BrandIndex: Wo Nutzern bei Facebook der Schuh drückt

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kolumneBrandIndex: Wo Nutzern bei Facebook der Schuh drückt

Kolumne von Holger Geißler

Fast eine Milliarde Menschen nutzen Facebook. Doch dies allein macht die Marke nicht beliebt und erfolgreich. Im Gegenteil: Facebook hat zu kämpfen. Die wirtschaftlichen Aussichten sind durchwachsen, das Image leidet unter Dauerkonflikten mit Datenschützern und Nutzern.

Vor vier Monaten ging Facebook mit einem Kurs von 38 US-Dollar an die Börse. Doch schon nach wenigen Wochen verlor die Aktie etwa die Hälfte ihres Werts. Zwischenzeitlich hat sich der Kurs zwar etwas erholt, doch die Analysten sind weiter skeptisch und zweifeln am Erfolg des Geschäftsmodells. Jüngst sorgte ein kritischer Bericht im Anlegermagazin "Barron's" für einen erneuten Kursabsturz. Geld soll mit gezielter, personalisierter Werbung für die Millionen Mitglieder verdient werden. Doch die gewinnbringenden Konzepte dafür lassen auf sich warten. Zumal sich Facebooks neue Ideen auf dem Online-Werbemarkt gegen den etablierten Platzhirsch Google werden behaupten müssen.

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Börsenkurs und Image erreichen Tiefstwerte

Die Facebook-Gemeinde lässt die Negativ-Berichterstattung nicht kalt. Im Markenmonitor YouGov BrandIndex erreicht die Marke aktuell nur -21 Punkte. Im BrandIndex stürzte das Netzwerk direkt nach dem missglückten Börsenstart um sieben Punkte ab. Dabei genoss die Marke schon davor wenig Ansehen. Erreichte Facebook Anfang 2011 im BrandIndex immerhin noch einen bescheidenen positiven Maximalwert von +9 Punkten (von 100 möglichen) sackte die Bewertung bis zum Börsenstart auf -13 Punkte und dann innerhalb von vier Wochen auf -20 Punkte im Juni ab.

Mitglieder und Datenschützer sind verärgert

Mitschuld am Sinkflug mag auch die Art sein, wie Facebook neue Funktionen für seine Mitglieder einführt. Facebook gilt in der Netzgemeinde zunehmend als Datenkrake, die versucht in orwellscher "Big Brother"-Manier an vermarktbare Informationen über die Mitglieder zu kommen. Dazu passt, dass Facebook wohl die geplante Gesichtserkennungs-Funktion in Europa einstellen wird - auf nachhaltigen Druck verschiedener EU-Datenschutzbehörden. Schon als Facebook Ende Januar die sogenannte Chronik für alle Mitglieder verpflichtend einführte, fühlten sich diese mitunter überrumpelt und bevormundet. Im BrandIndex zeigten sich unmittelbar danach Verluste von fünf Punkten. Eine nachhaltige Erholung der Images erscheint eher unwahrscheinlich. Der deutlich negative Wert drückt also aus, dass die Marke Facebook – so sehr sie auch in aller Munde ist – überwiegend negativ bewertet wird.

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