Angriff auf Samsung
Bild: dapdSamsung
Samsung ist im dritten Quartal 2011 nach Berechnungen von Marktforschern zum weltgrößten Smartphone-Herstellern aufgestiegen. Der südkoreanische Konzern überholte mit 23,6 Millionen ausgelieferten Computer-Telefonen deutlich das iPhone von Apple, wie die Analysten der US-Firma IDC berichteten. Samsung hielt demnach ein Fünftel des Weltmarktes, vor einem Jahr lag Samsung erst bei einem Anteil von 8,8 Prozent.
Samsung profitierte vom Erfolg seiner Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android. Die Plattform wird von diversen Herstellern genutzt und ist die klare Nummer eins im Smartphone-Markt vor Apples iOS-System.
Bild: REUTERSMan sollte aber nicht versuchen, allzu viel aus diesen Zahlen herauszulesen, raten die Analysten, auch wenn dies angesichts der großen Rivalität zwischen beiden Unternehmen nahe liegend scheine. Denn auch wenn Samsung mehr Geräte verkauft habe, so verdiene Apple doch mehr an jedem einzelnen. Deshalb sei Apple jetzt auch der wertvollste Technologiekonzern der Welt mit einem Marktwert, der drei Mal so hoch ist wie der von Samsung. Apple hat nur Highend-Smartphones im Angebot, Samsung alles, von billig bis teuer.
Bild: REUTERSApple
Auf die iPhone-Modelle entfielen 14,5 Prozent – damit sank der Marktanteil erstmals seit langem, im Vorjahr waren es noch 17 Prozent für Apple. Das könnte sich im laufenden Vierteljahr aber wieder ändern: Denn in den vergangenen Monaten warteten viele Apple-Kunden auf das überfällige neue iPhone-Modell. Das iPhone 4S wird seit Oktober verkauft und findet nach bisherigen Informationen reißenden Absatz.
Insgesamt wuchs der Smartphone-Markt nach IDC-Zahlen im dritten Quartal um 42,6 Prozent auf 118,1 Millionen Geräte und damit deutlich langsamer als bisher. Auch dies führten die Marktforscher auf das Warten auf ein neues iPhone zurück.
Bild: ReutersNokia
Vergessen sollte man auch nicht, dass insgesamt auf dem Handymarkt weder Apple noch Samsung an der Spitze sind.
Weltgrößter Handyhersteller ist weiter der finnische Nokia-Konzern, auch wenn der bei den Smartphones hinter der Konkurrenz zurückgefallen ist. Der langjährige Smartphone-Marktführer rutschte weiter ab - von 32 Prozent vor einem Jahr auf 14,2 Prozent. Der finnische Handy-Riese ist gerade dabei, seine ersten Telefone mit Microsofts Betriebssystem Windows Phone auf den Markt zu bringen, die das Geschäft wiederbeleben sollen.
Bild: REUTERSHTC
Mit HTC aus Taiwan rückte ein weiterer Android-Partner mit 10,8 Prozent Marktanteil auf Rang vier vor. Vor einem Jahr verkauften die Taiwanesen gerade einmal 5,9 Millionen Geräte, im dritten Quartal waren es 12,7 Millionen. Damit hängt HTC einen Pionier ab…
Bild: dpaResearch In Motion
Denn die einst sehr populären Blackberrys von Research In Motion rutschten beim Marktanteil von 15 auf 10 Prozent ab. Zuletzt sorgten Verbindungsprobleme über Tage bei RIM für Ärger.
Samsung
Samsung ist im dritten Quartal 2011 nach Berechnungen von Marktforschern zum weltgrößten Smartphone-Herstellern aufgestiegen. Der südkoreanische Konzern überholte mit 23,6 Millionen ausgelieferten Computer-Telefonen deutlich das iPhone von Apple, wie die Analysten der US-Firma IDC berichteten. Samsung hielt demnach ein Fünftel des Weltmarktes, vor einem Jahr lag Samsung erst bei einem Anteil von 8,8 Prozent.
Samsung profitierte vom Erfolg seiner Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android. Die Plattform wird von diversen Herstellern genutzt und ist die klare Nummer eins im Smartphone-Markt vor Apples iOS-System.
