Dank Sender-Verkauf: Pro Sieben verzehnfacht Gewinn

Dank Sender-Verkauf: Pro Sieben verzehnfacht Gewinn

, aktualisiert 03. November 2011, 10:59 Uhr
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Firmenschild von Pro Sieben Sat 1: Der Medienkonzern hatte seine Töchter in Belgien und den Niederlanden vor einem halben Jahr verkauft.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Verkauf seiner Benelux-Sender spült Pro Sieben Sat 1 viel Geld in die Kassen. Der RTL -Rivale zieht damit den Schlussstrich unter eine missglückte Akquisition - und sichert sich bereits die nächste Beteiligung .

Frankfurt/München/BerlinIm dritten Quartal habe unter dem Strich ein Überschuss von 340 Millionen Euro gestanden - mehr als zehn Mal so viel wie im Vorjahreszeitraum, teilte Pro Sieben Sat 1 am Donnerstag mit.

Europas zweitgrößter Fernsehkonzern hatte seine Töchter in Belgien und den Niederlanden vor einem halben Jahr für gut 1,2 Milliarden Euro an den finnischen Medienkonzern Sanoma verkauft - das Geld landete aber erst später auf dem Konto von Pro Sieben. Den Rest des Verkaufserlöses nutzte Pro Sieben, um seine Schulden abzubauen. Diese lagen Ende September nur noch bei zwei statt gut drei Milliarden Euro wie vor einem Jahr. Der RTL -Rivale zieht damit auch den Schlussstrich unter eine missglückte Akquisition.

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Die Pro-Sieben-Eigentümer KKR und Permira hatten dem Sender vor vier Jahren ihre europäische TV-Tochter SBS aufgehalst. Pro Sieben musste sich dafür Auftrag der Finanzinvestoren hoch verschulden. Die Aussichten für das Gesamtjahr bestätigt der Vorstand: Das operative Ergebnis soll über dem Vorjahreswert von 792 Millionen Euro liegen.

Nach dem Ende der unglücklichen Übernahme der Benelux-Sender hat Pro Sieben Sat 1 eine neue Beteiligung verkündet. Über das Tochterunternehmen SevenVentures übernimmt der TV-Konzern einen Anteil von 29 Prozent an der neuen Dating-Plattform „Meet One“, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Finanzielle Details wurden nicht genannt. Nach Angaben der Finanzagentur Bloomberg wird Meet One mit der Beteiligung mit rund 25 Millionen Euro bewertet.

Meet One wurde Anfang des Jahres von den Gründern des erfolgreichen Online-Spieleportals Bigpoint gestartet. Anders als viele Kontaktbörsen im Netz bietet Meet One seine Plattform kostenlos an und finanziert sich über kostenpflichtige Zusatzangebote. „Meet One ist die logische Weiterentwicklung aus Social Network und erfolgreichem Online-Dating-Model“, sagte Christian Wegner, Vorstand bei Pro Sieben Sat 1. Der TV-Konzern erhoffe sich von dem schnell wachsenden Start-up viele Möglichkeiten etwa in der Kombination Verknüpfung mit TV-Formaten. Nach eigenen Angaben hat das Kontaktportal bereits über 200.000 registrierte Nutzer.

Quelle:  Handelsblatt Online
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