Elektromobilität: Infineon-Chef fordert Subventionen für E-Autos

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Chip des Halbleiterherstellers Infineon

von Matthias Kamp und Michael Kroker

Um den stockenden Absatz von Elektroautos in Deutschland zu erhöhen, fordert Infineon-Chef Reinhard Ploss von einer künftigen Bundesregierung direkte Subventionen.

"Ich kann mir ein limitiertes und sehr übersichtliches Anschubszenario vorstellen", sagte der Vorstandsvorsitzende des Münchner Halbleiterherstellers im Interview. "Dem Privatverbraucher, der ein E-Auto fährt, könnte die Mehrwertsteuer beim Strom erlassen werden. Ein so befristeter Steuervorteil hat zum Beispiel dem Katalysator zum Durchbruch verholfen."

Infineon zählt zu den Unternehmen, die von der Elektrifizierung der Mobilität profitieren. „In einem Auto mit Verbrennungsmotor stecken künftig im Schnitt Halbleiter im Wert von rund 350 Dollar", so Ploss. "Bei einem Hybrid- oder Elektrofahrzeug wären es rund 700 Dollar.“

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Ploss, der am Dienstag die Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr vorstellen wird, ist optimistisch, dass der Technologiekonzern seine Krise überwunden hat. „Das Unternehmen liegt im Rahmen der Erwartungen. Wenn ich mir die aktuellen Wirtschaftsdaten, vor allem auch die Zahlen aus der Autoindustrie ansehe, die für unser Geschäft sehr wichtig ist, bin ich sogar recht optimistisch“, sagte der Infineon-Chef. „Wir sehen vor allem positive Impulse aus den USA.“

Ploss, der vor einem Jahr die Führung des Chipherstellers übernommen hat, deutet an, dass sich Infineon in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres besser als erwartet entwickelt hat. „Vor einem Jahr haben wir gesagt, dass es schwierig werden wird. Wir haben aber gleichzeitig gesagt, dass es in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres, also von April bis September, wieder besser laufen würde. Heute kann Infineon sagen, dass es zunächst schwieriger als befürchtet war und die zweite Hälfte des Geschäftsjahres besser als erwartet gelaufen ist.“

Keine konkrete Aussage machte Ploss, wann Infineon das Ziel erreicht, den Umsatz von zuletzt knapp vier Milliarden auf fünf Milliarden Euro zu steigern. „Ob das nun 2015 oder 2016 sein wird, ist nicht so wichtig. Wichtig für mich ist, dass Infineon profitabel wächst. Über den Konjunkturzyklus hinweg wollen wir eine Marge von 15 Prozent erreichen. Dabei bleibt es.“

Mit Sorge beobachtet Ploss den steigenden Strompreis. "Er tut zunehmend weh", sagt der Infineon-Chef mit Blick auf die Belastung für sein Unternehmen. Die hohen Energiepreise würden allmählich zu einem Instrument zur Vertreibung von Unternehmen, so Ploss weiter. Der Infineon-Chef fordert zudem eine Rückführung der Ökostromumlage. "Die sollte weiter reduziert werden."

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