewerten von 84 Punkten nach wie vor außerordentlich stark positioniert, das Dilemma Sonys wird aber beim Vergleich mit Konkurrenten deutlich. So lagen etwa die Imagewerte von Sony lange Zeit gleichauf mit denen von Canon. Doch seit einem Datenschutzskandal im Zusammenhang mit Sonys Spielekonsole Playstation und den damit verbundenen Imageverlusten konnte Sony bisher nicht mehr zu Canon aufschließen.

Noch problematischer für Sony ist die Entwicklung in der Mobilfunkgerätebranche. War hier Sony lange Zeit die beliebteste Marke der Deutschen, schwächelt die Marke nun vor allem im Vergleich zu Samsung.

Zwar erreicht Sony alleine bessere Imagewerte als die vorherige Marke Sony Ericsson, Samsung schafft es aber mittlerweile an Sony heranzukommen und hat aktuell sogar einen minimalen Vorsprung. Für Sony ist diese Situation nicht ungefährlich, denn damit könnte sich eine Imagewende ankündigen – klar ist schon jetzt: Die Marke gibt in Sachen Beliebtheit nicht mehr zwangsläufig den Ton an.

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Noch hat das Unternehmen die Möglichkeit gegenzusteuern – schließlich ist Sony insgesamt betrachtet eine beliebte und stark positionierte Marke – übrigens auch stärker als die Marke Apple, die wesentlich stärker polarisiert. Hohe Investitionen zum Launch der neuen Einführungskampagne für mobile Geräte könnten Sony dabei helfen, die aktuelle Schwächephase zu überstehen.

Wettbewerber des Sony-Konzerns wie Panasonic oder Philips, aber auch LG oder HTC hätten aufgrund der neuen Situation im Markenranking jedoch derzeit gute Voraussetzungen, um Sony anzugreifen.

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