De-Mail vs. E-Postbrief: Was das Rennen entscheiden wird

De-Mail vs. E-Postbrief: Was das Rennen entscheiden wird

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Mit der De-Mail soll man sensible Dokumente sicher und nachweisbar online versenden können

von Christian Schlesiger

Es ist schon ein Kreuz mit der Sicherheit. Wenn ein Unternehmen die Maßstäbe für die Datensicherheit zu niedrig hält, lässt die Kritik von Datenschutzbeauftragten nicht lange auf sich warten. Legen Unternehmen die Messlatte zu hoch, folgt ebenfalls eine Rüge.

So zumindest ergeht es derzeit der Deutschen Post. Der Datenschutzbeauftragte hat die Freigabe der von der Deutschen Post entwickelten De-Mail verweigert, weil Nutzer bei der Identifizierung ihrer Person zu viele Angaben machen muss. Die Deutsche Post setzt seit jeher auf das Post-Ident-Verfahren. Neben der Unterschrift werden dabei auch Personalausweisnummer und die ausstellende Behörde erfasst. Laut Datenschutzbeauftragten seien das zu viele Daten. Das De-Mail-Gesetz verlange weniger Angaben.

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So stellt die Deutsche Post die Entwicklung des De-Mail-Projektes vorerst ein. Das Unternehmen übt zudem scharfe Kritik an dem De-Mail-Gesetz und fordert Veränderungen. Es könne nicht sein, dass die Anforderungen beim De-Mail-Gesetz niedriger seien als etwa beim Geldwäschegesetz, so ein Sprecher. Wer ein Online-Konto eröffnet, müsse auch das Post-Ident-Verfahren durchlaufen. Dies müsse Maßstab auch für die De-Mail sein.

Die Deutsche Post setzt nun alles auf eine Karte. Das De-Mail-Projekt wurde beim Staatskonzern zwar innerhalb des vergangenen Jahres entwickelt und vorangetrieben. Doch intern galt es ohnehin als Nebenschauplatz. Die Konzentration galt und gilt der Weiterentwicklung des E-Postbriefes – jetzt noch mehr denn je.

Die Deutsche Post hofft, dass der E-Postbrief die Kunden überzeugt. Bislang schweigt der Konzern über Nutzerzahlen. Der 2010 gestartete E-Postbrief soll in diesem Jahr immerhin die Umsatzmarke von 100 Millionen Euro knacken. Stimmt die Zahl, wäre das zumindest ein Indiz dafür, dass sich mit dem Produkt vielleicht doch irgendwann mal Geld verdienen ließe. Brief-Vorstand Jürgen Gerdes will dem Produkt bis 2015 Zeit geben, sich zu entwickeln.

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