Deutsche Telekom: Gefangen in den USA

KommentarDeutsche Telekom: Gefangen in den USA

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Rene Obermann, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom.

von Jürgen Berke

Nach dem Veto der US-Regulierungsbehörde FCC gibt die Ratingagentur Moody’s dem Verkauf von T-Mobile nur noch wenig Chancen.

Schallende Ohrfeige für Telekom-Chef René Obermann. Trotz aller offiziell verkündeten Durchhalteparolen – die Ratingsagentur Moody’s gibt dem Verkauf von T-Mobile in den USA nur noch wenig Chancen. Nach dem Veto der US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) kämpfen Deutsche Telekom und AT&T scheinbar unverdrossen für ein Zustandekommen des 39-Milliarden-US-Dollar-Deals. Doch die Experten von Moody’s rechnen nicht mehr damit, dass die Mega-Fusion und damit der von Telekom erhoffte Befreiungsschlag auf dem amerikanischen Mobilfunkmarkt noch zustande kommt.

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Doch was passiert nach einem Scheitern? Mit dieser Frage beschäftigt sich Moody’s in ihrer jüngsten Studie. Die Ratingagentur entworfenen vier Optionen laufen letztlich darauf hinaus,  dass Obermann den Verkauf abblasen und weitere Milliarden in das US-Abenteuer stecken muss.

Die vier möglichen Optionen

1.      Besonders wahrscheinlich (Eintrittswahrscheinlichkeit: 50 Prozent) ist demnach, dass die Deutsche Telekom in den USA bleibt. In diesem Fall würde Obermann eine Ausgleichszahlung in Höhe von drei Milliarden US-Dollar und zusätzliche Mobilfunkfrequenzen von AT&T bekommen. Zusätzliche Investitionen in Höhe von fünf Milliarden US-Dollar wären erforderlich, um das T-Mobile-Netz schneller und moderner zu machen. Gut möglich, dass T-Mobile einen bereits ad acta gelegten Verkaufsplan für die Mobilfunktürme wieder aufleben lässt. Der erhoffte Erlös in Höhe von 2,5 bis 3,5 Milliarden US-Dollar könnte ebenfalls dazu dienen, die bisher so schlechte Wettbewerbsposition von T-Mobile in den USA zu verbessern.

2.      Etwas weniger wahrscheinlich ist nach Ansicht von Moody’s, dass die Deutsche Telekom das Mobilfunknetz mit einem Konkurrenten zusammenlegt (Eintrittswahrscheinlichkeit: 25 Prozent). Als potenzielle Partner kämen AT&T und Sprint/Nextel in Frage. Dadurch bekäme T-Mobile zwar ein deutlich erweitertes Frequenzspektrum und müsste auch weniger in den Netzausbau investieren. Doch um sich von den Konkurrenten abzuheben, müsste T-Mobile die Ausgaben für Marketing und Vertrieb deutlich steigern. 

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