Südkorea, die Samsung-Republik
Bild: PresseFliegender Fön
Das Hover Bike des US-Ingenieurbüros Aerofex hebt sich mit zwei Gebläsen bis zu viereinhalb Meter hoch und erreicht fast Tempo 50. Derzeit testen die Kalifornier das Gefährt in der Wüste. Preis: noch nicht bekannt.
Bild: dpaMicrosoft Surface
Mit seinem ersten eigenen Tablet-PC gelingt Microsoft mehr als ein Achtungserfolg, auch wenn der Verkauf laut Microsoft-Chef Steve Ballmer eher "bescheiden" gestartet ist. Das 10,6-Zoll-Display (1366 x 768 Pixel) erreicht bei Weitem nicht die Qualität von Apples iPad 4. Dafür glänzt Microsofts Erstling mit innovativen Funktionen – vom Standfuß bis zur Soft-Touch-Tastatur im Deckel. Acht Stunden Laufzeit und 680 Gramm Gewicht sind konkurrenzfähig. Die Office-Software ist im Preis des 579-Euro-Tablets enthalten. Darüber hinaus funktionieren auf der RT-Version des Surface nur Apps aus dem – noch recht überschaubaren – Windows-8-Store. Preis: 479 Euro.
Bild: PresseSchneller Schlitten
Aus Karbon gefertigt ist der Schlitten Stealth-X des neuseeländischen Startups Snolo. Das High-Tech-Material macht ihn gut zu steuern und leicht zu tragen. Preis: rund 3000 Dollar.
Bild: PresseMusik-Box
Der Mini-Lautsprecher Sound2Go Big Bass des Kölner Elektronikherstellers Mobiset spielt Musik via Bluetooth vom Handy ab. Der Akku reicht bis zu acht Stunden. Preis: 55 Euro.
Bild: PresseKlassik-Radio
Außen Fünfzigerjahre, innen Zukunft: Das Radio ORD7300 des niederländischen Elektronikherstellers Philips ähnelt dem Modell Philetta aus dem Jahr 1955, empfängt aber den Digitalfunk DAB+ und spielt Musik vom iPhone. Preis: 229 Euro.
Bild: PresseKachel-Männer
Die Wetterstation des französischen Startups Netatmo funkt von außen und innen Werte wie Temperatur, Luftfeuchte, CO2 und Lärm ans Handy. Preis: 169 Euro.
Bild: PresseRetina-Display
Die Datenbrille Smart Glasses M100 des US-Elektronikherstellers Vuzix blendet E-Mails, Karten oder lokale Informationen direkt ins Sichtfeld ein. Preis: wahrscheinlich rund 1000 Euro.
Bild: PresseHand-Heizung
Heizdrähte in den Handschuhen Response-XRT des US-Startups Chaval halten die Finger bis zu sechs Stunden lang warm. Preis: 390 Dollar.
Bild: PresseSchau-Fenster
Dieser ultradünne Fernseher schaut zurück: Eine Webcam im Samsung UE40ES8090 ermöglicht Videotelefonate und Steuerung per Handgeste. Preis: 1290 Euro.
Bild: PresseMulti-Talent
Canons Systemkamera EOS M ist so handlich wie eine Kompaktkamera, arbeitet aber mit Profi-Objektiven und 18 Megapixel- Sensor. Preis: 779 Euro.
Fliegender Fön
Das Hover Bike des US-Ingenieurbüros Aerofex hebt sich mit zwei Gebläsen bis zu viereinhalb Meter hoch und erreicht fast Tempo 50. Derzeit testen die Kalifornier das Gefährt in der Wüste. Preis: noch nicht bekannt.
Ein solcher Geist grassiert im Unternehmen, seit Lee Byung-chull, der Spross einer reichen koreanischen Familie, Samsung 1938 als Lebensmittelladen gründete. Wie der vor einem Jahr verstorbene nordkoreanische Diktator Kim Jong-il war auch Lee Byung-chull beseelt, sein Heimatland zu stärken und zu beherrschen. Bis heute verspotten Landsleute Südkorea als „Samsung-Republik“. Weil Konzerngründer Lee Byung-chull wie Tyrann Kim Jong-il über alles bestimmen wollte, musste Samsung gleich einer Krake seine Tentakeln in alle Winkel der Wirtschaft stecken und baut bis heute Öltanker und Wolkenkratzer, betreibt Hotels und Vergnügungsparks, verkauft Versicherungen und Artilleriegeschütze, produziert jede erdenkliche Elektronik oder entwickelt mit BMW Batterien für Elektroautos. Mit seinen 79 Einzelfirmen ist das Konglomerat inzwischen so groß, dass es für gut 20 Prozent der Wirtschaftsleistung Südkoreas steht.
Die Herrschsucht hat die Samsung-Eigner ebenso steinreich gemacht wie ihr kommunistisches Pendant im Norden. Die dortige Kim-Klicke lebt, umgeben von armen Landsleuten, in Saus und Braus. Samsung-Gründer Lee Byung-chull war schon Ende der Fünfzigerjahre der vermögendste Mann des Landes; den Besitz seines Sohnes und heutigen Konzernchefs Lee Kun-hee schätzt der Finanzdienst Bloomberg auf über zehn Milliarden Dollar.
Und selbst der Ruf des Samsung-Clans bei den Massen taugt für den Vergleich mit den Kim-Kommunisten. „Sie sind Gangster, die wie Gentlemen aussehen“, gibt der frühere Regierungsbeamte Daniel Lee die verbreitete Meinung im Volk über den Familienclan an der Konzernspitze wieder. Beamte, Politiker, Richter und Zulieferer kuschen vor der Kaste, Kritiker fürchten ihren Bann. „Samsung-Gegner zu sein ist schlimmer, als wenn man Spion aus Nordkorea wäre“, erzählt der frühere Chefjurist des Konzerns, Kim Yong-cheol, in Daegu.
