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Chinesischer iPhone-Fabrikant: Es setzt wieder Hiebe bei Foxconn

Quelle: Handelsblatt Online

Apples chinesischer iPhones-Fabrikant Foxconn sorgt für neue Negativschlagzeilen. Arbeitsrechtler melden neue Streiks und Ausschreitungen, das Unternehmen spricht von Verärgerung über strengere Qualitätskontrollen.

Foxconn-Mitarbeiter in Lunghua-Werk in Shenzhen, China. Quelle: dpa
Foxconn-Mitarbeiter in Lunghua-Werk in Shenzhen, China. Quelle: dpa

PekingApples chinesischer iPhones-Fabrikant Foxconn sorgt für neue Negativschlagzeilen. Die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua und eine Arbeitsrechtsorganisation berichteten am Wochenende über Streiks im Werk Zhengzhou, die mehrere Fließbänder gestoppt hätten. Apples taiwanischer Partner Foxconn, der in China produzieren lässt, wies dies aber zurück und sprach lediglich von Meinungsverschiedenheiten zwischen Fließbandarbeitern und Kontrolleuren, die Apples erhöhte Qualitätsanforderungen durchsetzen sollen.

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Die Arbeiter seien in den Ausstand getreten, weil sie in der sogenannten Goldenen Woche um den Nationalfeiertag arbeiten mussten, teilte die in New York ansässige Arbeitsrechtsorganisation China Labor Watch mit. Nach ihren Informationen legten 3.000 bis 4.000 Mitarbeiter des Werks in Zhengzhou die Arbeit nieder. Sie seien verärgert über strengere Qualitätskontrollen und die Anweisung, an den acht Feiertagen arbeiten zu müssen. Mehrere Produktionsbänder für das neue iPhone 5 ständen still, teilte China Labor Watch mit.

Foxconn erklärte, die Arbeiter hätten die "Goldene Woche" vom 30. September bis zum 7. Oktober freiwillig gearbeitet und dafür den dreifachen Lohn erhalten. Die Sonderschichten seien wegen der großen Nachfrage nach dem neuen iPhone 5 notwendig.

Doch auch Xinhua meldete, die Produktion sei am Freitag an einigen Fließbändern zum Erliegen gekommen. Die amtliche Agentur zitierte einen Sprecher des Industriegebiets Xinzheng. Zudem seien die Arbeiter über die gestiegenen Qualitätsanforderungen aufgebracht, die Apple nach Kundenbeschwerden über Kratzer und Dellen im Gehäuse vorgeschrieben habe, zitierte Xinhua den Sprecher. Bei China Labor Watch hieß es, Apple und Foxconn hätten die Qualitätsanforderungen einfach erhöht, ohne den Arbeitern die zur Umsetzung erforderliche Schulung zu gewähren.

China Labor Watch teilte mit, es sei auch zu Schlägereien zwischen Arbeitern und Qualitätskontrolleuren gekommen. Diese seien ebenfalls in den Streik getreten, nachdem die Unternehmensführung ihre Beschwerden ignoriert habe.

Die Foxconn Technology Group mit Sitz in Taiwan produziert iPhones in China. Vor zwei Wochen war es in einem Wohnheim in der Nähe des Foxconn-Werks in der Stadt Taiyuan zu einer Schlägerei unter 2.000 Arbeitern gekommen. Daraufhin wurde die Produktion zwischenzeitlich ausgesetzt.

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