Infineon will trotz Dollarschwäche weiter kräftig wachsen

Chiphersteller: Infineon will trotz Dollarschwäche weiter kräftig wachsen

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Infineon will weiter kräftig wachsen

Der schwache Dollar hat Infineon zum Ende seines Geschäftsjahres gebremst. Allerdings profitiert der Chiphersteller stark von der guten Nachfrage nach Chips für die Automobilindustrie.

Trotz Bremsspuren durch den schwachen Dollar will der Chiphersteller Infineon im laufenden Geschäftsjahr sein Tempo halten. Der Umsatz soll erneut um rund neun Prozent steigen, mit einer Schwankungsbreite von plus oder minus zwei Prozentpunkten, wie der Konzern aus Neubiberg bei München am Dienstag ankündigte. Verändere sich der Wechselkurs nicht, könne wohl ein zweistelliger Prozentsatz erreicht werden. Vor allem das Geschäft mit der Autobranche soll für Schub sorgen. "Wir gründen unser Wachstum auf viele unterschiedliche Säulen", sagte Infineon-Chef Reinhard Ploss. Halbleiter für Elektroautos und Fahrerassistenzsysteme seien ebenso gefragt wie Chips für Industrieroboter oder für Schnellladegeräte für Tablets. Die operative Marge soll im Gesamtjahr 17 Prozent betragen.

Im Geschäftsjahr 2016/17, das im September zu Ende gegangen war, kam Infineon auf 17,1 Prozent. Der operative Gewinn der Segmente kletterte auf 1,208 Milliarden Euro - das sind 23 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der Umsatz wuchs um neun Prozent auf gut sieben Milliarden Euro. Der schwache Dollar sorgte allerdings in den vergangenen Monaten verstärkt für Bremsspuren. Von Juli bis September gab das Segmentergebnis im Vergleich zum Vorquartal um drei Prozent nach, der Umsatz um ein Prozent. Dies sei "saisonal untypisch und auf den im Laufe des September-Quartals deutlich schwächeren US-Dollar zurückzuführen", hieß es. Analysten hatten im Schnitt etwas mehr für das Schlussquartal erwartet. An der Börse fielen die Aktien des Dax-Konzerns vorbörslich um 2,6 Prozent.

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Für das laufende Vierteljahr kündigte Infineon einen saisonal bedingten Umsatzrückgang von zwei Prozent gegenüber dem Vorquartal an, mit der üblichen Schwankungsbreite von plus oder minus zwei Prozentpunkte. Dabei legt das Unternehmen einen Euro-Dollar-Wechselkurs von 1,15 zugrunde. Die Segmentergebnismarge soll im Startquartal bei 15 Prozent liegen.

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Die Aktionäre sollen für das Geschäftsjahr 2016/17 mehr Dividende erhalten: Sie soll um drei Cent auf 0,25 Euro je Aktie steigen.

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