Bild: dapdDie Schlusslichter im Ranking
Die japanische Mazda Motor Corporation konnte sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verbessern und liegt immer noch auf dem letzten, 16. Platz. Schlechte Werte erreichten zudem die ebenfalls japanischen Autobauer Subaru und Honda. Für Subaru ging es sogar richtig bergab. Gleich fünf Plätze büßte die Marke des Unternehmens Fuji Heavy Industries im Vergleich zum Vorjahr ein und landete auf Platz 15. Ebenfalls fünf Ränge nach unten rasselte Honda. Und das, obwohl der Autobauer gemessen am Börsenwert sogar der zweitgrößte Automobilhersteller der Welt ist. Trotzdem reichte es nur für Platz 14.
Bild: obsFür die ebenfalls aus Japan stammenden Konzerne Suzuki und Mitsubishi ging es dagegen bergauf: Suzuki konnte sich leicht verbessern und den 13. Platz sichern. Mitsubishi konnte drei Ränge im Vergleich zum Vorjahr gut machen und landete auf dem 12. Platz.
Bild: dpaDer PSA-Konzern, zu dem die Marken Peugeot und Citroen gehören, liegt wie zuvor auf Platz 11. Für die Franzosen rächt sich laut CAM-Ranking ihre starke Fokussierung auf den europäischen Markt, der zunehmend härter umkämpft wird und zugleich Marktrückgänge verzeichnet.
Bild: REUTERSEbenfalls noch im Bereich der "Low Performer" befindet sich der Renault-Konzern. Allerdings konnte sich das französische Unternehmen um respektable vier Plätze nach oben kämpfen und landete so immerhin auf Platz 10. Und das, obwohl Renault einen Absatzrückgang von 7,1 Prozent verkraften musste.
Bild: REUTERSPlatz 9 geht an den Zusammenschluss von Fiat und Chrysler. Sie bilden in diesem Jahr das Schlusslicht im Mittelfeld des Rankings, die "Medium Performer", indem sie sich um vier Plätze nach vorne geschoben haben. Hierzu trug laut CAM vor allem die gute Performance von Chrysler bei.
Bild: REUTERSWie schon im Vorjahr steht Toyota auf Platz 8 - und das trotz der Erdbeben- und Nuklerakatastrophe von Fukushima im Jahr 2011. Beim Absatz konnte Toyota enorme Zuwächse realisieren und könnte nach Einschätzung der Experten 2012 sogar wieder der größte Automobilhersteller werden.
Bild: REUTERSNissan-Präsident und CEO Carlos Ghosn musste mit seinem Konzern zwei Plätze abgeben: Während Nissan im Vorjahr noch auf Platz 5 stand, hat es nun nur noch für Platz 7 gereicht. Trotzdem kann auch dieser japanische Autobauer der Katastrophe von Fukushima trotzen und sich im Mittelfeld des Rankings halten.
Bild: dpaPlatz 6 geht an General Motors. Trotz guter Marktlage in den USA und China kann sich GM aufgrund seines defizitären Europa-Geschäfts (hier macht vor allem die Tochter Opel in Deutschland große Sorgen) nicht steigern.
Bild: obs2010 gab es einen Rekord am Rhein: Der sechsmillionste Ford Fiesta rollte im Werk Köln vom Band. Der amerikanische Konzern schiebt sich im Automotive-Performance-Ranking 2011/12 um zwei Ränge nach vorne und belegt den 5. Platz.
Bild: REUTERSHyundai kann sich als "High Performer" stabilisieren und steht auf Platz 4. Dem Konzern gelingt dies vor allem durch eine hohe Marktleistung mit hohen Absatzsteigerungen sowie der viertbesten Financial Performance und einer immerhin guten Innovationskraft.
Die Schlusslichter im Ranking
Die japanische Mazda Motor Corporation konnte sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verbessern und liegt immer noch auf dem letzten, 16. Platz. Schlechte Werte erreichten zudem die ebenfalls japanischen Autobauer Subaru und Honda. Für Subaru ging es sogar richtig bergab. Gleich fünf Plätze büßte die Marke des Unternehmens Fuji Heavy Industries im Vergleich zum Vorjahr ein und landete auf Platz 15. Ebenfalls fünf Ränge nach unten rasselte Honda. Und das, obwohl der Autobauer gemessen am Börsenwert sogar der zweitgrößte Automobilhersteller der Welt ist. Trotzdem reichte es nur für Platz 14.
Der Legende nach hat Henry Ford, Gründer des Autoherstellers Ford und Verfechter der Fließbandproduktion Anfang des 20. Jahrhunderts gesagt: "Man kann das Ford-Modell T in jeder Farbe bekommen – vorausgesetzt, sie ist schwarz."
Damit gibt sich natürlich längst kein Autokäufer mehr zufrieden. Der Wunsch nach Individualisierung ist so groß wie nie – verschiedenfarbige Innenausstattungen, Assistenzsysteme, Navigations- und Entertainmentsysteme erhöhen die Vielfalt und gleichzeitig die Komplexität für die Autohersteller. Die stecken in einem Dilemma: Auf der einen Seite wollen sie möglichst vielen Kunden das personalisierte Auto bieten, gleichzeitig muss die Technik möglichst aktuell, die Entwicklung und Fertigung möglichst schnell, preisgünstig und qualitativ hochwertig sein. Und das Ganze soll auch noch möglichst fehlerfrei sein.
Produktion am Computer durchspielen
Wie bringen die Autohersteller all die teilweise widersprechenden Ziele unter einen Hut? Die Digitale Fabrik soll die Antwort sein. Der Begriff „Digitale Fabrik" bezeichnet Planungsansätze, die darauf abzielen, bereits vor dem Aufbau einer Fabrik oder eines Produktionssystems ein möglichst realistisches Abbild des zukünftigen Produktionsablaufes im Computer zu schaffen. Das kann enorm viel Zeit sparen. Während Entwickler das Produkt digital konstruieren, entwerfen Planer schon parallel die Produktionsprozesse – eine reizvolle Idee.
Die Protagonisten der Digitalen Fabrik schwärmen davon, im virtuellen Raum fehlerfrei zu werden. In der Scheinwelt wollen sie Fehler erkennen, um sie in der Realität vermeiden zu können.
Praktisch alle Autohersteller arbeiten an dem Thema. Der Ingolstädter Autohersteller Audi wollte beispielsweise die Entwicklungs- und Lieferzeit für eine sogenannte Füge- und Schweißstation erheblich verkürzen. Dort werden Motorteile zusammengebaut, bei denen es auf höchste Präzision ankommt: Die Nockenwellenverstellung wird auf die Nockenwelle gefügt, mit Laser verschweißt, gebürstet und geölt. Die stabförmige Nockenwelle dient der Steuerung der Ventile im Motor, über die Luft und Treibstoff dosiert in den Motor und Abgase wieder hinaus gelangen.
Audi wollte die Inbetriebnahme der automatischen Anlage um mehrere Wochen verkürzen ohne die Qualität des Prozesses zu gefährden. Zusammen mit dem Maschinenbauspezialisten Emag Automation aus Heubach bei Schwäbisch Gmünd und den Software-Spezialisten Heitec aus Erlangen arbeiteten Ingenieure und Informatiker daran. Sie wussten schnell, wo einer der Knackpunkte lag: „Vor allem die Inbetriebnahme als Test für die Softwarequalität muss erheblich verkürzt, besser früher begonnen werden,“ sagt Roman Pieloth von Heitec.
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