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exklusiv Deutsche Telekom: 180 neue Top-Stellen trotz Personalabbau

von Jürgen Berke

Trotz der Verkleinerung der Bonner Konzernzentrale will der Telekom-Chef Platz für 180 neue Manager schaffen. Gesucht sind Unternehmertypen.

René Obermann Quelle: dpa
Telekom-Chef Obermann sucht neue Führungskräfte Quelle: dpa

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Im Schach ist die große Rochade oft der letzte Ausweg. In höchster Not, wenn der König in Not gerät, ändern er und der Turm ihre Positionen, um sich besser abzusichern. Telekom-Chef René Obermann bereitet eine ganz große Manager-Rochade vor. Die größten Opfer müssen die Kräfte auf der zweiten Führungsebene bringen. Zwar will er die Konzernzentrale in Bonn verkleinern. Bis zum Jahr 2015 fallen bis zu 1300 Stellen weg. Aber gleichzeitig will der Telekom-Vorstand Platz schaffen für neue Köpfe mit neuen Ideen. Rund 180 Posten sollen besetzt werden. Das geht aus internen Papieren und Organigrammen hervor. Besonders das Trio mit der größten Machtfülle im Vorstand, Konzernchef Obermann, Finanzchef Timotheus Höttges sowie die neue Europa- und Technik-Chefin Claudia Nemat sortieren derzeit langjährige Spitzenkräfte aus, mit deren Leistungen sie offenbar unzufrieden sind.

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Mehr als zwei Drittel der ausgeschriebenen Stellen stammen aus ihren Ressorts. Mit dem großen Stühlerücken will Obermann die Konzernzentrale nicht nur schlanker und effizienter machen, sondern auch schlagkräftiger. Gezielt soll der Konzern zuerst intern „Top Performer“ und „High Potentials“ aus allen Geschäftsbereichen und Ländern für „erfolgskritische Schaltstellen“ anwerben, wie es in dem Vorstandspapier heißt. Auf einen Karrieresprung dürfen Unternehmertypen mit der Kernkompetenz „innovativ“ hoffen. Obermann suche Manager mit Hingabe und Kraft, die für Ziele kämpften und Widerstände überwänden, heißt es aus dem Vorstand und: „Fremdbewerbungen sind ausdrücklich erwünscht.“ Obermann will bis zum Jahr 2015 den Umsatz aus den Wachstumsfeldern wie dem Cloud Computing, dem mobilen Internet oder intelligenten Netzlösungen für Energie- und Gesundheitswirtschaft verdoppeln. Einige dieser Bereiche liegen noch weit hinter Plan.

An der Zahl der neu zu besetzenden Positionen lässt sich gut ablesen, wo die Not der Telekom am größten ist. So sucht Obermann schon allein für die ihm unterstellten Bereiche Geschäftsstrategien und Produktinnovationen insgesamt zwölf neue Führungskräfte, die Partnerschaften etwa mit Web-Riesen einfädeln und Kontakt zu aufstrebenden Startups knüpfen sollen. Finanzchef Höttges will allein den für Zu- und Verkäufe zuständigen Bereich M & A auf sieben Positionen verändern. Und Vorstand Claudia Nemat baut eine neue Zentrale für Europa und Technik auf und sucht auf 56 Positionen Spitzenkräfte. Sie sollen unter anderem den Umbau der Fest- und Mobilfunknetze vorantreiben, der nicht schnell genug verläuft. (WirtschaftsWoche 26/2012).

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 08.07.2012, 07:18 UhrJoselyn

    Was für eine Schweinerei ! Das "Fußvolk" wird entlassen, damit einige aufsteigende Führungskräfte ihren inneren Kreis von Vertrauten mit sich nehmen bzw. erweiteren und häufig neue Stellen für sie schaffen, um sie im eigenen Fahrwasser mit aufsteigen zu lassen.

  • 08.07.2012, 00:55 UhrSf3

    Blöde Einleitung. Der Schreiber scheint nicht allzu viel Ahnung vom Schach zu haben. Aber es war ein netter Versuch, ein wenig intellektueller zu klingen

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