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Datennutzung: Das Öl von heute

von Andrea KurtzQuelle: Handelsjournal

Für Revolutionäre der digitalen und mobilen Medien ist „Data Mining“ Pflicht. Aber wie können Daten über Kunden und Produkte effizient genutzt werden? Moderne Technologie soll dabei helfen.

Menschen mit Einkaufstüten Quelle: dpa
Kundendaten müssen effizient verwertet werden können. Quelle: dpa

„Erfolg ist, wenn’s passt“: Unter diesem Motto hatte Software-Anbieter Ethalon Experten zum Austausch auf dem Retail-Tag eingeladen. Hauptthema: der Umgang mit Kundendaten. Wie die Pioniere des 19. Jahrhunderts vor der Herausforderung standen, Öl aus dem Boden zu holen, um industrielles Wachstum zu fördern, sehen sich heute die Revolutionäre der digitalen und mobilen Medien in der Pflicht, „Data-Mining“ zu betreiben.

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„Daten revolutionieren die Wirtschaft. Auch das menschliche Denken hat sich längst verändert — wir sind alle datengetrieben“, sagte Andreas W. Bauer, Berater bei Roland Berger. Aber das Sammeln von Daten mache nur Sinn, wenn sie auch effizient genutzt werden können. „Portale — beispielsweise Facebook —, denen es nicht gelingt, Datenfülle in wirtschaftlichen Gewinn umzumünzen, bekommen an der Börse die Quittung“, führt Bauer aus.

Mit Dateneinsatz: Perfekte Personalplanung

  • Softwareprogramm

    Auch bei der Personaleinsatzplanung setzen Unternehmen inzwischen auf Softwareprogramme für die digitale Bearbeitung: So führt die Gries Deco Company (Depot) in ihren 250 Filialen die Personaleinsatzplanungssoftware Argos ein. „Die Anwendung ist webbasiert und erfordert daher keine zusätzliche Software in den Filialen, sondern wird zentral verwaltet, gewartet und aktualisiert“, sagte Dieter Dix, Leiter Revision bei Gries Deco. Sie kann auf nahezu jedem webfähigen Gerät benutzt werden.

  • Einführung per E-Learning

    Eingeführt wurde Argos über ein E-Learning-System: Geschult wurden ca. 500 Mitarbeiter, darunter Filial-, Regional- und Vertriebsleiter und die Personalabteilung. 50 in den Filialen ausgebildete Mentoren gaben ihr Wissen an maximal drei Anwender direkt weiter.

  • Erweiterungen

    Erweitert wird das Produkt Argos laut Volker Diekmann, Teamleiter Vertrieb bei Ethalon, zurzeit um Innovationen bei technischen Komponenten, bei den Funktionen und beim Bedienkomfort.

Der Kunde wird fordernder

„Genauso löschen Kunden Applikationen auf ihrem Smartphone, wenn diese keinen realen Nutzen bieten.“ Der Kunde sei mündiger und damit fordernder geworden, so Bauer. Er erwarte schnelle Lieferung, individuell zugeschnittene Werbung, er will Preise vergleichen und am liebsten sein Produkt selbst gestalten. „Wie im Tante-Emma-Laden muss jedoch das Verständnis für die individuellen Wünsche des Kunden zurückgewonnen werden“, erläutert Bauer.

Hersteller werden zu Händlern

Als einen der wesentlichen Trends der vergangenen Jahre sehen die Experten von KPMG und EHI, dass Markenartikelhersteller zunehmend eigene Einzelhandelsaktivitäten entwickeln. „Ob Adidas, Boss oder WMF – sie alle haben in den letzten Jahren massiv eigene Geschäfte eröffnet“, heißt es in der Studie. Diese Strategie sei nun in den Fokus zahlreicher Hersteller gerückt. „Überall dort, wo Hersteller aus den eigenen Produktionsstätten ein kompetentes Sortiment anbieten können und gleichzeitig eine starke Marke haben, gibt es hierfür zumindest eine gute Grundlage.“

Bild: AP

Die Lösung für die Experten von Ethalon: Aktuelle Multichannel-Lösungen für datenbasiertes Marketing. Händler können danach zielgruppengerecht Sortimente, Preise, Shopkonzepte und Leistungen von Lieferanten optimieren. Allerdings verwirren neue Trends auch: Apps, Loyalty-Programme, Social Media, QR-Shopping oder Google Wallet.

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Bernhard Orth
Thomas Franzl
Bernhard Orth ist leitender Unternehmensberater bei IBM und verantwortet das Beratungsgeschäft für Smarter Commerce. Er berät seit mehr als 25 Jahren Kunden aus den Branchen Handel und Konsumgüterindustrie. Frage stellen
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