Computerkonzern: Hewlett-Packard will sich aufspalten

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Computerkonzern: Hewlett-Packard will sich aufspalten

, aktualisiert 06. Oktober 2014, 13:06 Uhr

Der Computerkonzern will sich aufspalten: In einem Teil solle das Geschäft mit Personal Computern und Druckern zusammengefasst werden, im anderen das mit Geräten für Unternehmen und Dienstleistungen.

Der krisengeplagte US-Technologiekonzern Hewlett-Packard (HP) treibt seinen Umbau offenbar voran: Der Konzern Hewlett-Packard wird sich in zwei Unternehmen aufspalten. In einer Firma soll das Geschäft mit Personal Computern und Druckern zusammengefasst werden, wie HP am Montag mitteilte. Das zweite neue Unternehmen umfasse das Geschäft mit Dienstleistungen sowie Technik für Unternehmen. Beide Firmen sollen an der Börse notiert sein. Die Trennung soll bis Ende Oktober 2015 über die Bühne gehen. Die heutige Konzernchefin Meg Whitman soll das abgespaltene Unternehmensgeschäft mit dem Namen Hewlett-Packard Enterprise führen. Die PC- und Drucker-Firma mit dem Namen HP Inc. solle von Dion Weisler geleitet werden, der heute HP-Vizepräsident in dem Bereich ist. HP bestätigte damit einen Bericht aus dem „Wall Street Journal“ vom Vorabend.

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Hewlett-Packard würde damit einer Forderung vieler Investoren und Analysten folgen. Sie hatten in der Vergangenheit wiederholt eine Aufspaltung oder einen Verkauf der PC-Sparte gefordert. Damit könnte sich Hewlett-Packard auf profitablere Aktivitäten wie Computerserver und Datenspeicher für Firmen konzentrieren. Der ehemalige HP-Chef Leo Apotheker hatte bereits vor gut drei Jahren dafür plädiert, den PC-Bereich abzuspalten. Die Überlegungen wurden aber wieder verworfen. Erst Ende September hatte der US-Onlinehändler Ebay auf Druck von Investoren angekündigt, seinen Bezahlservice Paypal in ein eigenständiges Unternehmen auszugliedern und an die Börse zu bringen.

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Das PC-Geschäft von HP, das viele Jahre schwächelte und Rivalen wie Dell zu einem Sanierungsfall machte, wuchs allerdings zuletzt wieder unerwartet deutlich. Verbraucher und Unternehmen ersetzten ihre in die Jahre gekommenen Geräte. In der PC-Sparte gab es im dritten Quartal ein Umsatzplus von zwölf Prozent. In den anderen Bereichen des US-Konzerns lief es dagegen weniger rund, so dass insgesamt die Erlöse nur um ein Prozent auf 27,2 Milliarden Dollar kletterten. Der Gewinn erhöhte sich geringfügig auf 1,7 Milliarden Dollar. HP beschäftigt weltweit mehr als 300.000 Mitarbeiter. In diesem Jahr dürfte der Umsatz des 1939 gegründeten Unternehmens bei rund 112 Milliarden Dollar liegen. Im Mai hatte HP angekündigt, bis zu 16.000 weitere Stellen abzubauen.

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