Cook in China: Apple und China Mobile wollen ins Geschäft kommen

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Cook in China: Apple und China Mobile wollen ins Geschäft kommen

China Mobile ist der größte Mobilfunk-Betreiber der Welt - und vertreibt kein iPhone. Die Apple-Handys sind bisher technisch nicht kompatibel mit seinem Mobilfunkstandard. Wird sich das bald ändern?

Apple und der weltgrößte Telekom-Anbieter China Mobile wollen endlich ins Geschäft kommen. Bei einem Besuch in Peking warb Apple-Chef Tim Cook bei dem Vorsitzenden von China Mobile, Xi Guohua, für seine mobilen Geräte. „Beide Seiten haben über eine Kooperation gesprochen“, sagte eine Sprecherin von China Mobile am Donnerstag. Details wurden nicht genannt. „Als zweitgrößter Markt ist der Großraum China für uns sehr wichtig“, sagte eine Apple-Sprecherin und bestätigte die „geschäftlichen Gespräche“.

China Mobile mit rund 700 Millionen Kunden hat bislang kein iPhone im Programm. Sein Handynetz läuft mit dem chinesischen Mobilfunkstandard TD-SCDMA, so dass iPhones in dem Netz nicht die schnelle 3G-Geschwindigkeit nutzen können. Deswegen kooperiert Apple in China bislang nur mit den kleineren Betreibern China Unicom und China Telecom, möchte aber auch mit China Mobile eine Kooperation aufnehmen. Dafür müsste Apple allerdings eigens ein iPhone-Modell bauen, das auch den chinesischen Standard unterstützt, wie Experten erklärten. Damit der iPhone- und iPad-Hersteller aus dem kalifornischen Cupertino andere Geräte baut und die dafür nötigen Investitionen tätigt, müsste China Mobile aber auch auf Apple zugehen. Branchenkenner hoben aber auch hervor, dass sich die technischen Differenzen erledigen könnten, sobald mit 4G die nächste Generation der Datenübertragung breiter eingesetzt wird.

Rückschläge für Apple

  • Rivale Android

    75 Prozent aller Smartphones laufen inzwischen auf dem Betriebssystem Android des Apple-Rivalen Google

  • Weihnachtsgeschäft

    18 Prozent mehr Umsatz machte Apple im Weihnachtsgeschäft 2012 - gegenüber einem Plus von 73 Prozent im Vorjahr

  • Konkurrent Samsung

    350 Millionen Smartphones plant Samsung in diesem Jahr zu verkaufen - 60 Millionen mehr als Apple an iPhones seit Juni 2007 insgesamt verkauft hat

  • Teure Tablets

    150 Dollar soll das neue Tablet von Acer kosten, weniger als die Hälfte des iPad mini

  • Probleme in China

    Im vierten Quartal 2012 rutschte Apple in China bei Smartphones auf Rang sechs

Die Gespräche diese Woche wurden begleitet von Spekulationen, dass Apple nicht nur ein neues Handy-Modell, sondern möglicherweise auch eine billigere Version seines iPhones auf den Markt bringen will. Cook führte in Peking auch Gespräche mit den bisherigen Partnern China Unicom und China Telecom. Das Geschäft von Apple im Großraum China mit Hongkong und Taiwan schwächelte zuletzt und schrumpfte im vergangenen Quartal um 14 Prozent im Jahresvergleich. Der Rückgang im Vergleich zum Vorquartal lag sogar bei 43 Prozent. Im Frühjahr war Apple wegen seiner Garantie- und Reparaturpolitik in China in die Kritik geraten. Der Konzern sah sich gezwungen, seinen chinesischen Kunden eine seltene Entschuldigung zu geben.

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Weitere Artikel

Diese Woche geriet auch der Apple-Zulieferer Pegatron wegen seiner Arbeitsbedingungen in Fabriken in China ins Schussfeld von Aktivisten. Nach einer verdeckten Untersuchung prangerte die in New York ansässige Organisation China Labor Watch in einem Bericht schlimme Zustände und Verstöße gegen chinesisches Arbeitsrecht und die eigenen Standards von Apple an. Pegatron soll offenbar ein neues, billigeres iPhone herstellen Schon früher gab es ähnliche Kritik an Missständen in Werken des Apple-Hauptzulieferers Foxconn. Beide sind große taiwanesische Auftragsfertiger mit Fabriken in China.

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