Brasilien: Facebook-Manager wieder freigelassen

Brasilien: Facebook-Manager wieder freigelassen

, aktualisiert 02. März 2016, 16:22 Uhr
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Facebook und WhatsApp kritisierten die Festnahme von Manager Diego Dzodan scharf.

Quelle:Handelsblatt Online

Weil ein Facebook-Manager in Brasilien sich weigerte, WhatsApp-Kundendaten an Drogenermittler weiterzugeben, wurde er kurzzeitig festgenommen. Es ist nicht das erste Mal, dass das Land hart gegen die Konzerne vorgeht.

São PauloDer in Brasilien festgenommene Vizepräsident von Facebook für Lateinamerika, Diego Dzodan, ist wieder frei. Der Justizgerichtshof des Bundesstaats Sergipe ordnete am Mittwoch die Aufhebung der Untersuchungshaft an. Bei dem Fall geht es um die Geschäfte von Drogenhändlern in dem Bundesstaat im Nordosten des fünftgrößten Landes der Welt. Dzodan habe sich einer richterlichen Anordnung widersetzt, Gesprächsprotokolle des zu Facebook gehörenden Messenger-Dienstes WhatsApp an Drogenermittler weiterzugeben, lautet der Vorwurf. Am Dienstag war er deshalb in São Paulo vorübergehend festgenommen worden. Facebook und WhatsApp kritisierten dies scharf.

Der Betreiber des Messenger-Dienstes, über den mit einer Internetverbindung Text- und Sprachnachrichten kostenlos versendet werden können, betonte, die Gesprächsverläufe seiner Kunden nicht zu speichern. Die Behörden erklärten, sie hätten nicht den Inhalt der Gespräche, sondern Geo- und Benutzerdaten von Verdächtigen angefordert.

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Bereits im Dezember hatte die brasilianische Justiz ein Exempel statuieren wollen: Weil WhatsApp in einem anderen Kriminalfall Daten nicht herausgab, ließ eine Richterin den Dienst landesweit blockieren. Nach 14 Stunden hob ein Gericht die Blockade wieder auf und ersetzte sie durch eine Geldstrafe.

Quelle:  Handelsblatt Online
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