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Deal mit MetroPCS: Telekom will sich Rivalen MetroPCS schnappen

Quelle: Handelsblatt Online

Nach dem gescheiterten Verkauf der US-Mobilfunktochter schwenkt die Deutsche Telekom um. Sie will das Geschäft durch die Übernahme der Nummer fünf im Markt ausbauen. Es könnte ein Befreiungsschlag sein.

Die Deutsche Telekom prüft einem Bericht des "Handelsblatt" zufolge ab dem Geschäftsjahr 2013 eine Kürzung ihrer Dividende. Die Zahlung an die Aktionäre könnte bis zu einem Drittel geringer ausfallen. Für die vielfach leidgeprüften Telekom-Aktionäre wäre das ein neuer herber Rückschlag. Schließlich ist die vergleichsweise hohe Dividende ein der wenigen verbliebenen Argumente, das für die einstige Volksaktie spricht. Die traurige Geschichte der Telekom-Aktien begann nämlich schon kurz nach dem Börsengang des einstigen Staatskonzerns.

Bild: dpa

FrankfurtEs könnte die Lösung für die Dauerbaustelle von Telekom-Chef René Obermann sein: Der Konzern befindet sich in fortgeschrittenen Verhandlungen über einen Zusammenschluss seiner US-Mobilfunktochter T-Mobile USA mit dem US-Mobilfunkkonzern MetroPCS. Das teilte die Telekom am Dienstag mit und bestätigte damit Informationen aus Kreisen, während von MetroPCS zunächst keine Stellungnahme zu erhalten war.

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An der neuen Gesellschaft solle die Telekom die Mehrheit halten. „Die Gespräche stehen in einem Stadium, in dem wesentliche Fragestellungen noch nicht abschließend geklärt, die Verträge noch nicht unterzeichnet sind und das Zustandekommen der Transaktion noch ungewiss ist“, hieß es in der Mitteilung. Die notwendigen Beschlüsse von Vorstand und Aufsichtsrat der Telekom fehlten noch.

Metro PCS ist mit neun Millionen Kunden der fünftgrößte Mobilfunkanbieter in den USA, T-Mobile USA mit 33 Millionen Nutzern die Nummer vier. "Ein Deal steht kurz bevor" sagte einer der Insider am späten Nachmittag. Einem zweiten Insider zufolge ist noch am Dienstag eine Mitteilung der Unternehmen möglich. Eine weitere Person sagte, es werde eine Pressekonferenz für Mittwoch vorbereitet.

Die Telekom kämpft in den USA schon längerem mit Gegenwind und wollte T-Mobile USA 2011 eigentlich für 39 Milliarden Dollar an den Telekomriesen AT&T verkaufen. Allerdings stoppten die US-Wettbewerbsbehörden die Transaktion.

In der Hoffnung auf eine Lösung für das Sorgenkind in Übersee haben Anleger zu Aktien des Konzerns gegriffen. Die Titel legten am Dienstagnachmittag um bis zu 4,4 Prozent auf 10,04 Euro zu, verringerten ihr Plus später aber auf 1,5 Prozent. Die Papiere von MetroPCS legten in New York um 19 Prozent auf 13,73 Dollar zu.

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