Donald Trump: Die Maske des Clowns

Donald Trump: Die Maske des Clowns

, aktualisiert 19. Januar 2016, 23:40 Uhr
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Nun ist Silicon Valley dran: Donald Trump teilt aus.

von Britta WeddelingQuelle:Handelsblatt Online

US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump teilt in seinen Reden nur zu gern nach allen Seiten aus. Nun ist er mit seiner Mischung aus Hass, Größenwahn und Litanei über die schlimme Welt da draußen in Silicon Valley angekommen.

New YorkWie immer weiß die Öffentlichkeit nicht, ob sie lachen, weinen oder den Mann schlicht ignorieren soll. Zu abgedreht und irre scheint das, was Milliardär Donald Trump von sich gibt. Nach dem Motto: Hat er das tatsächlich gesagt?

Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber weiß das nicht nur. Nein, er nutzt die Unsicherheit bewusst für sich aus. Die Hass-Reden auf alles Fremde, die Provokationen, das Agitieren gegen das vermeintliche Establishment – das sind gesteuerte Eskalationen. Witzfigur Trump? Eben nicht. Der Unternehmer missbraucht die Maske des Clowns, um das auszusprechen, was sich angeblich keiner zu sagen traut. Seine Raserei ist berechnend.

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Nun hat der Republikaner Silicon Valley attackiert. Bei einer Rede in einer Universität in Virginia erklärte der Republikaner zwischen den üblichen Seitenhieben auf Demokratin Hillary Clinton, wenn er die Wahl gewänne, werde er Apple dazu bringen, „ihre verdammten Computer in den USA zu produzieren”.

Der iPhone-Hersteller hat große Teile der Produktion ins Ausland verlagert, darunter vor allem nach China und in die Werke von Foxconn, dem ebenso umstrittenen wie mächtigen Hersteller von Computer- und Elektronikteilen. Trumps Rhetorik ist nicht neu. Bereits im Wahlkampf 2012 hatte der Immobilien-Tycoon gegenüber dem konservativen TV-Sender Fox News erklärt, es wäre „eine tolle Sache”, wenn Apple-Chef Tim Cook eine Fabrik in den USA errichte.

Tatsächlich gerät Apple wegen seiner Produktionsbedingungen immer wieder unter öffentlichem Druck. Als Teil einer „Made in the USA”-Kampagne hatte das Unternehmen deshalb Ende 2013 rund 100 Millionen Dollar in den Aufbau eines Standorts in Texas investiert, wo nun Teile des Mac-Computers hergestellt und zusammengeschraubt werden.

Die Attacke von Trump ist bewusst gesetzt, unterstützt Silicon Valley doch traditionell die Konkurrenz. Laut der zuständigen der U.S. Federal Election Commission liegen Kandidatin Clinton und Bernie Sanders, demokratischer Senator aus Vermont, bei den Spendengeldern von Google und Co. derzeit vorn. Der Ausfall gegen Apple dürfte dafür sorgen, dass sich daran auch in nächster Zeit wenig ändert.

Quellle:  Handelsblatt Online
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