Einstige Achillesferse des Unternehmens: Facebook wächst - dank Smartphone-Werbung

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Einstige Achillesferse des Unternehmens: Facebook wächst - dank Smartphone-Werbung

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Facebook-Gründer Mark Zuckerberg bei der Vorstellung der neuen Unternehmenszahlen.

von Matthias Hohensee

Plötzlich ist die mobile Werbung der wichtigste Wachstumstreiber für Facebook. Doch trotz steigender Umsätze und Nutzerzahlen wächst Facebook nicht stark genug, um seinen derzeitigen Börsenwert zu rechtfertigen.

So schnell ändern sich die Zeiten. Was noch vor kurzem als die größte Herausforderung für Facebook galt, ist nun dessen wichtigster Wachstumstreiber. Vor einem Jahr hatte das soziale Netzwerk keine Einkünfte durch mobile Werbung, obwohl immer mehr seiner Mitglieder Facebook über ihr Smartphone nutzten, viele von ihnen sogar exklusiv. Inzwischen stammen 30 Prozent aller Werbeeinnahmen aus mobiler Werbung, Tendenz steigend.

Am Mittwochnachmittag kalifornischer Zeit gab Facebook seine jüngsten Quartalszahlen bekannt. Der Umsatz lag leicht über den Erwartungen der Analysten, die allerdings mehr Gewinn prognostiziert hatten. In den ersten Monaten diesen Jahres hat Facebook 1,46 Milliarden Dollar Umsatz erzielt, 400 Millionen Dollar mehr als im Vorjahreszeitraum. Eine stattliche Steigerung von 38 Prozent. Der Gewinn lag bei 219 Millionen Dollar, 14 Millionen Dollar mehr als im Vergleichszeitraum. Facebook-Chef Mark Zuckerberg kontert Skeptiker, die behaupten, dass das soziale Netzwerk Millionen von Nutzern und damit Popularität verloren hat.

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Facebook ist längst nicht mehr das soziale Netzwerk, als das es gestartet ist. Der Dienst positioniert sich immer stärker als Gegengewicht zu Google.

Mark Zuckerberg Quelle: REUTERS

In Facebooks Statistiken ist das nicht erkennbar. Das soziale Netzwerk zählt derzeit 1,1 Milliarden Nutzer, 200 Millionen mehr als im Frühjahr 2012. „Ich bin selber überrascht, dass die Mitgliederzahl immer noch steigt“, so Zuckerberg. Auch das Karteileichen-Argument zieht nicht. Denn von den 1,1 Milliarden Nutzern sind 660 Millionen laut Facebook täglich auf dem Angebot.

Auch in der Gruppe der unter 25-Jährigen, die Facebook angeblich den Rücken kehren, hat das soziale Netzwerk laut Finanzchef David Ebersman kein Problem. Dass auch Facebook-Wettbewerber wie beispielsweise Tumblr oder Pinterest stärker genutzt werden, empfindet er nicht als problematisch. „Wir sehen das ganze nicht als Nullsummenspiel“, sagt Ebersman. Mit andern Worten: Der Markt für soziale Medien ist groß genug, damit nicht nur Facebook, sondern auch seine Konkurrenten wachsen können.

Analysten, die sich Aussagen zur Akzeptanz von Facebook neuem Produkt „Facebook Home“ erwartet hatten, das direkt auf der Handy-Oberfläche Inhalte des sozialen Netzwerks einspielt, wurden enttäuscht. Die kostenlose Software war von vielen Testern verrissen worden. Zuckerberg verwies nur auf das Potential, ständig im Blick der Nutzer zu sein. „Die Facebook App wird im Schnitt 15mal am Tag geöffnet“, so der Facebook-Chef. „Auf das Handy-Display schauen die Leute bestimmt Hunderte Male am Tag.“

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