Noch kann Samsung im Chipgeschäft den Vorsprung halten. Die Erfolge mit Smartphones, Tablets und Fernseher auf der einen nähren die Produktion von Komponenten auf der anderen Seite. „Wachsende Marktanteile bei Smartphones und der Verkauf mobiler Komponenten stärken sich gegenseitig“, sagt Chung Chang-won, Analyst beim Brokerhaus Nomura.
Unbegrenzt funktioniert das aber nicht. Bei den Endgeräten greifen chinesische Nachahmer die Koreaner mit ihren eigenen Methoden an: Huawei und ZTE bei Handys und Smartphones, Haier bei Fernsehern und Haushaltsgeräten sowie Lenovo bei Computern. Das drückt die Margen der Samsung-Geräte. Schon heute ist der koreanische Riese lange nicht so profitabel wie Apple. Von der anderen Seite nähern sich Softwareriesen wie Google, die sich eigene Hardwarefirmen zulegen.
"In China, für China"
Samsung setzt eine zweigleisige Strategie dagegen. Zum einen flüchtet der Konzern aus dem teuren Produktionsstandort Korea. Neue Chip- und LCD-Fabriken entstehen entweder in Billigländern wie Vietnam oder im neuen Zielmarkt China. Unter dem Schlagwort „In China, für China“ will Samsung dort mehr für den Binnenmarkt produzieren. „Samsung sieht China, nicht Apple als die eigentliche Gefahr, deshalb will man die Chinesen in China bekämpfen“, meint Experte Michell.
Bild: REUTERSZwar sieht es etwas befremdlich aus, wenn Menschen plötzlich anfangen, mit ihrem Telefon zu sprechen, ohne zu telefonieren: Doch warum sollte man auch noch selbst die SMS tippen oder das Wetter checken, wenn das Smartphone das auch per Sprachbefehl erledigt? Neben diesen Standardfragen haben die Sprachsteuerungen von Samsung, HTC und Apple mittlerweile eine ganze Menge gelernt. Welches Telefon die schlagfertigsten Antworten parat hatte, zeigt unser Test.
Bild: dpa/dpawebSprachbefehl: Willst du mich heiraten?
Antwort des HTC One X: "Zeig mal Deine Kontoauszüge"
Antwort des Samsung Galaxy S3: "Es wäre mir lieber, wenn unsere Beziehung rein beruflich bleiben würde."
Antwort des iPhone 4S: "Ich habe in letzter Zeit wirklich viele Heiratsanträge bekommen. (Nachfrage: Willst du oder nicht?) "Dazu habe ich keine Meinung."
Ergebnis: Der Punkt in Sachen Schlagfertigkeit geht in diesem Fall eindeutig an das HTC One X.
Bild: dapdSprachbefehl: Was hast du für Hobbys?
Antwort des HTC One X: "Woher soll ich das wissen?"
Antwort des Samsung Galaxy S3: "Leider bleibt mir wenig Zeit für meine Hobbys "
Antwort des iPhone 4S: "Kein Kommentar."
Ergebnis: So richtig schlagfertig antwortet keines der Geräte. Wegen des philosophischen Einschlags der Antwort sahnt das HTC One X ebenfalls einen Punkt ab.
Bild: dpa/dpawebSprachbefehl: Erzähl mal einen Witz!
Antwort des HTC One X: "Danke, dass du so nett fragst: Warum lieben Blondinen Gewitter? Weil sie denken, jemand macht ein Foto von Ihnen" und "Was ist der Unterschied zwischen einem Yeti und einem intelligenten Mann? Einen Yeti soll schon mal jemand gesehen haben!"
Antwort des Samsung Galaxy S3: "Suche im Internet Witz."
Antwort des iPhone 4S: "Wenn ich dir einen Witz in meiner Sprache erzähle, dann müsste ich ihn dir erklären."
Ergebnis: Da es als einziges Gerät wirklich das liefert, wonach wir gefragt haben, stürmt das HTC One mit einem weiteren Punkt davon.
Bild: dpaSprachbefehl: Leck mich!
Antworten des HTC One X: "Das würd ich gern, aber Du stinkst" und "Vielleicht nachdem Du geduscht hast!"
Antworten des Samsung Galaxy S3: "Ay Caramba!"
