Mobiles Bezahlen: Die Geldbörse der Zukunft lässt auf sich warten

ThemaDie digitale Revolution der Wirtschaft

Mobiles Bezahlen: Die Geldbörse der Zukunft lässt auf sich warten

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Die Anbieter für neue Bezahlsysteme sprießen wie Pilze aus dem Boden.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Infrastruktur für das digitale Portemonnaie im Handy steht, doch die Deutschen greifen lieber zur EC-Karte. Bezahldienstleister nehmen nun Kleinunternehmer ins Visier. Aber kann diese Wette wirklich aufgehen?

Das Smartphone werde im Handumdrehen die Geldbörse entbehrlich machen, versprach die Mobilfunkbranche schon vor Jahren. Doch die Zukunft, in der man nur kurz mit dem Smartphone vor der Kasse zu wedeln braucht, lässt weiter auf sich warten. Noch immer müssen Verbraucher zum Bezahlen ihre Plastikkarte zücken.

Stattdessen scheint die mobile Bezahlrevolution eine Art Umweg durch die Hintertür zu nehmen. Denn immer mehr Anbieter, die mit Einsteckmodulen das Smartphone oder einen Tablet-Computer zum mobilen Kassen-Terminal machen wollen, bieten hierzulande ihre Dienste an. Ihre Zielgruppe sind nicht Verbraucher, sondern Kleinunternehmer.

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Im vergangenen Jahr drängten in Deutschland gleich mehrere Anbieter in den noch jungen Markt, der in den USA von der Firma Square des Twitter-Mitgründers Jack Dorsey begründet wurde.

In diesem Jahr erwarten Experten einen Verdrängungswettbewerb. Gute Chancen werden der Firma Payleven beigemessen. Aber auch der schwedische Anbieter iZettle kommt mit dem Rückenwind der Erfahrung aus Skandinavien nach Deutschland. Die Firma hat seit dem Start 2011 inzwischen rund 75 000 Nutzer in Großbritannien, Finnland, Schweden, Norwegen und Dänemark gewonnen. Zum Markteintritt in Deutschland waren gleich 25 000 Lesegeräte verfügbar. "Auf lange Sicht werden nicht alle Anbieter im Geschäft bleiben können", ist sich iZettle-Chef Jacob de Geer sicher.

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Quelle: Presse

Weitere Player im Markt sind weniger bekannte Anbieter wie Sum-Up oder Streetpay. Ein Preiskampf kommt schon jetzt in Gang. Die übliche Gebühr pro Transaktion pendelte sich bei 2,75 Prozent des bezahlten Betrags ein, nachdem Payleven zunächst mehr verlangte. Der Rivale Streetpay liegt sogar nur bei 1,90 Prozent. Auch Square nimmt in den USA eine Gebühr von 2,75 Prozent des Betrags und startete jüngst die internationale Expansion mit der Einführung des Dienstes in Kanada. Zudem soll die Abwicklung der Zahlungen der Kaffeehauskette Starbucks für deutlich mehr Geschäft sorgen. Bei der jüngsten Finanzierungsrunde im Herbst soll Square mit 3,25 Milliarden US-Dollar bewertet worden sein.

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Zugleich weiß noch niemand genau, ob das Bedürfnis von Handwerkern oder kleinen Dienstleistern, auch Kartenzahlungen anzubieten, tatsächlich so groß sein wird, dass die groß angelegte Wette aufgeht. Ein Warnsignal kam im Dezember. Da stieg ein Platzhirsch unter den Bezahldienstleistern - die Firma Verifone, die weltweit Terminals für viele Geschäfte und Restaurants stellt - aus dem Geschäft aus. Die Begründung: Die Margen seien extrem dünn und das System "fundamental unprofitabel".

Quelle:  Handelsblatt Online
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