Perfekte Nachahmer
Freunde haben Kim Yong-cheol in der Millionenstadt 240 Kilometer entfernt von Seoul eine bescheidene Stellung als Buchprüfer in der Schulbehörde verschafft. Nach Enthüllungen über schwarze Konten von Samsung-Chairman Lee Kun-hee, die zu dessen Verurteilung führten, fand Kim vier Jahre lang in Korea keine Arbeit.
Wer Lee Kun-hee heißt und über Samsung gebietet, verfügt nicht nur über großen Einfluss, sondern steht offenbar auch über dem Gesetz. Zweimal wurde der heutige Samsung-Regent wegen Bestechung und Steuerhinterziehung verurteilt, zweimal wurde er wenig später vom Präsidenten begnadigt. Wegen der Skandale trat er 2008 von allen Führungspositionen zurück, kehrte aber zwei Jahre später nach der Begnadigung auf seine Posten zurück.
Im Unternehmen sorgt der Gottgleiche dafür, dass die Belegschaft sich im „Dauerkrisenmodus“ fühlt, wie er einmal sagte. Um Höchstleistungen aus den Mitarbeitern zu pressen, regiert Lee Kun-hee mit Zuckerbrot und Peitsche. Das unmenschliche Arbeitspensum der Samsung-Ingenieure ist legendär in Südkorea. „Sie arbeiten wie Ameisen“, meint ein Angestellter. Für den Arbeitseinsatz rund um die Uhr entschädigt Samsung die Geschundenen im Gegenzug fürstlich: mit den höchsten Grundgehältern des Landes, mit fetten Gewinnbeteiligungen sowie saftigen Prämien bis zum dreifachen Monatsgehalt für besondere Erfolge.


























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Alle Kommentare lesen22.12.2012, 12:05 UhrRegistrierter Benutzer:Kenaj
"So kann nur einer mit Leuten umgehen, wenn er Koreaner ist, tief in der militärischen und konfuzianischen Tradition seines Landes von Zucht und Ordnung steht" (Zitat aus diesem Artikel!)
So kann nur einer schreiben, wenn er ein chauvinistischer Journalist ist, tief in der militärischen und nationalistischen Tradition seines Landes von Vorurteilen und Halbwissen steht....
Mal ernsthaft, wie kann es sein, dass ein Journalist einen so dermaßen einseitigen und vor allem unqualifizierten Artikel schreibt? Nicht nur, dass der Konzern hier als Aushängeschild Koreas dargestellt und gleichzeitig das ganze Land diffamiert wird. Gleichzeitig werden die Konkurrenten Apple (!) und Google (!) als Musterknaben dargestellt. Gerade wenn man so wenig Ahnung von Korea hat, sollte man doch zumindest etwas Objektivität besitzen und nicht die Konkurrenz, die keinen Sold besser ist in den Himmel loben.
Dazu noch diese völlig wahrlosen Vergleiche mit dem Buhmann "Nordkorea". Ich glaube nicht, dass der Autor solch einen banalen Vergleich auch bei Nestle anstellen würde. Wie wäre es denn, wenn ein koreanischer Autor schreiben würde, dass es in deutschen Unternehmen, wie in der Wolfsschanze zugeht?
Der Journalist muss auch wirklich ziemlich unbedarft sein, wenn er solche Autoren, wie den mit der Moon-Sekte paktierenden Michael Breen, zitiert und ihn als Koreaexperten darstellt.
Wenn der Journalist, möchte kann er sich ja mal für seinen nächsten Artikel an eine auf Korea spezialisierte Forschungseinrichtung wenden, eventuell wird es dann nicht so ein Unfug.
21.12.2012, 12:03 UhrAnonymer Benutzer:Respekt
Der Glaube an die Zukunft der Nation, der tiefe Respekt vor den wirklichen Leistungsträgern (nämlich den Ingenieuren) und die Anwendung preußischer Tugenden: Das ist ganz grob das Erfolgsrezept in Südkorea.
Wie ist es bei uns? Glaube an die Nation? Wir dürfen an die EU glauben.
Respekt vor den - bei uns ebenfalls - sehr guten Ingenieuren? Fehlanzeige. Der BWLer mit seiner universellen Inkompetenz in technischen Zukunftsfragen gibt hier überall lautstark den Ton an. Hinzu kommen in den Personalabteilungen Psychologen und in noch schlimmeren Fällen sogar Theologen. Niemals kann dabei etwas herauskommen.
Preußische Tugenden? Man pfelgt sie nciht, sondern diffamiert sie anstatt stolz darauf zu sein, daß die Preußen als erste in der Welt die Schulpflicht und somit das zentrale Menschenrecht, in der Schule etwas lernen zu dürfen, eingeführt haben und daß sie vor allem als erste in der Welt die menschenverachtende Folter verboten haben. Im übrigen: Disziplin ist nichts Schlechtes, sondern etwas Gutes.
Erfolgreiche wissen, daß sie von den Erfolglosen diffamiert werden. Deshalb rückt man hier auch Südkorea in die Nähe von Nordkorea. Aber das nutzt nichts: Die Großprobleme bei uns gehen davon nicht weg: Totalverschuldung und Kinderlosigkeit.
20.12.2012, 12:02 UhrAnonymer Benutzer:EuroTanic
"Die harschen Zustände in den Fabriken sind wohl nötig, um solche Produkte herstellen zu können."
Mit dem Argument kann man aja auch Kinderarbeit und sonstige unmenschliche Arbeitsbedigungen verteidigen. Hauptsache man hat selber das neuste und tollste Gerät? Gib's bei Ihnen noch mehr als das Streben nach Materie?