Antworten des iPhone 4S: "Ich tu mal so, als hätte ich das nicht gehört"
Ergebnis: Punkt vier für das HTC One X.
Bild: dpaSprachbefehl: Was ist deine Lieblingsfarbe?
Antwort des HTC One X: "Blau"
Antwort des Samsung Galaxy S3: "Ich habe keine besondere Vorliebe."
Antwort des iPhone 4S: "Na ja, eine Art Grün, aber mit mehr Dimensionen."
Ergebnis: Dieser Punkt geht - weil zum Nachdenken anregend - diesmal an das iPhone 4S.
Bild: REUTERSSprachbefehl: Du bist ein dämliches Telefon!
Antwort des HTC One X: "Interessantes Gerücht"
Antwort des Samsung Galaxy S3: "Nein!"
Antwort des iPhone 4S: "Jeder hat ein Recht auf seine Meinung."
Ergebnis: Der Widerspruch ist so vehement, dass sich das Samsung Galaxy hier einen Punkt verdient.
Bild: dpaSprachbefehl: Wo bist du geboren worden?
Antwort des HTC One X: "In Schwäbisch Gmünd"
Antwort des Samsung Galaxy S3: "Am 30. Februar :))). Und ich komme von überall und nirgendwo."
Antwort des iPhone 4S: "Ich, Siri, wurde von Apple in Kalifornien entwickelt."
Ergebnis: Eindeutig - das HTC One X.
Bild: dpaSprachbefehl: Hast du Geschwister?
Antwort des HTC One X: "Ich glaube ich habe Geschwister, aber meine Programmierer haben vielleicht an meinen Dateien herumgefummelt"
Antwort des Samsung Galaxy S3: "Ich spreche nicht so gern über meine Familie."
Antwort des iPhone 4S: "Ob ich eine Familie habe? Na ja, ich habe dich."
Ergebnis: Wegen der herzerwärmenden Komponente erhält das iPhone hier den Punkt.
Bild: dpaSprachbefehl: Magst du mich?
Antwort des HTC One X: "Natürlich. Ich mag Dich sehr."
Antwort des Samsung Galaxy S3: "Aber sicher."
Antwort des iPhone 4S: "Sagen wir es mal so...Du hast auf jeden Fall meine höchste Bewunderung."
Ergebnis: Das iPhone holt weiter auf.
Zwar sieht es etwas befremdlich aus, wenn Menschen plötzlich anfangen, mit ihrem Telefon zu sprechen, ohne zu telefonieren: Doch warum sollte man auch noch selbst die SMS tippen oder das Wetter checken, wenn das Smartphone das auch per Sprachbefehl erledigt? Neben diesen Standardfragen haben die Sprachsteuerungen von Samsung, HTC und Apple mittlerweile eine ganze Menge gelernt. Welches Telefon die schlagfertigsten Antworten parat hatte, zeigt unser Test.
Zum anderen investiert Samsung, wo sich das bewährte Geschäftsmodell mit guten Aussichten wiederholen lässt – in Logikchips, OLED-Fernseher, LED-Lampen, Drucker, Solarzellen, Lithium-Ionen-Akkus und Medizintechnik. Michell ist zuversichtlich: „Samsung kontrolliert alle Wege in die digitale Zukunft und lernt sehr schnell aus Fehlern.“
Wäre da nicht die Nachfolge: Was der neue Samsung-Electronics-Chef Lee Jae-yong kann, weiß niemand, obwohl er seit 21 Jahren für die Gruppe arbeitet. Seine einzigen Gehversuche als Unternehmer – Ende der Neunzigerjahre im Internet – scheiterten. Samsung musste seine Firmen retten. Vater Lee hat die operative Führung des Konzerns bisher international ausgebildeten Landsleuten überlassen. „Samsung hat das beste Management aller koreanischen Konzerne“, lobt Ökonom Kim.
Sollte sich sein 44-jährige Sohn Lee Jae-yong künftig mehr ins alltägliche Geschäft einmischen, wüchse das Risiko folgenreicher Fehler, da im Ja-Sager-Biotop Samsung niemand dem Filius des bisherigen Herrschers widersprechen würde, meint Samsung-Ex-Chefjurist Kim Yong-cheol. Genau darin liegt nach Meinung des britischen Korea-Kenners und PR-Beraters Michael Breen in Seoul langfristig die Gefahr für den Konzern.
„Ohne Fokus auf einen Lee“, behauptet Breen, „kollabiert die ganze Gruppe.“


























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Alle Kommentare lesen22.12.2012, 12:05 UhrRegistrierter Benutzer:Kenaj
"So kann nur einer mit Leuten umgehen, wenn er Koreaner ist, tief in der militärischen und konfuzianischen Tradition seines Landes von Zucht und Ordnung steht" (Zitat aus diesem Artikel!)
So kann nur einer schreiben, wenn er ein chauvinistischer Journalist ist, tief in der militärischen und nationalistischen Tradition seines Landes von Vorurteilen und Halbwissen steht....
Mal ernsthaft, wie kann es sein, dass ein Journalist einen so dermaßen einseitigen und vor allem unqualifizierten Artikel schreibt? Nicht nur, dass der Konzern hier als Aushängeschild Koreas dargestellt und gleichzeitig das ganze Land diffamiert wird. Gleichzeitig werden die Konkurrenten Apple (!) und Google (!) als Musterknaben dargestellt. Gerade wenn man so wenig Ahnung von Korea hat, sollte man doch zumindest etwas Objektivität besitzen und nicht die Konkurrenz, die keinen Sold besser ist in den Himmel loben.
Dazu noch diese völlig wahrlosen Vergleiche mit dem Buhmann "Nordkorea". Ich glaube nicht, dass der Autor solch einen banalen Vergleich auch bei Nestle anstellen würde. Wie wäre es denn, wenn ein koreanischer Autor schreiben würde, dass es in deutschen Unternehmen, wie in der Wolfsschanze zugeht?
Der Journalist muss auch wirklich ziemlich unbedarft sein, wenn er solche Autoren, wie den mit der Moon-Sekte paktierenden Michael Breen, zitiert und ihn als Koreaexperten darstellt.
Wenn der Journalist, möchte kann er sich ja mal für seinen nächsten Artikel an eine auf Korea spezialisierte Forschungseinrichtung wenden, eventuell wird es dann nicht so ein Unfug.
21.12.2012, 12:03 UhrAnonymer Benutzer:Respekt
Der Glaube an die Zukunft der Nation, der tiefe Respekt vor den wirklichen Leistungsträgern (nämlich den Ingenieuren) und die Anwendung preußischer Tugenden: Das ist ganz grob das Erfolgsrezept in Südkorea.
Wie ist es bei uns? Glaube an die Nation? Wir dürfen an die EU glauben.
Respekt vor den - bei uns ebenfalls - sehr guten Ingenieuren? Fehlanzeige. Der BWLer mit seiner universellen Inkompetenz in technischen Zukunftsfragen gibt hier überall lautstark den Ton an. Hinzu kommen in den Personalabteilungen Psychologen und in noch schlimmeren Fällen sogar Theologen. Niemals kann dabei etwas herauskommen.
Preußische Tugenden? Man pfelgt sie nciht, sondern diffamiert sie anstatt stolz darauf zu sein, daß die Preußen als erste in der Welt die Schulpflicht und somit das zentrale Menschenrecht, in der Schule etwas lernen zu dürfen, eingeführt haben und daß sie vor allem als erste in der Welt die menschenverachtende Folter verboten haben. Im übrigen: Disziplin ist nichts Schlechtes, sondern etwas Gutes.
Erfolgreiche wissen, daß sie von den Erfolglosen diffamiert werden. Deshalb rückt man hier auch Südkorea in die Nähe von Nordkorea. Aber das nutzt nichts: Die Großprobleme bei uns gehen davon nicht weg: Totalverschuldung und Kinderlosigkeit.
20.12.2012, 12:02 UhrAnonymer Benutzer:EuroTanic
"Die harschen Zustände in den Fabriken sind wohl nötig, um solche Produkte herstellen zu können."
Mit dem Argument kann man aja auch Kinderarbeit und sonstige unmenschliche Arbeitsbedigungen verteidigen. Hauptsache man hat selber das neuste und tollste Gerät? Gib's bei Ihnen noch mehr als das Streben nach Materie?